Buchmessen und Veranstaltungen

Die Frankfurter Buchmesse 2026 – Gute Tage für die Literatur

Der Jahreszeit getreu, zeigte sich das Wetter der vergangenen Tage zumindest in Frankfurt sehr wechselhaft, was in etwa die Stimmung auf der diesjährigen Buchmesse ganz gut wiedergibt. Neue Konzepte und Initiativen begleiteten die größte Veranstaltung der Buchbranche ebenso, wie Zahlen und harte Fakten, mit denen diese schon länger zu kämpfen hat. Sinkende Lesekompetenz und ebenso schwächelnde Verkaufszahlen sind da zu nennen, der Angriff auf die Meinungsfreiheit, Kunst und Kultur von Seiten der Extreme. Auch dagegen stemmte sich die tschechische Autorin Radka Denemarkova in ihrer viel beachteten Eröffnungsrede, die sich vor allem an und gegen den Kulturminister ihres Landes richtete, welches dieses Jahr das Gastland stellen durfte. „Land an der Küste“ war das Motto Tschechiens und meinte damit vor allem die Lebendigkeit, Weitläufigkeit, Grenzen überwindende Möglichkeit und das Schaffen von Verbindungen, wie es eben der Kultur und vor allem der Literatur möglich ist.

Die Buchmesse in Frankfurt. (Quelle: Privatarchiv)

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Die Halle des Gastlandes habe ich mir dann auch gleich als erstes angeschaut. Weiße aufgeblasene Ballons, die eine Art Kristall- oder Bergwelt, wenn man so will, schroffe Landschaft darstellen sollten, dominierten den Raum, dazwischen die Regale mit zahlreichen tschechischen Werken und ihren Übersetzungen. Mal wieder ein richtiges und nachdenklich machendes Konzept. Da Nachbarland, ist hierzulande ein Gutteil an tschechischer Literatur in der deutschen Übersetzung uns zugänglich und so konnte man sich an vielen Verlagsständen, vor allem bei den kleineren und unabhängigen Verlagen, nicht nur nur an den in der Halle liegenden Büchertisch, mit der Literatur des Landes eindecken.

Gleich darauf ging es in Halle 5 zum Fitzek-Stand, wo es verschiedene Fotospots zu absolvieren gab, zudem das kommende Werk „Der Nachtzug“ bereits in einem gläsernen Kasten ausgestellt war und zur Crime World, in der man sich selbst ein paar Detektivaufgaben stellen und Fälle lösen musste. Hat Spaß gemacht, ich war aber froh, das gleich zu Beginn der Messe gemacht zu haben. Schon ein paar Stunden später und das an einem Fachbesuchertag, war die Besucher-Schlange an beiden Ständen einfach zu lang. Den ersten richtigen Termin hatte ich bei Voland & Quist, wo mir das aktuelle Programm vorgestellt wurde, danach eine Lesung von Andrea Wulf, die ihr Buch über den Gelehrten Georg Forster „Der Reisende“ präsentierte. Im Anschluss sprach Jill Lepore über „Die Regierung der Maschinen„. Den Abschluss des Tages bildete das Bloggertreffen bei Wagenbach, bei dem der Übersetzer Martin Hallmannsecker von Carlo Levi „Christus kam nur bis Eboli“ über seine Arbeit sprach und ebenfalls abschließend über Ausschnitte des kommenden Verlagprogrammes gesprochen wurde.

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Den ersten Tag, noch mit wenigen Veranstaltungen gespickt, habe ich benötigt, um reinzukommen, mich zu orientieren, da die diesjährige Messe mit einem neuen Hallenkonzept aufgewartet hat, was Laufwege veränderte. Young-, New Adult und Jugendliteratur haben in diesem Jahr eigene Bereiche und Hallen bekommen, internationale und deutschsprachige Verlage waren ebenenmäßig voneinander getrennt. Vor allem für Verlage fühlte es sich dem Vernehmen nach mehr an wie eine internationale Messe, die ja Frankfurt auch ist, ob das wirklich Besucherströme aber entzerrt, wird sicher noch das nach der Messe sicher werdende Feedback zeigen. Ich glaube, die Besucherströme und Drängelpunkte sind jetzt einfach nur woanders auf dem Messegelände zu finden.

Es war trotzdem voll. (Quelle: Privatarchiv)

Die erste Lesung am darauffolgenden Donnerstag gestaltete der Autor Achim Kinter mit seinem Roman „Charlotte und das viel zu kurze Leben„, dessen Vorgänger-Band ich hier auch schon vorgestellt habe. Dort am Stand der Kurt-Wolff-Stiftung der Unabhängigen Verlage und am Verlagsstand des Mirabilis-Verlags habe ich nicht nur die wunderbare Verlegerin getroffen, sondern auch die Autorinnen Britta Röder und Martina Berscheid, ein Rundgang zu den benachbarten Ständen, etwa Pinguletta, Ultraviolett-Verlag, Edition Wannenbuch oder Stroux (um nur einige zu nennen) durfte ebenfalls nicht fehlen. Gerade der Austausch dort ist es, der für mich inzwischen die Buchmessen ausmacht. Schließlich bekommt man da die besten Lektüre-Empfehlungen, zudem sind alle gespannt darauf, was die jeweils anderen zu berichten haben. Bei Mirabilis gab es in diesem Jahr noch einen Grund mehr. Der Verlag feiert in diesem Jahr seinen 15. Geburtstag, auf dem wir alle am Nachmittag noch angestoßen haben.

Der Blogger, die Verlegerin Barbara Miklaw, die Autorenrige, bestehend aus Martina Berscheid, Achim Kinter und Natascha Sturm (Quelle: Privatarchiv)


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Vorher ging es aber auch zu der Lesung von Peter-Andre Alt, des C. H. Beck Verlags, „Die Kanzler und die Intellektuellen„, bei der sich der Moderator der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sehr gerne selbst reden hörte und den Autoren kaum zu Wort kommen ließ. Trotzdem klingt dieses Sachbuch für mich zunächst einmal interessant, wie auch das kommende Verlagsprogramm, welches mir im Anschluss präsentiert wurde und von dem ich einige Bücher auch hier künftig vorstellen werde. Tanja Kokoska sprach im Anschluss über ihren Roman „Guten Morgen, schönes Wetter heute“ (dtv), Edgar Selge über sein Buch „Juras letzter Winter“ (Rowohlt), bevor ich dann kurz bei dem wunderbaren Karl Rauch Verlag und eben bei Mirabilis nochmals vorbeigeschaut habe.

Neben einigen Personen, die ich dort und auf dem Wege zwischen den Terminen und Veranstaltungen getroffen habe, bin ich auch anderen ganz lieben Menschen wieder begegnet, die im Hintergrund verantwortlich dafür sind, dass ich hier immer solch eine tolle und vielfältige Auswahl an Literatur präsentieren darf, was auch für den Mitteldeutschen Verlag gilt, den ich an meinem letzten Messetag als erstes besucht habe. Auch Cornelia Funke habe ich an dem Tag zum ersten Mal auf einer Lesung gesehen, eine Autorin, die ganz wunderbar erzählen kann, von der ich leider noch nicht dazu gekommen bin, etwas von ihr zu lesen.

Die Schriftstellerin Cornelia Funke im Interview (Quelle: Privatarchiv)

Leider nicht lesen, kann ich auf Ukrainisch, sonst würde ich aus Solidarität etwas aus dem Verlag Osnovy Publishing auswählen, der wohl den traurigsten Stand auf der Messe präsentierte. Ohne Bücher. Mit nichts als ein paar Mann und einigen Lizenzrechten waren sie auf der Messe, nachdem ihre Bücher bei einem Drohnenangriff verbrannt waren und haben trotzdem Präsenz gezeigt.

Bei Rowohlt ging es anschließend nicht nur um das kommende Verlagsprogramm, sondern auch um ein Mehr als ein Imprint „Studio Pick„, welches vor allem mit jungen Autorinnen und Autoren die ebenfalls junge Leser:innenschaft erreichen möchte, auch stellten Mareike Fallwinkel und Clara Lösel Ausschnitte aus ihren neuen Werken vor, während bei Kiepenheuer & Witsch Christoph Kramer aus seinem neuen Roman „Wolkenberührpunkt“ gelesen hat. Alles drei, spannende Bücher, auf die ich mich schon sehr freue. Ein kleines Bloggertreffen beim DK-Verlag bildete für mich den Abschluss der Buchmesse, die wieder viele Eindrücke mit sich brachte, schmerzende Füße und tolle Ideen, was ich künftig hier vorstellen werde können. Ich hoffe, ihr freut euch darauf, genau so wie ich selbst.

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Die Leipziger Buchmesse 2026

Kurz vor Beginn der diesjährigen Buchmesse häufte sich die Kritik. Zum einem an Kulturstaatsminister Weimer, dessen Umgang mit drei von der Jury für den Buchhandlungspreis ausgewählten und von ihm letztendlich ausgeschlossenen Buchhandlungen, wegen nicht näher benannten Verdächtigungen seitens des Verfassungsschutzes, zum anderen wegen des neuartigen Einlasskonzeptes der Messegesellschaft in den sozialen Medien, die wie ein Neuaufguss der letztjährigen Katastrophe klang, in deren Folge Menschen teilweise bis zu zwei (oder noch mehr) Stunden standen, um in die heiligen Messehallen zu gelangen.

Die Kritik an den Kulturstaatsminister ist noch lange nicht ausgestanden, bündelte sich aber über die Messetage hinaus in eine große gegenseitige Solidarität innerhalb der Buchbranche.

Viele, vor allem kleinere Verlage setzten Zeichen, größere (Hanser) luden die drei ausgeschlossenen Buchhandlungen zu ihren Messe-Feiern ein und eine Demo gab es am Vortag des ersten Messetages vor dem Gewandhaus zu Leipzig, in dem die Buchmesse traditionell eröffnet und diesmal der Kulturstaatsminister auch innerhalb einiges an Kritik und Seitenhieben einstecken musste. Auf weitere Veranstaltungen hatte er sich dann nicht getraut und alle Termine abgesagt, so dass die Buchmesse relativ friedlich starten konnte.

Friedlich und ohne Verspätung ging es am Vortag mit der Bahn für mich nach Leipzig. Schnell das Gepäck abgestellt, Kaffee getrunken und Richtung Innenstadt, wo einige Freunde ebenfalls bereits eintrafen, in ihre Unterkunft einchecken konnten, um dann ebenfalls die Messe traditionell zu eröffnen, was für uns einfach heißt, Indisch essen zu gehen, Messe-Pläne auszutauschen und vielleicht schon einmal vorab auszumachen, wo man sich eventuell auf dem Messegelände und bei welchen Veranstaltungen begegnen würde.

Nicht zu sagen, dass es diesmal sehr viele Lesungen und Gespräche gab, die parallel zueinander abliefen, für die man sich am liebsten zerteilt hätte. Übrigens gilt das auch für die reinen Blogger-Veranstaltungen, die reichlich spät per E-Mail eintrudelten. Das hat schon einmal besser geklappt.

Der erste Tag begann für mich sehr früh im Pressezentrum, mit einem Wiedersehen vieler Gesichter. Nicht zum ersten Mal konnte man dort, wer wollte, eine Verschiebung betrachten. Als ich angefangen habe, zu bloggen, waren noch mehrheitlich Journalisten dort, die sich den mehr als schlechten Kaffee geholt haben und miteinander diskutierten, heute füllen die Lücke des beinahe überall eingestampften Kulturjournalismus‘ Blogger, Booktuber, Booktooker und Bookstagram, was Vor- und Nachteile hat und zu freudigen Wiedersehen mancher führte. Ja, es ist jedes Mal wie ein großes Klassentreffen.

Man kennt sich untereinander.

Mein erster Weg führte am Donnerstag in Halle 5, dort sind immer die meisten der unabhängigen Verlage zu finden, einige begrüßt und schon stand die erste Lesung an. Für mich natürlich eine Sachbuch-Diskussion „Das Semitische als Grundlage der europäischen Demokratie„, so sperrig wie vielschichtig, um direkt danach in die Programm-Vorstellung von Rowohlt zu gelangen, in der zwei Autor:innen aus ihren neuesten Werken lasen. Iryna Fingerova aus „Zugwind“ und Till Raether aus „Meeresdunkel„, einem Mallorca-Thriller.

Danach ging es zum Schweizer Gemeinschaftsstand, wo Sasha Filipenko aus seinem Roman „Der Elefant“ gelesen hat, den er anschließend signierte. Von der parallel verlaufenden Blogger-Veranstaltung von Diogenes habe ich daher nur noch das Ende mitbekommen. Dort hat Shelly Kupferberg über ihren neuen Roman gesprochen. Bevor es dann noch mit Freunden aus dem Literaturforum buechertreff.de in der Stadt gemeinsam klönen ging, noch eine letzte Lesung von Gaea Schoeters aus ihren Romanen „Trophäe“ und „Das Geschenk„. Beide Romane sollte ich mir vielleicht einmal bei Gelegenheit anschauen. Ganz toll.

Am Freitag ging es erneut auf das Messegelände, wo die frisch ausgezeichnete Preisträgerin des Preises der Leipziger Buchmesse, der Kategorie Belletristik, Katerina Poladjan ihren Roman „Goldstrand“ vor Bloggenden vorstellen durfte. Das Buch habe ich mir kurz vorher gekauft.

Katerina Poladjan, der Bloggende (Quelle: Privatarchiv)

Am Tag zuvor war das wohl kurzzeitig nicht mehr möglich, nachdem die Auszeichnung verkündet wurden war. Da hat man offenbar schnell für Nachschub gesorgt. Einige andere Verlage hatten nicht so viel Glück. Oder obwohl, doch. Gerade kleinere haben sich über den riesigen Andrang gefreut, der in diesem Jahr in den Hallen herrschte. Das Einlasssystem mit mehr Eingängen, breiteren Gängen zwischen den Ständen und einem konsequent schon von Beginn an geführten Einbahnwegesystem hat diesmal sehr gut funktioniert. 105.000 Besucher waren es zur Halbzeit (Donnerstag und Freitag) bereits, 9.000 mehr als im Jahr zuvor.

Das hat man zwar gemerkt, ich habe es jedoch nicht als störend oder in den Gängen behindernd wahrgenommen. Natürlich umgehe ich gewisse Stände, wie z. B. den von Sebastian Fitzek, der dieses Jahr einen eigenen hatte und an den man am Tag darauf nicht mal mehr ansatzweise herankam. Aber zum Mitteldeutschen Verlag bin ich wieder gern gegangen, der dieses Jahr sein 80-jähriges Bestehen feiert. Zuvor hatte ich Zeit für eine Lesung gehabt, mit dem Titel „Der Westen sind jetzt wir„, über die Verschiebung der Weltpolitik, insbesondere Amerikas Umgang mit Europa und umgekehrt.

Nicht nur Sebastian Fitzek konnte man auf der Messe begegnen, sondern z. B. auch Arno Strobel (im Bild), Quelle: Privatarchiv

Nebst interessanten Gesprächen beim Meet & Greet des wunderbaren Karl Rauch Verlags und beim Ultraviolett-Verlag, hat sich bei Wagenbach der Autor Dario Ferrari vorgestellt und seinen Roman „Die Pause ist vorbei“ gleich mit.

Der Messe-Samstag begann mit einer Blog-Idee und einem dazu notwendigen Bücherkauf (Welcher Bücherkauf ist nicht notwendig?) Irgendwie muss man ja auch mitspielen, wenn um die Fülle des leeren Koffers gewettet wird. Aber nein, mindestens drei Ideen für Blog-Beiträge, unabhängig von irgendwelchen Rezensionen nehme ich von der Buchmesse Leipzig mit. Eine Lesung zu „Daybreak in Gaza“ scheiterte fast an der Technik, doch der Autor konnte dann doch noch zur Messe zugeschaltet werden.

Vorher gab es ein Wiedersehen mit C. H. Beck, die erneut in der Kategorie Sachbuch gewinnen konnten (Marie-Janine Calcic „Balkan-Odyssee 1933-1941„). Danach hat Svenja Falk das ihre „Die letzten Tage der Diktatur“ (erschienen bei Klett-Cotta“ vorgestellt. Eine Gedicht-Lesung „Kultur und Krieg – Ukrainische Erfahrungen“ hat mich dagegen nicht ganz so überzeugt, eher schon Rasa Bugavicute-Pece, die aus ihrem Kinderroman „Der Junge, der im Dunkeln sah“ (erschienen bei Mirabilis) gelesen hat, wo ich nicht nur mit der Verlegerin, sondern auch, wie schon bei Filipenko, mit der jeweiligen Übersetzerin ins Gespräch gekommen bin.

Gerade solche Gespräche sind es, die sich am Rande von Messen ergeben, die diese für mich zu so etwas Besonderen machen. Die letzte Veranstaltung des Abends behandelte das Thema Neurodiversität in Romanen, bevor es dann unter einsetzenden strömenden Regen Richtung Innenstadt ging. Was tut man nicht alles für eine warme Mahlzeit.

Anschließend haben Freunde und ich die in der Nähe liegende Bar gestürmt und den Abend ausklingen lassen, nachdem es für einige den Tag darauf schon nach Hause zurückgehen sollte. Und ich mein Handy liegen lassen, dies aber erst in der letzten fahrenden Bahn des Abends sitzend gemerkt habe. Gedanklich schon den darauf folgenden Tag deswegen streichend, bekam ich das Handy aber am nächsten Tag Gott sei Dank wieder.

Dadurch wahr es mir dann doch möglich, den letzten Messetag mitzunehmen. Ist ja ohne irgendwie auch schade, und so habe ich mich dann auch Sonntag auf dem Messegelände eingefunden. Begonnen hat der Tag mit der Lesung zu „Schergenstaat Russland„, danach einem Blind-Date mit vier kleineren Verlagen in einer Sammelveranstaltung. Das dazugehörige Format hätte ich jetzt nicht gebraucht, die Verlage waren aber interessant. Nach einem letzten Messe-Rundgang war dann aber auch bei mir die Luft raus. Es ist einfach viel zu wenig Schlaf in der Nacht zuvor gewesen.

Aber von den Verlagen kam überall positives Feedback zu Messe-Verkäufen und Aktivitäten, sowie Interesse an den Ständen. Das hört man doch gerne. 313.000 Besucher (die 300.000er Marke hat man letztes Jahr nur knapp verpasst) kamen insgesamt. Das waren 17.000 Menschen mehr als im Vorjahr.

Mitgenommen, von der Messe, habe ich 31 Bücher. Ihr kennt den Ausdruck, das sprengt den Rahmen, obwohl in meinen Koffer noch ein paar mehr hineingepasst hätten. Meine Karte hat dazu aber leider nein gesagt. Und die Bahn genau so nein, zu einer bequemen Rückfahrt. Drei Waggons haben dem ausgebuchten Zug gefehlt. Enges beieinander stehen war angesagt. Nicht gerade angenehm, wenn man den obligatorischen Messe-Schnupfen mit sich herumträgt, zudem nicht der Einzige ist, der sich überladen hat.

So weit, so schön, mittlerweile bin ich wieder zu Hause und habe mich etwas sortieren können. Alles weitere nach und nach hier auf dem Blog.

Mehr Eindrücke gibt es auf Instagram: @findosbuecher

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Ich muss leider die zum Teil schlechte Fotoqualität entschuldigen. Meine Kamera hat zwischendurch ausgesetzt, so dass die meisten Fotos nur Handyqualität haben.

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Ich bin auf der Leipziger Buchmesse 2026

Mittlerweile darf man ja schon die Stunden zählen, bis es wieder so weit ist und sich die heiligen Bücherhallen der Stadt Leipzig öffnen und wieder ein buntes und vielfältiges Programm für uns Lesebegeisterte bietet. Vom 19. bis zum 22. März findet in der Messestadt wieder die Buchmesse statt und zudem in ganz Leipzig zahlreiche Lesungen und Themenabende, unter dem Motto „Leipzig liest“. Ein Gastland gibt es heuer nicht. Diesmal steht ein ganzer Kulturraum im Fokus. „Donau – Unter Strom zwischen den Welten“, heißt es an vier Messetagen, wozu es zahlreiche Veranstaltungen geben wird.

Das obligatorische Messetreppenfoto, hier ein Beispiel vom letzten Jahr. (Quelle: Privatarchiv)

Fast 300.000 Besucher waren im letzten Jahr zu Besuch und haben nicht nur in der Stadt und auf dem Messegelände selbst zwischen Büchern geschwelgt und versucht, von dem einen oder anderen literarischen Stargast ein Autogramm zu ergattern (Hallo Fitzek-Schlange!), auch die zahlreichen Cosplyer werden sich wieder die Ehre geben und nicht nur der Manga-Cominc-Con einen bunten Anstrich verpassen.

Ich bin wieder dabei und werde bei den üblichen Verdächtigen alle vier Tage zu finden sein. Wer also einen kleinen bebrillten, leicht überladen wirkenden Herren mit Cappi begegnet, grüßt mich ruhig. Ich beiße nicht und bin zwischen den vielen Ständen der unabhängigen Verlagen des Schönen Büchernetzwerkes zu finden, den Verlagen der Kurt-Wolff-Stiftung, die auch in diesem Jahr ein vielfältiges und buntes Programm bereithalten und hinterher sicherlich nicht nur darüber hier berichten. und mit der einen oder anderen Idee für euch und ganz viel Lesestoff zurückkehren.

Das letzte Jahr war für mich vor allem eines der Begegnungen und ich hoffe, dass sich dies wiederholt. Gönnen wir uns also allen ein paar entspannte und aufregende Tage in Leipzig. Ihr könnt das alles übrigens auf meinem Instagram-Account (soweit das Messe-WLAN mitmacht) verfolgen.

Also, dann. Auf geht’s. Noch die letzten Sachen in den Koffer packen und auf nach Leipzig.

Euer findo.

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Die Frankfurter Buchmesse 2025

Auch in diesem Jahr stand ein Besuch der Frankfurter Buchmesse lange Zeit auf der Kippe, einfach aufgrund der Hotelkapazitäten einerseits, anderseits natürlich wegen der Kosten. Was nah am Messegelände dran ist oder auch nur in der Innenstadt sich befindet, kann man kaum bezahlen. Zu weit außerhalb möchte man aber auch nicht wohnen, zumal in einer Gegend, die man nicht kennt oder die vor allem abends nur schwer zu erreichen ist. Letztlich hatte ich aber eine Unterkunft gefunden und so hieß es auch in diesem Jahr wenigstens drei Tage Buchmesse in Frankfurt. Das Wochenende habe ich mir, alleine aus Kostengründen gespart.

Der Haupteingang der Frankfurter Buchmesse. (Quelle: Privatarchiv)

Mit der Deutschen Bahn ging es am Tag vor Messebeginn los und mit ein wenig Verspätung habe ich dann Frankfurt erreichen und in mein Hotel einchecken können. Das war eine größere Herausforderung, als die Bahnfahrt selbst, wenn man zig Türcodes braucht, um ins Innere der Unterkunft und seines Zimmers zu gelangen und das alles zu Beginn nicht so recht klappen möchte. Aber irgendwie hat es dann doch funktioniert. Nach einem kurzen Einkauf, ging es dann mit Freunden in die Innenstadt, um dort ein klein wenig zu essen und die Filmpremiere von „Stiller“ mitzuerleben, der Verfilmung des Romans von Max Frisch, unter der Regie von Stefan Haupt, der anschließend uns Zuschauenden für Fragen und ein Gespräch zur Verfügung stand. Wer Arthouse-Kino mag, wird dem Film sicher etwas abgewinnen können. Ich musste leider meinen Nacken nach diesem Abend wieder einrenken. in Kinosälen in der ersten Reihe zu sitzen, ist nie gut.

Der nächste Tag war dann auch gleich der erste auf dem Messegelände. Das habe ich ziemlich früh begonnen, um einige Fotos von leeren Gängen und unberührten Messeständen zu schießen. Die Atmosphäre, direkt vor einer solchen Messe, ist einfach schön. Natürlich ebenso, wenn sich die Hallen füllen und Leben dort hineinkommt. Das habe ich im Pavillon des Gastlandes erlebt. In diesem Jahr durften sich dort die Philippinen präsentieren, die mit zahlreichen Werken aufwarten konnten, die jetzt im Rahmen der Buchmesse auch vielfach übersetzt erscheinen. Vom Roman über Sachbuch, bis hin zur Graphic Novel ist da für jeden etwas dabei. Das Gastland hat sich mit viel Freundlichkeit, einigen Leseinseln und zwischendurch auch musikalischen Darbietungen präsentiert. Gelungener, als dies mit Italien im letzten Jahr der Fall gewesen ist.

Hauptsächlich in den Hallen 3.0 und 3.1 präsentierten sich die deutschsprachigen Verlage, die ich gleich zu Beginn abgegangen bin. Die Halle 1.2, in der sich New Adult und Romance präsentiert haben, habe ich aufgrund meines Lesegeschmacks und der zu erwarteten Menschenmengen, die am Wochenende noch einmal mehr sein würden, außer Acht gelassen. Alles für mich relevante spielte sich ohnehin in den beiden erstgenannten Hallen ab. Dort waren die großen Verlagsstände, zumindest meinem Gefühl nach, etwas besser verteilt, so dass sich dort punktuell alles Menschenmögliche konzentriert hat, man aber überall sonst gut durchgehen konnte. Ob das Konzept am Wochenende so auch aufgeht, ist eine andere Frage. Zu hoffen, wäre es. Gut war auch in diesem Jahr, dass es wieder eine extra Halle für das Signieren von Büchern gab. Auch das dürfte vor allem den Besuchenden am Wochenende zuträglich sein.

Nach einem Rundgang und ersten Begegnungen an Verlagsständen, ging es zu Kaleb Erdmann, der am Stand der Frankfurter Allgemeinen Zeitung seinen Roman „Die Ausweichschule“ präsentiert hat, danach konnte ich auf der Leseinsel der Unabhängigen Verlage der Kurt-Wolff-Stiftung die Präsentation des Kinderbuchs „Ich war Eva Diamant“ lauschen, welches von der Illustratorin und der Verlegerin präsentiert wurde. Die Autorin Eva Szepesi konnte leider aus gesundheitlichen Gründen nicht mit dabei sein, aber der Ariella Verlag und die Illustratorin Stephanie Lunkewitz haben dies ganz toll gemacht. im Anschluss wurde bei RandomHouse das Sachbuch „Der Nahost-Komplex„, von Natalie Amiri vorgestellt und bei dtv habe ich per Zufall Ivar Leon Menger getroffen, der mir seinen neuen Thriller „Der Tower“ signiert hat.

Der erste Tag endete dann mit der Vorstellung des Sachbuchs „Der stille Krieg„, von Reinhard Bingener und Markus Wehner, sowie mit einem Bloggertreffen bei Wagenbach, dem Verlag für wildes Lesen, der Ausschnitte aus seinem kommenden Programm vorgestellt hat, sowie die Autorin Annekathrin Kohout ihr Sachbuch „Hyperaktiv“ über die Sozialen Medien und was diese mit uns machen.

Tag 2 gab für mich das Motto der gesamten Messe. Für mich waren es Tage der Begegnungen. Dabei fing dieser eine mit einer ganz normalen Lesung an, von Gabriel Zuchtriegel, der in einem Gespräch sein Sachbuch „Pompejis letzter Sommer“ vorgestellt hat. Anschließend habe ich weitere Lesungen geplant, doch bin dann am Stand vom Mirabilis-Verlag hängengeblieben, wo sich nach und nach eine lockere Runde an Büchermenschen und auch sonst gebildet hatte. Die Autorin Martina Berscheid war dort, ebenfalls Achim Kinter, Florian L. Arnold, der selbst seinen nebenan platzierten Verlagsstand der Edition Hibana betreute, sowie die Künstlerin Martina Altschäfer (und viele andere, die ich hier vergessen habe). Auch eine Redakteurin vom SWR hat sich dazu gesellt, die sich Inspiration für eine Sendung holen wollte. Mit vielen Anregungen und Ideen für neue Projekte war dieser Austausch schon da eines der Highlights der diesjährigen Messe.

Zum ersten Mal habe ich die, wohl obligatorischen, Messecrepes probiert, nachdem ich Ulli Lust über ihre mit dem Deutschen Sachbuchpreis 2025 prämierte Graphic Novel „Die Frau als Mensch“ sprechen gehört habe, sowie Denis Scheck in einer Messeausgabe seiner Literatur-Sendung „Druckfrisch„, in der er einem Überblick über die seines erachtens derzeit lesenswerten Bücher gab. Ob das immer so hinhaut, lassen wir einmal dahingestellt sein. Für mich war ohnehin das nächste Gespräch am FAZ-Stand wichtiger, als der Historiker Götz Aly sein Werk „Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933-1945“ vorgestellt hat. Ich konnte dieses mir im Anschluss signieren lassen. Auch habe ich am gleichen Tag die Autorin Isabel Bogdan und Laura De Weck getroffen, die in diesem Jahr die Jury-Vorsitzende für den Deutschen Buchpreis gewesen war.

Bei Tessloff konnte man am irgendwie obligatorischen Messe-Dino vorbeigehen, bevor es dann in direkter Nachbarschaft zu Dorling Kindersley (DK-Verlag) ging, welcher mich bisher eigentlich immer mit seinen großformatigen und toll illustrierten Sachbüchern und Bild-Lexika begeistern konnte. Dort gab es ein Blogger-Treffen und einen festlich geschmückten Weihnachtsbaum, unter den schön arrangiert die tollen Werke des Verlags lagen. Diesmal habe ich kein Buch mitgenommen. Diese Werke haben Gewicht, welches man sonst die gesamte Zeit über mit sich herumschleppen müsste. Am Ende des Abends oder der Nacht sollte ich für diese Entscheidung noch dankbar sein.

Der Tag endete mit einem Treffen unter dem Motto #bookmeetspizza, welches wieder von zahlreichen unabhängigen Indie-Verlagen des Netzwerks –Schöne Bücher– im Haus des Buches organisiert wurde. Ich war bei dieser Art von Begegnung zum zweiten Mal dabei und habe wieder einige Klein-Verlage kennenlernen dürfen, die mir so vorher noch nicht begegnet waren. Der Abend wurde dann auch lang und zog sich bis in die Nacht hinein, so dass einige von uns (auch ich) tüchtig Schwierigkeiten hatten, in ihre Unterkunft zu kommen. Es fuhr dann nämlich nichts mehr oder nur noch sehr wenig. S-Bahnen und U-Bahnen fielen aus, was zur Folge hatte, dass z. B. ich erst etwa halb zwei Uhr morgens in meiner Unterkunft ins Bett fallen konnte.

Mit entsprechend wenig Schlaf und etwas derangiert, was stark untertrieben ist, ging es am nächsten Morgen auf zum letzten Messetag. Am Freitag standen nur wenige Termine an, zum einem stellte Rowohlt sein kommendes Programm vor und Anna Prizkau („Frauen im Sanatorium„), sowie Kelly Mullen („Die Einladung„) ihre neuesten Werke, zum anderen gab es eine Art Werksgespräch über das Davor und Danach von „Für Polina“ mit Takis Würger bei Diogenes, die ebenfalls im Anschluss ihr anstehendes Programm vorstellten. Auch bei C.H. Beck habe ich mich über das kommende Programm ausgetauscht, sowie mich beim Topp Frech Verlag kurz vorstellen dürfen.

Und danach? Danach war für mich die Messezeit zu Ende, die ich mit vielen Eindrücken, tollen Begegnungen und zahlreichen Ideen verlassen konnte. Schwer bepackt ebenso, versteht sich von selbst. Ohne Bücher von solch einer Messe runter, geht ja auch nicht. Die Messe selbst fand ich insgesamt besser organisiert als in den vorherigen Jahren, wobei man die Messe-App einmal knicken kann, die teilweise nicht funktioniert und Dinge falsch und fehlerhaft angezeigt hat. Aber es war, trotz der Öffnung für Besuchende bereits am frühen Freitag, ein Durchkommen möglich (wie gesagt, die Halle New Adult und Romance kann ich nicht beurteilen, da mag es eventuell anders ausgesehen haben). Einzelne Engstellen konnte man durchaus umgehen. Einen Gang weiter sieht die Welt, auch auf der Messe, durchaus anders aus.

Am Samstag ging es dann für mich zurück in die Heimat. Mit der Bahn, die schon vor der Anreise die Zugbindung für die Rückfahrt aufgehoben hatte, aufgrund eines Schienenersatzverkehrs der zuerst zu nutzenden S-Bahn. So konnte ich auch einen ICE früher nehmen und war drei Stunden eher zu Hause als geplant. Einen Großteil des Mich-Sortierens und Auspackens konnte ich daher schon am Samstag übernehmen. Und jetzt? Jetzt folgt wohl der Messe-Blues.

Fotos stammen aus dem Privatarchiv.

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Triff mich auf der BUCHBERLIN 2025!

Am Wochenende des 27. und 28. September 2025 ist es wieder so weit: Über 300 unabhängige Verlage und Selfpublisher treffen in der Arena Berlin auf ihre Leserinnen und Leser. Quer durch die Genres kann da gestöbert werden, egal ob man sich nun für Young oder New Adult interessiert, Science Fiction oder Kinder- und Jugendbücher, aber auch Freunde der Belletristik, des Krimis oder queerer Literatur werden da nicht zu kurz kommen. Neben zahlreichen Ständen, an denen sich mitunter auch mit den Autorinnen und Autoren zahlreicher Werke ausgetauscht werden kann, wartet die BUCHBERLIN 2025 wieder mit Talkrunden und kleinen Leseabschnitten auf, auch interaktive Workshops werden wieder Bestandteil dieses kleinen, aber feinen Bücherfestes sein. Und ich mittendrin.

Wie auch schon auf das Bücherfest am Bebelplatz in Berlin, dem Sommerfest der unabhängigen Verlag am Literarischen Colloqium Berlin, sowie dem ebenfalls dort stattgefundenen Sommerfest, auf dem der Suhrkamp-Verlag seinem 75. Geburtstag gefeiert hatte, nehme ich euch auch diesmal wieder mit. Vor allem auf Instagram könnt ihr meinem Weg entlang der Bücherstände folgen. Einen oder wenn nicht gar beide Tage werde ich auf der BUCHBERLIN 2025 sein und hoffentlich so einige Eindrücke mit euch teilen können.

Weitere Infos und Tickets für die BUCHBERLIN 2025 (für Erwachsene ab 8 Euro, Kinder bis 6 Jahre frei) findet ihr hier.

Die Nachbereitung der Messe und eventuell darauf basierende Rezensionen gibt es dann hier auf dem Blog, wie ihr dies schon von Leipzig und Frankfurt kennt.

Bis dahin, ich hoffe wir sehen uns zwischen Büchertischen und -stapeln, auf der BUCHBERLIN 2025.

Euer findo.

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Leipziger Buchmesse 2025 – Tag 3 & 4

Manchmal sucht man zwischen Instagram-Posts und Messe-App Verlagsstände, die eigentlich da sein müssten, findet sie aber nicht. Gefühlt fünf Mal bin ich die vergangenen Messe-Tage am Stand des Unionverlags vorbeigegangen. Ist halt leicht zu übersehen, wenn die Schriftgröße gefühlt 100 ist :lol: , aber der Verlag inzwischen zu einem anderen Verlag gehört. Gott sei Dank einem meiner großen Lieblingsverlage. C. H. Beck, wo mir von beiden das kommende Programm vorgestellt wurde. Ja, ich freue mich.

Ebenso über Wagenbach, bei denen ich auch vorbeischauen konnte, nachdem ich per Zufall eine Veranstaltung zu Sprache und Übersetzung im audiovisuellen Bereich entdeckt hatte. Da ging es um Untertitel und Synchronisation von Texten. Spannend auch einmal diese Thematik zu erleben. Im Anschluss habe ich beim Europa-Verlag ebenso über künftige Titel mich informieren können und über ein Buch zu einem Programm gegen Rassismus, welches ich wohl als solches, unabhängig von der Rezension, vorstellen werde dürfen.

Volle Messehallen am Wochenende. (Quelle: Privatarchiv)

Beim Mitteldeutschen Verlag endete mein Tag ebenfalls mit einem Treffen wirklich lieber Verlagsmenschen, die taz-Veranstaltung zum Gaza-Krieg dagegen konnte ich gar nicht besuchen. Der Stand dieser Zeitung ist aufgrund guter Programmpunkte immer sehr beliebt, nur leider für das Interesse viel zu klein. Da war einfach kein Herankommen möglich.

Am letzten Messe-Tag machen sich immer die Füße bemerkbar, zudem ist der Kopf bereits voll und so hatte ich mir nur wenige Veranstaltungen notiert, keine „Pflicht-Termine“ mehr. Trotzdem waren da noch einige interessante Verlage zu entdecken, einer zum Beispiel mit den Plan ein technisches Verkaufsportal aufzusetzen, nur für unabhängige kleine Verlage als Gegenentwurf zu Amazon. Vielleicht wird ja was daraus. Ich verfolge das mal.

Eva-Maria Weyer und Verlegerin mit ihrem Roman „Tabakpech“ (Quelle: Privatarchiv)

Auf einer nachfolgenden Lesung „Verschleppt, verbannt, verschwunden“ ging es um Jugendliche, verschleppt in Stalins Lagern und im Anschluss bei einer Lesung von „Tabakpech“ von Eva-Martina Meyer zum ehemals größten Tabakanbaugebiet der Welt. Das lag lange Zeit in Europa. Einer Lesung zu „Emigrant des Lebens – Erich Kästners letzte Jahre“ folgte noch „Wenn Russland gewinnt – Ein Szenario“ von Carlo Masala und damit endete schließlich auch meine Leipziger Buchmesse 2025.

Es war wieder einmal eine tolle Zeit mit vielen Begegnungen und Gesprächen und vor allem auch, mit euch. Bis zum nächsten Mal.

Euer findo

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Die Leipziger Buchmesse 2025 – Tag 2

Der zweite Messetag begann mit einem Kaffee im Pressezentrum und Foto-Bombing. Die große Treppe in der Glashalle muss einmal pro Messe fotografiert werden. So will es das Gesetz. Da kann man schon mal anderen Buchbloggenden in die Quere kommen. Dann ging es zu S. Fischer, wo wir einfach die neuen Blogger-Betreuer kennenlernen wollten und zu einem Foto mit Thomas Mann auch nicht nein sagen konnten.

Die noch stille Treppe (Quelle: Privatarchiv)

Nein, nicht den echten Thomas. Eine Pappfigur und ein Bilderrahmen musste als Foto-Point herhalten. Eine tolle Idee, die jeden Tag für ein anderes Motiv genutzt werden konnte, soweit ich das aus den Augenwinkel sehen konnte. Aber ein Thomas Mann sticht halt vieles.

Dieses Jahr vielleicht nicht Kristine Bilkau, die mit ihrem Roman „Halbinsel“ in der Kategorie Belletristik den Preis der Leipziger Buchmesse gewann. Die erste Veranstaltung war ein Interview mit ihr, dem ich zuhören wollte, in dem aber die Moderatorin mehr gesprochen hat als Frau Bilkau selbst. Fand ich jetzt nicht gerade günstig, aber ich habe Kristine Bilkau am letzten Messetag nochmal in einem anderen Interview sehen dürfen.

Das Buch und die Preisträger der anderen Kategorien habe ich mir übrigens auch nach Hause geholt. Zwei Sachbücher darunter hat man jetzt auch nicht so häufig.

Danach stellte Viktor Remizov seinen Roman „Permafrost“ vor, der drei Familienschicksale in Sibirien verfolgt. Interessant, der Autor ist eigentlich Russe und lebt in Moskau, ist jedoch mit einer Italienerin verheiratet und hat selbst auch einen italienischen Pass, darf deshalb reisen und kann wohl um einiges freier agieren als andere Autoren, somit auch nicht betroffen von den derzeit noch immer aktiven Sanktionen. Finde ich spannend.

Die Moderatorin Julia Finkernagel stellte im Anschluss ihr Sachbuch „Reisefieber“ vor und Fußballer und Weltmeister Christoph Kramer auf einer Bloggerveranstaltung des Verlags seine Coming of Age Geschichte „Das Leben fing im Sommer an„. Er ist super sympathisch, einige Bookstagrammerinnen auf dieser Veranstaltungen waren es nicht. Teeniehafte kindische Fangirlfragen, die einigen von uns nur die Augen verdrehen haben lassen. Aber, alle wie sie wollen.

Auf einer nachfolgenden Lesung hatten die Illustratorin Bea Davis, die ihre Graphic Novel „Super Gau“ über die Katastrophe von Fukushima vorstellen wollte und ihr Moderator mit der Technik zu kämpfen, was aber nicht sonderlich schlimm gewesen ist. Am Stand von Carlsen hat sie viele ihrer Bücher signieren können und in jeder auch etwas hinein gezeichnet. So, dass dieses Motiv aussieht, als wäre es gedruckt und normal zum Buch gehört. Nicht nur ich fand das toll.

Vor dem nach der Messe folgenden Treffen im Pinguin gab es am Stand von Karl Rauch, dem Verlag des Kleinen Prinzen, ein Meet&Greet mit verschiedenen Autoren und Freunden des Verlags. Eine Signatur konnte ich mir von Mattia Insolia und Hanne Orstavik holen und ein paar Projekte und Ideen besprechen. Es sind auch solche Sachen, weswegen ich diese Messen liebe.

In Kürze folgt dann der Messebericht Tag 3.

Euer findo

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Die Leipziger Buchmesse 2025 – Tag 1

Über die Einlass-Schwierigkeiten wurde hier schon berichtet, sie führten jedoch dazu, dass die Messe den Zugang für die darauf folgenden Tage geändert hatte. Man kam dann insgesamt wohl schneller rein, aber dieser eine Tag hat auch zu einigen Frust bei manchen Aussteller geführt. Wer ein Ausstellerticket hatte, konnte durch einen speziellen Eingang. Autoren und Autorinnen, die nur eine Einladung vom Verlag hatten, nicht. Zudem ist es auch ein Ding der Unmöglichkeit, dass der Organisator des Gastlandes Probleme hat, seine Mitarbeiter auf das Gelände zu bekommen. Zur Erklärung, die gelten als Medienagentur, damit als Presse und dürfen damit zumindest theoretisch weniger als Aussteller.

War man dann einmal drin, waren es jedoch durchaus interessante und abwechslungsreiche Messetage. Wenn man an die Stände herankam, was bei der offiziellen Eröffnung des Gastland-Standes sich für mich als unmöglich erweisen sollte. Den hatte ich am Tag zuvor gesehen, als es eine Pressekonferenz gab, zu der ich eingeladen war.

Nach den üblichen Reden, in denen u. a. thematisiert wurde, dass es einen geringfügigen Ausstellerrückgang geben würde, der sich schlicht durch Marktkonzentration erklären lässt, aber man insgesamt mehr Fläche verkauft hatte, wurden wir zum Norwegen-Stand geführt, wo man sich die Messe über unter den Motto „Worte bewegen Welten“ präsentierten wollte.

Das hat auch geklappt, hatte man einmal an diesen durchaus sehr ansprechend schön gestalteten Stand einen Platz ergattern können. Am ersten offiziellen Messe-Tag hatte ich da keine Chance und bin stattdessen bis zur ersten Blogger-Veranstaltung die Stände der unabhängigen Verlage abgegangen, auch mit Unterstützung des Sammelheftes des Schönen Büchernetzwerkes. Sogar einen Schokopinguin gab es. Beim Verlag Pinguletta.

Die erste Blogger-Veranstaltung, zu der ich angemeldet war, richtete Rowohlt aus, die ihr kommendes Programm aber vor allem zwei Bücher und ihre Autorinnen vorstellten. Sarah Lorenz mit ihrem Roman „Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken“ und Susanne Kaiser mit „Riot Girl„. Anschließend ging es, praktisch im gleichen Raum direkt weiter mit Diogenes und Christian Schünemanns Werk „Bis die Sonne scheint„. Auch er beantwortete Fragen und hat anschließend sein Buch für alle Anwesenden signiert.

Bevor es zum ersten Pinguin-Treffen (stadtbekannte Eisdiele und Gaststätte) mit guten Freunden gehen sollte, die man eben nur auf den Buchmessen sieht bin ich noch einige Verlagsstände abgewandert. Edition Nautilus ebenso, wie Mirabilis oder WortArtPress, die mich entweder für Bücher vormerken konnten oder mir welche demnächst zuschicken. We would see.

(v. l. n. r.: Barbara Miklaw, Nick Hillmann, Katia Tangian, Wolfgang Allinger)

So endete dann auch der erste Messetag in Leipzig. Die Berichte zu den weiteren Tagen folgen.

Euer findo.

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Die Leipziger Buchmesse 2025 – Du kommst hier nicht rein …

Nachvollziehbar war die Entscheidung der Messe-Leitung am Vortag des ersten Messetages, die Anzahl der noch zu vergebenen Tickets zum Wohle aller zu begrenzen und die Bitte an die Besucher, doch, wenn möglich, auf die Wochentage auszuweichen. Vorab wurde ebenso positiv in den sozialen Medien wahrgenommen, dass es diesmal ein Arwareness-Team geben würde, zu welchem man hätte gehen können, sollte man sich während der Messe unsicher oder überfordert fühlen, Grenzüberschreitungen oder Belästigungen erleben. Eines war ja von vornherein klar: Die nächsten Tage würden sich Unzählige durch die Messehallen schieben. 296.000 Besucher sollten es am Ende insgesamt sein.

Nicht nur die erlebten jedoch, vor allem am ersten Messetag zu Beginn eine böse Überraschung. Vor der Glashalle, die in den Jahren zuvor als Eingang zu den restlichen Messehallen fungierte, staute sich alles. da diese selbst erst Punkt 10:00 Uhr ihre Tore öffnete, so dass sich davor auf dem gesamten Gelände riesige Warteschlangen bildeten, die sich teilweise vermischten. Wo die Schlange für Ticketinhaber und Ticketkäufer, zwei unterschiedliche, waren, war wohl nicht immer klar. Zudem standen Besuchende teilweise bis zu zwei Stunden vor der Glashalle an, um hineingelassen zu werden. Unverständlich, zudem es nach Corona ja auch funktioniert hatte, selbst mit Taschenkontrollen in den Jahren zuvor schneller ging.

Auch einige Aussteller und Autorinnen und Autoren waren wohl betroffen, so wie an den Ständen teilweise diskutiert wurde. Von beiden Seiten muss es Menschen gegeben haben, die so nicht rechtzeitig zu ihren Veranstaltungen konnten. Nach einem Aufschrei in den sozialen und klassischen Medien änderte die Messe ihr Einlasskonzept zwar für die folgenden Tage, was wohl auch leidlich gut funktioniert hat, aber zumindest das muss nächstes Jahr anders gedacht werden, zumal es, wie bereits erwähnt, ja in den Jahren zuvor funktioniert hatte. Es kann jedoch nicht sein, dass der Hauptorganisator des Gastlandes deshalb Probleme hat, seine Mitarbeitende auf das Messegelände zu bekommen, geschweige denn dass Veranstaltungen für zehn Uhr angesetzt sind, aber nicht stattfinden können, da das Publikum oder daran beteiligte Personen fehlen, was berechtigterweise an einigen Ständen zu etwas Frustration führte.

Auch über die Kommunikation innerhalb des Security-Teams sollte einmal gesprochen werden. Die Presse durfte am ersten Tag einige Minuten eher durch die Hallen gehen, stieß jedoch an den darauf folgenden an ihre Grenzen, da die veränderten Regelungen nicht gerade großflächig, das heißt, direkt im Pressezentrum bekannt gegeben wurden, was zumindest bei mir zu weiteren Unmut geführt hatte, der ich jetzt nicht ständig auf den sozialen Medien unterwegs bin. Ein ausliegendes Informationsblatt auf den Tischen im Pressezentrum oder beim Einlass hätte vollkommen gereicht.

Nichts destotrotz war es eine sonst sehr gelungene Messe mit vielen interessanten Veranstaltungen, Begegnungen und Gesprächen. Über diese vielen positiven Eindrücke werde ich in den nächsten Tagen ausführlich schreiben. Alles Negative sei damit abgehakt.

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Die Leipziger Buchmesse 2025 – Eine Vorschau

Nur noch wenige Tage und es ist wieder so weit: Der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche öffnet seine Pforten auf der Leipziger Messe. Vom 27. bis zum 30. März findet die Leipziger Buchmesse statt, die zusammen mit der Manga-Comic Con und den Veranstaltungen im Rahmen des Programms „Leipzig liest“ im letzten Jahr über 280.000 Besucher begeistern konnte. Damals präsentierte sich eine ganze Gastland-Region, die Niederlande und Flandern, unter dem Motto „Alles außer flach“. In diesem Jahr dürfen wir literarisch in den hohen Norden reisen. „Worte bewegen Welten“ ist der Leitspruch des Gastlandes 2025, Norwegen.

Auch ich werde wieder Messe-Luft atmen dürfen und freue mich schon darauf, euch hinterher darüber berichten zu können. In den letzten Jahren waren dabei nicht nur die Lesungen, Interviews und Podiums-Diskussionen, denen man lauschen durfte, Highlights, sondern immer wieder auch Zufallsbegegnungen, Gespräche zwischen den Ständen. Ob nun mit Lesenden des Blogs, anderen Bloggenden oder an den Verlagsständen und auf Veranstaltungen. Prinzipiell jagd ohnehin auf der Messe ein Highlight das nächste.

Zahlreiche Veranstaltungen habe ich mir notiert, wie etwa bereits am Donnerstag die Eröffnung des Gastlandstandes Norwegen mit Kronprinzessin Mette-Marit oder „Reisefieber“ mit Julia Finkernagel am Stand von MDR Kultur. Wenn ihr auch die Messe besuchen wollt, hier findet ihr das Programm und die App, in der sich Lesungen, Signierstunden und anderes finden lässt, sortiert nach Ort und Datum. Wie ihr zur Messe gelangt, erfahrt ihr hier und den Messeplan könnt ihr hier finden.

Neben den üblichen Verdächtigen, wie Sebastian Fitzek, dessen Signierstunden wie in jedem Jahr auch diesmal sicherlich den Rahmen sprengen werden, empfehle ich euch einen Gang zu den Ständen des Netzwerks „Schöne Bücher„, der unabhängigen Verlage. Dort bekommt ihr nicht nur Lektüre abseits des Mainstreams sondern auch ein Goodie, wenn ihr euch an einer Sticker-Sammelaktion beteiligt. Wie das aussieht, könnt ihr hier nachlesen. Aber auch wer nicht sammelt, dem seien ein Blick auf diese und andere Verlagsstände natürlich empfohlen, von denen wir alle wohl unsere ganz eigenen Favoriten haben. Ob diese nun unter den klassischen Romanen, Mangas, Comics oder Graphic Novels oder Hörbüchern zu finden sind, die dieses Jahr nochmals besonders auf der Messe präsentiert werden oder gar zwischen den Regalen der Antiquariatsmesse und im Bereich Druck-Kunst.

Quelle: Privataufnahme (so viele Menschen)

Manch einer muss jedoch vielleicht den finanziellen Ruin mit einkalkulieren. Im Gegensatz zur Frankfurter Buchmesse, die ohnehin nur an zwei Tagen für die normalen Besucher geöffnet ist, dürft ihr schon ab Donnerstag auf die Leipziger Buchmesse und überall dort auch Bücher kaufen, nicht nur in der Messe-Buchhandlung selbst.

Treffen wir uns also zwischen den Gängen, an den Verlagsständen und stöbern uns gemeinsam durch die Verlagsprogramme. Ich wünsche uns allen viel Spaß in den kommenden Tagen. Und allen, die zu Hause bleiben, viel Spaß dann beim Stöbern in den Blogs, Literaturforum, auf Youtube und den zahlreichen Social Media Kanälen, auf denen hoffentlich ein wenig Messe-Feeling zu euch auf’s heimische Sofa transportiert werden wird. Und sicher das eine oder andere Buch euch auf die Wunschliste wandern lässt.

Euer findo.

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