Joanne K. Rowling: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind – illustrierte Ausgabe

phantastische-tierwesen-und-wo-sie-zu-finden-sind-vierfarbig-illustrierte-schmuckausgabeAutorin: Joanne K. Rowling
Titel: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind – illustrierte Ausgabe
Seiten: 160
ISBN: 978-3-551-55698-1
Verlag: Carlsen

Inhalt:
Das Lehrbuch des britischen Magizoologen Newt Scamanders liegt nun nicht nur Hogwartsschülern, sondern auch Muggeln, in dieser wunderschönen illustrierten Fassung vor. Freigegeben von der magischen Welt werden hier die magischen Wesen ausführlich vorgestellt und klassifiziert, so wie sie Scamander einst erforscht und beschrieben hat.

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Filmblick: Wunder

Titel: Wunder (OT: Wonder)
Schauspieler: Jacob Tremblay, Owen Wilson, Julia Roberts, Noah Jupe u.a.
Regie: Stephen Chbosky
Drehbuch: Stephen Chbosky, Steve Conrad, Jackk Thorne, Raquel J. Palacio
Land: USA
Länge: 113 Minuten
Verleih: Studiocanal

Buchverfilmungen haben es nicht leicht, da sie zumeist von vorn herein verloren haben. Dinge, die im Buch vorkommen, werden herausgestrichen, da der Film sonst Überlänge hätte oder schlicht und einfach nicht so umzusetzen sind, wie Autor und Fans sich das vorstellen. Besonders, wenn die Literaturvorlage ohnehin beliebt ist, hat jede filmische Interpretation schlechte Karten. „Wunder“ allerdings, könnte eines der Jahreshighlights werden, für jeden Kinobesucher und auch sonst.

Zentrale Hauptfigur ist August, von seiner Familie liebevoll Auggie genannt, der aufgrund eines Gendefekts jahrelang zu Hause unterrichtet wurde. Er hat ein entstelltes Gesicht. Erst zahlreiche Operationen ermöglichten ihm ein halbwegs normales Leben.

Jetzt soll er zum ersten Mal eine normale Schule besuchen, der Junge, der am liebsten einen Spielzeug-Astronautenhelm trägt, weil ihn darunter niemand sehen kann. Die Schule stellt ihn jedoch vor der großen Herausforderung, mit anderen Mitschülern sich zu konfrontieren. Mit allen Konsequenzen. Mobbing, Ausgrenzung, aber auch echter Freundschaft und Zusammenhalt. Es wird Auggies größtes Abenteuer werden.

Hervorragend umgesetzt haben Stephen Chbosky als Regisseur und seine Drehbuchautoren die Buchvorlage von Raquel J. Palacio, die sich mit „Wonder“ in die Bestsellerlisten schrieb.

Die tragende Hauptfigur wird gespielt von Jacob Tremblay, der schon in Filmen wie „Raum“ zu begeistern vermochte und hier unter einer zentimeterdicken Maske sein ganzes schauspielerisches Können in die Waagschale wirft, damit mühelos mit den Erwachsenen Julia Roberts und Owen Wilson mithalten kann.

Jacob spielt den Jungen intelligent, sanft, verletzlich und mit einer großartigen Portion Humor. Förmlich merkt man ihn die intensive Beschäftigung im Vorab der Produktion an, die auch den Kontakt mit Kindern umfasste, die diesen seltenen Gendefekt tragen und täglich mit den Konsequenzen leben müssen.

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Junge Nachwuchstalente wie Noah Jupe als Auggies bester Freund oder Izabela Vidovic und andere, komplettieren die Besetzung des Casts, der sich durch die Bank sehen lassen kann.

Bilttechnisch konzentriert sich der Film auf warme Farben, sowohl im Haus von Auggies Familie, welches konsequent als schützenswerter Raum dargestellt wird, als auch auf das Schulhaus, welches Begehen zur ständigen Herausforderung für den Jungen wird. Emotionale Szenen werden reichlich verwendet, um die Zuschauer zu berühren, doch immer wieder aufgelockert, so wie im Buch es immer wieder Hoffnungsschimmer für den Leser gibt. 

Der Film hält sich an die Stärken seiner Vorlage und lässt die Szenen aus der Sicht ihrer Hauptfiguren spielen. Diese Einteilung in Kapitel ist in der filmischen Umsetzung mutig, hier aber notwendig, um dem Stoff gerecht zu werden, der es mit sich bringt, dass man sich mit den Themen noch nach dem Anschauen auseinandersetzen wird.

Es ist ein starkes Highlight gleich zu Beginn des Jahres, welches nur schwer zu toppen ist. Ich behaupte mal, es ist kaum möglich. Nichts ist hier zu wenig, nichts ist hier zu viel. Ein interessanter und wichtiger Film, über Mobbing, Freundschaft und den Mut, man selbst zu sein. Hochwertig und wertvoll für jeden Zuschauer, auch Liebhaber der Buchvorlage werden es mögen.

Zusatz:
Beide Bücher von Raquel J. Palacio wurden, siehe Rezensionsverzeichnis, hier bereits rezensiert.

Peter Schmidt: Ein Kaktus zum Valentinstag

Ein Kaktus zum Valentinstag von Peter Schmidt
Ein Kaktus zum Valentinstag von Peter Schmidt

Autor: Peter Schmidt:
Titel: Der Junge vom Saturn – Wie ein autistisches Kind die Welt sieht
ISBN: 978-3-442-15777-8
Seiten: 315
Verlag: Goldmann

Inhalt:
Ein Autist und die Liebe? Das ist wie ein schwarzer Schimmel. Unmöglich. Doch Dr. Peter schmidt verfolgt seinen Traum von der großen Liebe beharrlich, mit wissenschaftlicher Akribie und ungewöhnlichen Mitteln. (Klappentext)

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Mats Strandberg: Die Überfahrt

u1_978-3-596-29599-9Autor: Mats Strandberg
Titel: Die Überfahrt
Seiten: 507
ISBN: 978-3-596-29599-9
Verlag:Fischer Tor
Übersetzerin:Antje Rieck-Blankenburg

Inhalt:
Die Passagiere an Bord der schwedischen Ostseefähre Baltic Charisma wollen vor allem eins: sich amüsieren, und zwar um jeden Preis. Ob sie nach der Liebe ihres Liebens suchen oder vor den Dämonen ihres Alltags fliehen – die Nacht ist lang, und der Alkohol fließt reichlich.

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Katja Brandis: Woodwalkers – Fremde Wildnis (4)

60199-1_Brandis_Woodwalkers4_überarbeitet.inddAutorin: Katja Brandis
Titel: Woodwalkers – Fremde Wildnis
Seiten: 292
ISBN: 978-3-401-60199-1
Verlag: Arena

Inhalt:
Ein Traum wird wahr! Carag, Holly, Brandon und ihre Freunde reisen zu einem Schüleraustausch nach Costa Rica. Doch hier warten nicht nur liebenswerte Brüllaffen, geheimnisvolle Schnappschildkröten und turbulente Regenwaldausflüge auf die Schüler der Clearwater High.

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Bruno Preisendörfer: Als unser Deutsch erfunden wurde

9783869711263Autor: Bruno Preisendörfer
Titel: Als unser Deutsch erfunden wurde
Seiten: 472
ISBN: 978-3-86971-126-3
Verlag: Galiani Berlin

Inhalt:
Martin Luther hat mit seinen Wirken das Leben und denken, nicht zuletzt das religiöse Denken der Deutschen nachhaltig geprägt. Wie aber lebten der Prediger und seine Zeitgenossen, damals im 16. Jahrhundert?

Wir schauen Handwerkern und Händlern über ihre Schultern, Hans Sachs beim Versemachen und Luthers Frau Katharina bei der Haushaltsführung. Wir erleben Dürer beim Malen und die Fugger beim Wirtschaften.

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Franziska Seyboldt: Rattatatam, mein Herz

Inhalt:
„An guten Tagen wache ich auf und bin eine Schildkröte. Dann spaziere ich bepanzert bis an die Zähne durch die Straßen. Tunnelblick an und los. An schlechten Tagen wache ich auf und bin ein Sieb.

Geräusche, Gerüche, Farben plätschern durch mich hindurch wie Nudelwasser, ihre Stärke bleibt an mir kleben und hinterlässt einen Film, der auch unter der Dusche nicht abgeht. Ich taumele durch den Tag, immer auf der Suche nach etwas, woran ich mich festhalten kann.“ (Klappentext)

Rezension:
Wovor hatten Sie zuletzt Angst? Vor dem kläffenden Nachbarshund, den der Besitzer scheinbar nicht unter Kontrolle hat? Vor der Spinne, die sich gemächlich von der Zimmerdecke direkt vor ihrer Nase abseilt?

Vor zu engen, kleinen Räumen oder davor, vor vielen Menschen eine Rede halten zu müssen? Ängste, Phobien gibt es in den vielfältigsten Formen und Ausprägungen. Nahezu vor allen Dingen kann man Abneigungen entwickeln.

Was aber, wenn die menschliche Antenne, die uns vor Überreaktionen normalerweise schützt, nicht mehr funktioniert? Was, wenn plötzlich unser größter Alptraum überhand und die Angst in unseren Körpern einzieht und nicht mehr loslässt?

Franziska Seyboldt hat über ihre Erfahrungen, ihren Kampf mit ihrer Angst geschrieben. Entstanden ist eine spannende Auseinandersetzung, ein Dialog mit der Psychose und ein Kampf, ein selbstbestimmtes Leben zurück zu gewinnen.

„Rattatatam, mein Herz“, ist kein Ratgeber, soll es auch nicht sein, sondern Seyboldts Weg, ihre Ängste zu bekämpfen. Dies tut sie erfolgreich und beschreibt innere Auseinandersetzungen so amüsant wie möglich, so ernst wie nötig und gibt sich damit der Öffentlichkeit preis, dem Problem ein Gesicht.

Dies ist die Stärke des Erfahrungsberichts, der den steinigen Weg aufzeigt, mit welchen Schwellen Betroffene zu kämpfen haben, welche Rückschläge sie hinnehmen müssen, bis sie erste Erfolge wahrnehmen können.

Es ist ein unscheinbar daherkommendes Schriftstück, welches einen um so größeren Eindruck beim Leser hinterlässt, ohne die Überheblichkeit und Selbstgefälligkeit von Ratgebern zu beinhalten, die die Einfachheit vorgaukeln, einen Weg in ein Leben ohne Ängste zu finden.

Franziska Seyboldt zeigt, warum Ängste zu ihren und unseren Leben gehören, auf welche Probleme sie für sich gestoßen ist und dass Anerkennung gerade dort ist, wo man sich zu seinen Ängsten bekennt und sich anderen mitteilt.

Sie zeigt, warum die Hilfe anderer wichtig sein und dass es mitunter sehr langwierig werden kann, bis sich die Angst selbst entlarvt. Das beeindruckende Portrait einer Frau, die sich lange von ihren Phobien unterkriegen lassen hat, ihre Angst am Ende jedoch besiegt.

Für alle Betroffenen und solchen, die verstehen wollen, eine beeindruckende Lektüre.

Autorin:
Franziska Seyboldt wurde 1984 geboren und studierte nach der Schule Modejournalismus und Medienkommunikation in Hamburg. Seit 2008 lebt und arbeitet sie in Berlin.

Als Autorin und Redakteurin schreibt sie Artikel für die taz und schreibt ihre eigene Kolumne über psychische Erkrankungen. Sie ist Autorin mehrerer Bücher für Kinder und Erwachsene. Dies ist ihr drittes Buch.

Autorin: Franziska Seyboldt
Titel: Rattatatam, mein Herz – Vom Leben mit der Angst
Seiten: 253
ISBN: 978-3-462-05047-9
Verlag: Kiepenheuer & Witsch

Kurzblick: VDSIS – Von der Straße ins Studio

Natürlich ist das ein Buchblog und das wird auch im nun gerade angebrochenen neuen Jahr so bleiben, doch hin und wieder sind Ausblicke über den kulturellen Tellerrand erlaubt und genau dafür gibt es die Kategorie -Kurzblick-.

Hier gehört alles hinein, was nicht mit Büchern, Buchmessen, Lesungen oder gar Reisen zu tun hat. Selbst die haben hier eine, wenn auch sehr vernachlässigte, eigene Rubrik. Unser heutiger Ausflug führt uns in die Musik.

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VDSIS – Von der Straße ins Studio

Es ist so ein Zufallsfund, den ich hier präsentiere. Kennt wahrscheinlich jeder. Man sucht etwas, googlet nach einem bestimmten Thema, liest sich rein und klickt dann hier und dort, landet sichließlich ganz woanders.

Ich zumeist auf Youtube, wo mir dann das eine oder andere Video heraufgespült wird, welches Youtube meint, ich mir unbedingt anschauen muss. Und da ich gerade Zeit hatte, habe ich das tatsächlich getan und diese tolle Entdeckung gemacht.

Das Kürzel VDSIS ist eher unscheinbar, doch präsentiert sich dahinter ein hochspannendes Projekt. Alleine, weil es das gibt, lohnt sich schon die Vorstellung und je mehr man darüber erfährt, um so interessanter wird es.

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Ausgeschrieben bedeutet VDSIS nichts anders als „Von der Straße ins Studio“ und bezeichnet ein Rapp-Projekt für Kinder und Jugendliche, welches 2010 ins Leben gerufen wurde.

Im Rahmen des Vereins SMOG e.V: (wieder so ein Kürzel), Schule machen ohne Gewalt e.V., arbeiten hier Jugendliche in Workshops zusammen, drehen gemeinsam Musik-Videos, nehmen an Auftritten und Studio-Aufnahmen teil. Mitunter mit selbst geschriebenen Texten, unterstützt von deutschen Rappern, Produktionsfirmen und professionellen Agenturen.

Die Texte greifen Themen auf, die Kinder und Jugendliche bewegen und gesellschaftlich mitunter kontrovers diskutiert werden (sollten).

So sollen die Kinder, dass ist das erklärte Ziel, alternative Wege aufgezeigt bekommen, Emotionen zu verarbeiten, sich mitzuteilen und zu präsentieren lernen.

Das Gemeinschaftserlebnis steht dabei im Vordergrund und hat bisher nicht nur zahlreiche Videoclips auf den hauseigenen Youtube-Kanal hervorgebracht, sondern auch mehrere Preise, sowie die notwenidge mediale Aufmerksamkeit, von der solche Projekte leben.

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Ein Rappmusical ist inzwischen ebenso entstanden, wie auch ein Film, der demnächst präsentiert werden soll.

Wenn es so weit ist, wird im Blog natürlich wieder darauf aufmerksam gemacht werden. Versprochen.

Die klangliche und musikalische Qualiät ist, soweit ich das beurteilen kann, sehr hoch, jedoch nicht das Hauptmerkmal, auf das wert gelegt wird.

Das Projekt zeigt jedoch, inzwischen in Deutschland, Schweiz und auch Österreich, was die gemeinsame Arbeit an einem Interesse bewirken kann und kann viel mehr als nur Musik anbieten.

So z.B. Workshops zu verschiedenen Themen, wie etwa das Entwickeln eines Videos von der ersten Idee bis zur Nachbereitung des Endproduktes. Motivationstraining und Selbstreflexion inklusive.

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Ein Projekt ist VDSIS, welches mit seiner Arbeit auch die Integrationsdebatte beeinflusst hat und noch vieles mehr. Auf Homepage und Youtube-Kanal, die ich euch beide hier verlinke, findet ihr noch mehr Informationen und vielleicht stößt es ja bei dem einen oder anderen musikbegabten Kind auf Interesse?

VDSIS beeinflusste mit seinen Beiträgen auch die laufende Integrationsdebatte.

Einfach mal im Bekanntenkreis umschauen. Vielleicht gibt es ja einen kleinen Musiker oder Schauspieler, der sich ausprobieren mag? Bewerbungen und Interessenten werden jedenfalls gerne gesehen.

Mitmachen bei VDSIS:
http://www.vonderstrasseinsstudio.com/talentforderung/

Das Projekt selbst: Von der Straße ins Studio

Euer findo.

Der Beitrag wird unterstützt von VDSIS. Bildentnahmen sind abgesprochen und Eigentum von VDSIS.