Philosophie

Leipzig liest und findo liest mit – Messetag 2 – 2019

Das letzte Jahr stand für mich und viele andere Blogger, auch für viele Booktuber, die Messe unter den Motto -Begegnungen-. Dieses Jahr eher unter den Motto -Zeit-. Das gilt widerum nur für mich, von anderen Menschen kann ich ja erst einmal schlecht sprechen, aber meinem Plan war es diesmal anzumerken.

Die Ruhe vor den Sturm. Bevor der große Andrang zum Messegelände kommt.

Viel Zeit für mich, für Standbesuche, Verlagsgespräche und überhaupt mehr Luft, um Lesungen anzusehen und Gesprächsrunden zu verfolgen, als im letzten Jahr. Insgesamt waren es trotzdem noch genug Termine, aber eben so, dass die Messe nicht in puren Stress ausartete und ich mich voll und ganz auch auf die Bücher konzentrieren konnte. So war mein Freitag in Leipzig dann auch überschau- und machbar.

Das erste Interview, welches ich mir an diesem Tag angehört hatte, ist eines, welches für mich inzwischen zu einem Muss auf der Buchmesse gehört. Nämlich eines mit Sebastian Fitzek, den ich selbst schon Fragen stellen durfte. In meinem Gespräch damals ging es damals um seinen Thriller „AchtNacht„.

Sebastian Fitzek „Fische, die auf Bäume klettern“

Sein neuestes Werk schlägt jedoch vollkommen aus dem sonst üblichen Schema und so ging es dann auch am Stand der ARD um „Fische, die auf Bäume klettern – Ein Kompass, für das große Abenteuer namens Leben„. Philosophisch die Frage, was man seinen Kindern auf den Weg geben soll oder kann, sicher amüsant und nachdenklich geschrieben, so ganz anders als sonst. Darauf freue ich mich ungemein, dies zu lesen. Natürlich musste das Buch gleich mit. Signiert hat Fitzek das Buch dann natürlich hinterher auch.

Danach ging es nach Österreich. Zumindest gefühlt. Der Verlag Kiepenheuer & Witsch hatte zum Bloggertreffen eingeladen und brachte die österreichische Autorin Vea Kaiser mit, die ihren neuen Roman „Rückwärtswalzer oder die Manen der Familie Prischinger“ vorstellte. Bewirtet mit Wein und Keksen und noch vielen anderen guten Sachen, bei denen einem das Wasser im Munde zusammenläuft (so funktioniert Marketing) habe ich die bisher amüsanteste Messeveranstaltung seit Jahren erlebt.

Vea Kaiser „Rückwärtswalzer oder die Manen der Familie Prischinger“

Es wurde gelacht, geschmunzelt und viel geredet. Vor allem die Autorin selbst. Wer so begeistert erzählen kann, die Lektorin (aber nett) konnte sich vollkommen zurücklehnen, und ein Buch näher brachte, was ich mir so vielleicht nie gekauft hätte, der verdient Interesse. ich freue mich jedenfalls schon auf den Moment, wo ich dazu komme, den Roman zu lesen. Wenn das Buch so ist, wie die Vorstellung war, dann kann das nur etwas werden.

Entlassen wurden wir mit vielen Ideen, vollen Magen und guter Laune und so stürzte ich mich dann wieder ins Messe-Getümmel. Verlagsstände besuchen und ein ganz besonderes Projekt. In den letzten Jahren wurde die Messe immer politischer unhd auch immer mehr zu einem Ort der Konfrontation. Im Vorfeld gab es auch dieses Jahr wohl wieder die eine oder andere geplante Aktion gegen rechte Verlage, die leider auf der Messe vertreten waren, aber diesmal blieb alles weitgehend friedlich. Wenigstens das.

Man sollte aber auch einmal davon sprechen, dass durchaus dagegen gehalten wurde. Viele entsprechende Werke wurden vorgestellt und auf der Messe selbst war ein ganz besonderes Projekt vertreten. Ein Fotograf hat sich aufgemacht, um die Orte der Bücherverbrennungen aufzusuchen und den damaligen Zustand anhand von historischen Aufnahmen und heutigen Aussehen zu dokumentieren. Herausgekommen dabei ist eine interaktive Karte, die nach und nach erweitert wird.

Wer möchte, kann ja mal bei verbrannte-orte.de schauen. Hinterlegt werden sollen künftig eine Aufnahme des heutigen Ortes, ein historischer Zeitungsbericht oder ähnliches und ein historisches Foto, um zu zeigen, dass eben nicht nur in Berlin damals die Werke zahlreicher Autoren geächtet wurden. Am Stand war auch ein Regal mit einer Auswahl an Büchern eben jener Schriftsteller zu finden. Dieses Projekt wird sich lohnen, es weiter zu verfolgen.

Großer Andrang überall, auch am Stand des Gastlandes Tschechien.

Danach ging es wieder durch die Hallen, denn bis zu meinen nächsten Termin hatte ich genügend Luft. Schlecht für mein Geldbeutel, weil ich auf der Messe dann zum Bücherkauf neige. So war es gut, dass ich zum Abschluss ein Gespräch mit der netten Blogger-Betreuerin von diogenes hatte, die mir das neue Programm des Verlages intensiv näher brachte.

Ich finde diese, fast immer einheitlichen, Cover ja ganz hübsch, auch wenn ich selten etwas aus den Verlag lese. Trotzdem das Programm ja ganz vielfältig ist, gehört diogenes für mich in die Kategorie -das besondere Buch-. Mal sehen, was ich daraus in Zukunft für mich mitnehmen kann?

Zuletzt entführte mich die Autorin Constanze John nach Georgien und stellte ihren Reisebericht vor, den ich bereits rezensiert habe. Live zu erleben, wie begeistert ein Mensch von einer Reise berichtet, ist für mich jedoch etwas besonderes und so hing ich an ihren Lippen, wie der Rest des Publikums und das war zahlreich erschienen. Wohlgemerkt zu einem Termin, der außerhalb des Messegeländes am Rande der Innenstadt stattfand.

Constanze John
40 Tage Georgien
Seiten: 412
ISBN: 978-3-7701-8293-0
Verlag: mairdumont

Ich glaube, nicht der Verlag und auch die Autorin selbst haben mit so viel Andrang gerechnet. Am Schluss nahm sich Frau John noch die Zeit für meine Fragen, was ebenfalls zu einem interessanten Gespräch führte. Ob ich das als solches oder als Artikel dann hier einstelle, muss ich mir noch überlegen, Bin noch nicht dazu gekommen, das Interview auszuwerten. Ihr werdet das aber mitbekommen, wenn’s so weit ist. Versprochen.

Damit endete dann auch der zweite Messetag für mich.

Fortsetzung folgt…

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Stephan Wackwitz: Die vergessene Mitte der Welt

Die vergessene Mitte der Welt Book Cover
Die vergessene Mitte der Welt Rezensionsexemplar/Sachbuch S. Fischer Verlage Taschenbuch Seiten: 368 ISBN: 978-3-596-18365-4

Inhalt:

Stephan Wackwitz hat mehrere Jahre in Georgien gelebt, auch die Nachbarländer Armenien und Aserbaidschan bereist. Uralte Kulturländer zwischen Tradition und Moderne, die sich seit der Loslösung von der Sowjetunion auf einem abenteuerlichen Weg befinden.

Der Autor erlebte politische Machtwechsel, den Kampf um Demokratie und Menschenrechte, den Wandel der Städte. Er spürte einer sensiblen Atmosphäre nach und einem ganz besonderen Menschenschlag. (eigene Inhaltsangabe)

Rezension:

Gerade bei Reiseberichten, so scheint es, ist Vorsicht angebracht. Wer einen lesen möchte, muss aufpassen. So gibt es wirkliche Reiseberichte, wo eine Route abgefahren, abgelaufen, jedenfalls gereist wird, und der Autor über das auf den Weg Geschehene berichtet, dann widerum gibt es komplexe literarische Schreiben, die eher einem Roman gleichen als einem informierenden Sachbuch.

Erstes liegt mit „Die vergessene Mitte der Welt“ hier vor, versetzt mit einem hoch erhobenen philosophischen Zeigefinger.

Daran krankt das Werk von Stephan Wackwitz auch, der nicht aus seiner Haut der Goethe-Institut-Erfahrung heraus kann und zu einem guten Teil den Zustand Georgiens und seiner Nachbarländer philosophisch analysiert. Das ist etwas, was man nicht erwartet, wenn man Klappentext bzw. Inhaltsangabe des Verlages liest.

Tatsächlich fühlt sich der Leser, wenn er keine Antenne für Hölderlin und Co. hat, in die Irre geführt, und kann erst im letzten Drittel und bei der Ergänzung zwecks Neuauflage wirklich etwas über dieses sehr interessante Gebiet erfahren.

Mäßig aufgelockert durch Fotografien, zur Orientierung dienen auf den Umschlagsseiten Karten der Region, ist dies ein schwer zu lesender Bericht, der nicht zu jedem Leser Zugang finden wird.

Die Sprache ist zu hoch, die philosophischen Betrachtungen erschließen sich nicht jeden, zumal wenn die Vorkenntnisse über die großen Philosophen fehlen und irgendwo bleibt das Gefühl, ins falsche Regal gegriffen zu haben. Jedenfalls nicht in das für Reiseberichte.

Man erfährt einfach nicht durchgehend etwas über die Reisestationen oder Menschen, die der Autor getroffen hat (nur mehr gegen Ende der Lektüre). Das ist einfach viel zu wenig, dabei hätte man so viel mehr daraus machen können.

Oft genug läuft der Autor in Gefahr Georgien und seine Nachbarländer gleichsam aus einem Elfenbeinturm heraus zu betrachten und mit erhobenen Zeigefinger zu betrachten. Nur haarscharf gelang es ihn, hier die Kurve zu kriegen. Das haben die Länder nicht verdient, der Nutzen ist zweifelhaft und der Kopf nach dem Lesen voller Betrachtungen, die kaum zu verarbeiten sind.

Im letzten Drittel gelingt es den Autoren wirklich die Linie eines Reiseberichts einzuschlagen, weshalb ich geneigt bin, eine mittlere Bewertung mit Tendenz zum Positiven zu geben. Bis dahin ist es aber ein langer Weg, und den muss man sich nicht unbedingt antun.

Autor:

Stephan Wackwitz wurde 1952 in Stuttgart geboren und ist ein deutscher Schriftsteller. Er studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie in München und Stuttgart, arbeitete als Lektor im King’s College in London und seit 1986 in verschiedenen Funktionen für das Goethe-Institut.

Nach Stationen in New Delhi, München, Frankfurt, Krakow, Bratislawa und New York lebte er längere Zeit in Tiflis. Seit 1987 publiziert er regelmäßig im Merkur. 1982 erschien sein erstes Buch. Mehrfach wurde er bereits ausgezeichnet.

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Jan Gerber: Karl Marx in Paris

Karl Marx in Paris Book Cover
Karl Marx in Paris Jan Gerber Piper Erschienen am: 03.04.2018 Seiten: 239 ISBN: 978-3-492-05891-9

Inhalt:

Seitdem sich die Elendszonen des Weltmarkts erneut ausweiten und die westlichen Metropolen erreichen, wird auch dort wieder verstärkt von Arbeit und Kapital, der Klasse und ihrem Kampf gesprochen: Im 200. Jahr nach seiner Geburt hat Marx erneut Hochkonjunktur.

Jan Gerber legt auf der Grundlage neuester Forschungen eine auseinandersetzung mit dem Leben und dem Werk von karl Marx vor. Marx‘ erster Paris-Aufenthalt von Oktober 1843 bis Februar 1845 wird dabei zum Dreh- und Angelpunkt.

Denn in dieser Zeit entwickelte er die zentralen Begriffe seines Denkens: Marx traf als Radikaldemokrat in Paris ein und verließ die Stadt als überzeugter Klassenkämpfer und Kommunist. (Klappentext)

Rezension:

Die Geburt eines der größten und umstrittensten Denker der Neuzeit jährt sich dieses Jahr zum 200. Mal und so ist es nicht verwunderlich, dass auf den Büchertischen zahlreiche Publikationen vorliegen, die sich mit Karl Marx, seinen Weggefährten und Ideen beschäftigen.

Doch, wer war dieser Mensch, Fabrikantensohn, den alle Türen der damaligen Zeit offenstanden, wie entwickelte er seine Ideen, die Jahrzehnte nach seinem Tod missbraucht und falsch verstanden, umgesetzt werden und zur Unterdrückung eines Großteils des Erdballs führen sollten?

Jan Gerber analysoert schonungslos die Entwicklung eines tönernen Kollosses an Theorien, die schon zu Entstehungszeiten Widersprüche aufwiesen, und kaum zu halten waren. Zumindest nicht, bei genauen Hinschauen.

Der promovierte Historiker nimmt das Theoriengespinst auseinander, zeigt die Begrifflichkeiten von Klasse bis Proletariat auf, stellt einen Zusammenhang mit einem entscheidenden Teil des Lebensweges eines Menschen auf, der mit seiner Freundschaft zu Friedrich Engels ein Indenkonstrukt entwickeln sollte, welches nie so ganz stimmig werden sollte.

Schonungslos, dennoch wohlwollend ist diese Analyse, auf die sich der Leser einlassen muss. Ohne Konzentration geht es nicht. Zu dicht folgen die Schlüsselereignisse in Marx‘ Leben aufeinander, zu schwer wiegen die Begrifflichkeiten, die jeder für sich fragwürdig sind, zumal der große Philosoph und Autor zahlreicher Schriften am Anfang seines Lebens mit diesen etwas ganz anderes meinte, als in seinen letzten Lebensjahren.

Umgesetzt wurde vieles davon später nochmals anders, so dass die Frage nach Entstehung des Kommunismus diskussionswert ist und vom Autoren jan Gerber dies auch angestoßen wird.

Was bedeuteten damals Begrifflichkeiten, wie Klasse oder Proletariat, weshalb waren Teile dieser Theorie schon damals zu Marx‘ Lebzeiten schlicht und einfach falsch, und was ist davon heute noch übrig, kann möglich in anderer Form erneut als Ratgeber und richtungsweisend dienen?

In klarer Sprache ist dieses Essay geschrieben, man muss sich jedoch auf viele zu verfolgende Gedankengänge einlassen. Die Stationen der Biografie von Karl Marx sind da noch die einfachsten, jedoch wird man für den Rest des Inhalts seine gesamte Konzentration benötigen. Ohne die geht es schlicht und einfach nicht.

Zu komplex ist die Struktur des Marxchen Weltbildes, zu vielschichtig die prägenden Momente im Leben dieses Mannes. Der Autor stößt den Leser auf die Problemstellungen die sich aus den Theorien von Marx und Engels ergeben, stellt sie in einem historischen Zusammenhang dar, und stellt Fragen in den Raum, über die es sich zu nachdenken lohnt.

Haarscharf an der Form einer populärwissenschaftlichen Ausarbeitung vorbei, schadet Vorwissen nicht. Zumindest aber Interesse sollte man schon mitbringen. Ohne dieses wird man schnell aus der Lektüre aussteigen. Zum bloßen nebenher Informieren eigenet sich „Karl Marx in Paris“ nicht.

Insgesamt stellt dieses Buch eine gute Grundlage für eine, zugegeben eher intellektuelle, Diskussion dar. Zumindest die biografischen Züge sind jedoch interessant genug, um am Ball zu bleiben. Auf alles andere muss man sich jedoch einlassen können, sonst funktioniert diese Lektüre kaum, und man wird ihr auch sonst nicht gerecht.

Dies gilt es zu vermeiden. Die dichte Quellenlage unterfüttert und regt zur weiteren Lektüre an, zeigt die Rechercheleistungen auf, die zur gar nicht so einfachen Ausarbeitung des vorliegenden Werkes nötig gewesen waren. Im 200. Marx-Jahr und nicht nur dann, ein wichtiges Diskussionsmaterial.

Autor:

Jan Gerber ist ein promovierter Politikwissenschaftler und habilitierter Historiker. Er lehrt an der Universität Leipzig und ist leitender Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow (seit 2010). Seit 2004 lehrt er zudem an der Universität Halle.

Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich von geschichte und Wirkung des Holocausts, sowie zur Arbeiterbewegung und der politischen Linken. Er veröffentlichte zahlreiche wissenswchaftliche und populärwissenschaftliche Ausarbeitungen zu Themen dieser Bereiche.

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Ka Sundance: Mit 6 Kindern um die Welt

Mit 6 Kindern um die Welt Book Cover
Mit 6 Kindern um die Welt Ka Sundance Riva Erschienen am: 10.04.2017 Seiten:: 238 ISBN: 978-3-7423-0105-5

Inhalt:

Sie sind zu acht und sie sind auf der ganzen Welt zu Hause. Ob Costa Rica, Thailand, Kanada, Australien, Marokko oder La Palma – die Sundance-Familie zeigt, dass man auch mit Kindern frei und unabhängig sein kann.

Ihr zwangloses und unbeschwertes Leben, von dem sie öffentlichkeitswirksam auf YouTube und Facebook berichten, übt auf viele eine große Faszination aus.

Manch einer hält sie für Glückspilze. Aber für Ka Sundance und seine Familie steht fest: Das hat nichts mit Glück zu tun, sondern beruht auf einer klaren Entscheidung.

Angefangen bei den Reiseerlebnissen aus seiner Jugend berichtet der sechsfache Vater, was ihn und seine Frau vor über 20 Jahren zu der Entscheidung bewogen hat, ihr altes Leben in Deutschland aufzugeben und sich von ihren festen Gewohnheiten und alltäglichen Verpflichtungen zu lösen.

Er erzählt, wie sie ihrem Leben durch das Reisen mehr Sinn, Fülle und Freiheit verliehen haben und wie es ihnen gelungen ist, aus ihrem Lebensentwurf ein Geschäftsmodell zu entwickeln, das nicht nur satt, sondern auch zufrieden macht – getreu ihrem Motto: Tu, was du liebst! (Klappentext)

Rezension:

Ein Traum, der sicherlich von vielen gehegt wird. Einfach ein Flugticket kaufen, fliegen und nie mehr zurückkommen. Das ganze Leben eine Reise um die Welt. Ka und Katie Sundance haben dies gewagt,l alle Sicherheiten in Deutschland aufgegeben und bereisen den Globus, seit sie sich kennenlernten.

Immer am finanziellen Limit, doch auch mit dem Glauben an die glücklichen Fügungen des Schicksals. Und sie haben Glück. Wird ein Käufer für den zum Wohnmobil umgebauten Bauwagen gesucht, findet sich ein Interessant, brauchen die beiden Jobs, um über die Runden zu kommen und das nächste Flugticket zu finanzieren, eröffnet sich vor Ort eine Arbeitsmöglichkeit.

Und nebenbei wächst die Familie. Die Kinderschar wird größer. Dabei krempeln die Sundances ihr Leben um, ernähren sich vegan und verhindern so die Asthma-Erkrankung des Zweitgeborenen, betreiben World-Schooling und werden immer öfter gefragt, wie sie es schaffen, dieses Lebensmodell umzusetzen.

Einige Zeit von Sozialhilfe abhängig, kommen diese Anfragen gerade recht. Als das Internet erste schritte macht und zum Massenmedium wird, wagt das Ehepaar den Schritt, eine Online-Firma zu gründen, die genau über diese Lebensweise aufschluss geben soll.

Mit Hilfe von E-Books, später Online-Kursen und Tutorials wird das Spektrum nach und nach erweitert. Die Familie, die ungewöhnliche Art zu leben als Geschäftsmodell. Dabei immer auf den Teppich bleibend, sympathisch ihren Träumen folgend.

Das hat Erfolg. Mittlerweile müssen die Sundances nicht mehr jeden Cent dreimal umdrehen und leben in Costa Rica und unternehmen von dort aus Reisen rund um den Globus.

https://www.youtube.com/watch?v=EanjYd8LsCI
Familie auf Weltreise. Die Sundances.

Die Kinder haben Freunde in vielen verschiedenen Ländern, haben praktisch von selbst mehrere Sprachen gelernt zu sprechen und kommen mit unterschiedlichsten Menschen und Kulturen in berührung. Und heute bauen die Sundances eine Stiftungen für Hilffsprojekte auf.

Zuerst skeptisch wird der Leser sehr schnell von der ruhigen und unaufgeregten Art, sowie den unerschütterlichen Optimismus Ka Sundances eingenommen, der es schafft, in kurzweiligen Kapiteln sein Lebensmodell nahezubringen. „Tu, was du liebst!“, ist das Motto, welches sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch durchzieht.

Träume sollten verfolgt und nicht aufgegeben werden, Widerstände überwunden und manchmal einfach Schritte gewagt werden, auch wenn der Rest der Welt einen für verrückt erklärt.

Das kann mal schwer werden, ist sicher jedoch befriedigender, als der graue Alltag der Durchschnittsbevölkerung und jeder kann dies 8im Rahmen seiner Möglichkeiten) umsetzen. Man sollte es auf einen Versuch ankommen lassen.

Ka Sundance missioniert nicht aber er zeigt, dass es auch anders geht. Man muss sich keinen Zwängen unterwerfen, kann selbstbestimmt leben und das Glück finden. er berichtet von einem Leben mit Nackenschlägen, dem kleinen und dem großen Glück, einer lebenslangen Weltreise und neugierigen Kinderaugen, für die ein Leben als Globetrotter zur Selbstverständlichkeit geworden ist.

Teil, einer lebenslangen Reise. Quer durch die Wüste.

Seine Erfahrungen mit Veganismus und einem minimalistischen Lebensstil kommen ebenfalls zur Sprache, wie auch das neueste Projekt einer Stiftung zum Aufbau für Hilfsprojekte, bei denen sie selbst mit anpackt. Denn die Reise und Ideen der Sundances sind noch lange nicht am Ende angelangt.

Homepage:

https://www.m-vg.de/riva/shop/article/12397-mit-sechs-kindern-um-die-welt/


Facebook: https://www.facebook.com/DieSundanceFamily/
Instagram: https://www.instagram.com/sundancefamily/

Wer sich inbesondere für die Reisen interessiert:

https://www.youtube.com/user/DieRohkostFamilie

Autor:
Ka und Katie Sundance lernten sich 1997 kennen und heirateten ein Jahr später. Ihren Traum, um die Welt zu reisen, setzten sie um und sind seit dem unterwegs.

Nirgendwo sesshaft, gründeten sie ihre Familie mit inzwischen sechs Kindern und bauten in einer Notlage mit Hilfe der Anfänge des Internets ein Online-Business auf und beraten durch Online-Kurse und E-Books zu Themen wie Online-Marketing und Überzeugungsmanagement, verganer Ernährung und alternativer Lebensweise.

Nebenbei bereisen sie mit ihren Kindern die Welt und nutzen ihre Reichweite zum Aufbau einer Stiftung, die Hilfsprojekte unterstützt.

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