Kosmos – Wunderwelt des Universums
Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, zumindest im übertragenen Sinne. Über Teile von Europa verdunkelt sich am 12. August 2026 für einige Minuten der Himmel. Besonders in Nordspanien hat man gute Chancen, dann eine totale Sonnenfinsternis zu betrachten, auch über Island führt der schmale Bogen von 300 km Breite, in der man sie betrachten kann. In Mitteleuropa dagegen können wir zumindest eine Teilfinsternis betrachten. Im Süden Deutschlands ist die Verdunklung größer als im Norden. Je nach Standort werden bis zu 90 Prozent der Sonnenscheibe vom Mond bedeckt. Trotzdem bitte diese nur mit entsprechend geeigneter Schutzbrille betrachten.
Am Morgen des gleichen Tages kann man zudem eine Planetenparade beobachten, zudem stehen die Chanccen in den Nächten davor und danach gut, Sternschnuppen zu sehen. Als wäre das nicht genug, zeigt sich am 28. August auch noch eine partielle Mondfinsternis am Himmel. Gründe genug, euch dieses wunderbare Buch vorzustellen und einmal von meinem üblichen Schema etwas abzuweichen.
Wobei natürlich nicht nur deswegen dieses Werk empfehlenswert ist.

Klappentext:
So haben Sie den Weltraum noch nie gesehen!
Reisen Sie vom Asteroidengürtel bis hin zu Weltraumsonden, von der ISS bis zur Oort’schen Wolke, vom Urknall bis zu den Sternenbildern und fast allem dazwischen. Topaktuelle Bilder von Sonden, Teleskopen und Rovern zeigen jeden noch so entfernten Winkel des Universums. (Inhalt lt. Verlag)
Titel: Kosmos – Wunderwelt des Universums
Autor:innenkollektiv: Abigail Beall/Philip Eales (u. a.)
Dorling Kindesley Verlag
Rezensionsexemplar/Sachbuch
Hardcover (Überformat – Coffee Table)
Seiten: 416 (über 760 Fotos und Illustrationen)
ISBN: 978-3-8310-5085-7
Übersetzung: Stephan Matthiesen
Top Notch Literatur im Sachbuchbereich, die zugleich Coffee Table Books präsentieren, das sind die Bücher des Dorling Kindersley Verlags, die Laien auf höchstem Niveau von Geschichte bis zu Naturwissenschaften die unterschiedlichsten Themen präsentieren, immer auf den neuesten Stand der Forschung und von hoher Qualität. Das ist mit der visuellen Enzyklopädie „Kosmos – Wunderwelt des Universums“ nicht anders, präsentiert dort doch ein Team von Fachautorinnen und -autoren die unendlichen Weiten des Weltalls in allen Aspekten, für Laien verständlich aufbereitet, ergänzt um zahlreiches Fotomaterial und fast ebenso vielen grafischen Abbildungen.
Das Buch im Überformat erlaubt uns zunächst einen Blick ins Universum, bevor mehrere große Themenkomplexe eröffnet werden. Unsere Sonne, gefolgt von den inneren Planeten des Sonnensystems ist der erste große Abschnitt, die Gasriesen und äußeren Grenzen des Sonnensystems bilden den zweiten riesigen Themenkomplex, den es zu betrachten gilt. Es folgt unsere Galaxie, die Milchstraße, sowie ein ausführlicher Blick darüber hinaus. zudem wird dem Urknall, den Schöpfungsmythen und der Suche nach Leben ein Abschnitt gewidmet. Leicht verdaubare Texte füllen die Seiten, deren zuweilen großformatige Bilder zum Betrachten und Verweilen einladen. Deren Kompaktheit erlaubt das Nutzen als Nachschlagewerk, ebenso sich darin zu verlieren. Zudem wird die Technik der Weltraumforschung verständlich erklärt, wie auch die Ereignisse und Vorkommnisse um uns herum beleuchtet werden.



Der Blick in den Sternenhimmel, er lohnt sich und das spürt man bei diesem Sachbuch, welches zum Staunen einlädt. Jedwede Thematik wird verständlich beleuchtet. Die Verfassenden holen mit diesem Werk Laien wie Menschen mit Vorkenntnissen gleichermaßen ab. Es mag vielleicht langweilig sein, wenn ich jedem dieser DK-Enzyklopädien mehr als fünf Sterne, die Höchstwertung, geben mag, aber es ist einfach so, dass der Verlag es immer wieder schafft, so auch hier, Maßstäbe zu setzen, die man dann von moderner wissensvermittelnder Literatur erwarten darf. Auch dieses Buch schlägt nämlich den Bogen zwischen den Zielgruppen. Für jüngere Leser im Schulalter ebenso geeignet, wie für Erwachsene. Wann schafft das diese Form von Literatur schon einmal?
Ein Blick ins Buch und man ist verliebt. Und mehr kann man doch nicht verlangen, oder?
Autoren:
Dieses Buch wurde von mehreren geschrieben. Hier sind zwei davon.
Abigail Beall ist Redakteurin für ein Wissenschaftsmagazin und arbeitete vorher als freiberufliche Journalistin, spezialisiert auf Wissenschaft und Technologie. Ihre Artikel erschienen in verschiedenen Fachzeitschriften. 2019 veröffentlichte sie ihr Buch „The Art of Urban Astronomy“, auch für DK übernahm sie bereits verschiedene Aufträge. Die studierte Physikerin und Journalistin arbeitete als Reporterin bei Daily Mail Online und berichtete zudem über die britischen und europäischen Stormmärkte, Energie- und Handelspolitik, sowie über Kraftwerksprojekte.
Philip Eales studierte Physik, planetare Geologie und Fernerkundung am University College London. Er schreibt über Astronomie, Geowissenschaften, Klima und leitet ein Unternehmen für Computergrafik, das sich auf die Visualisierung astronomischer sowie geografischer Daten und Phänomene für Kunden wie die Europäische Weltraumorganisation spezialisiert hat.
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