Rück- und Ausblick

Monatsrückblick: März 2021

Im Februar hatte ich schon befürchtet, den Schwung vom Beginn des Jahres verloren zu haben und so schaue ich jetzt sehr glücklich auf meinem Stapel gelesener Bücher. Quantitativ war es mit neun Werken ein sehr ergiebiger Monat, auch musste ich keinen qualitativen Totalausfall erdulden. Kein Buch mit weniger als drei Sternen zu bewerten, ist ja auch ganz schön. Der März begann dabei mit einem sehr vielschichtigen, gut recherchierten, nicht einfach zu lesenden Sachbuch. Katajun Amirpurs Khomeini-Biografie hatte ich bereits im Februar begonnen, da ich sie aber Anfang März beendet habe, zähle ich sie hier mit hinein.

Wer nicht gerade umfangreiches Hintergrundwissen zum Islam in all seinen Ausprägungen und Schattierungen besitzt, wird hier beim Lesen Probleme bekommen, wage Geschichtskenntnisse helfen auch nicht unbedingt. So hatte ich mit der Lektüre zu kämpfen, habe aber sehr viel Information und Wissen mitnehmen können. Wenn das ein Werk schafft, bin ich schon zufrieden. Bei Büchern aus dem C.H. Beck Verlag ist das für mich aber ohnehin meist der Fall.

Gleich danach habe ich zwei Bücher gelesen, die mich beide umgehauen haben. Zum einen „Der Sessel“ von Daniel Lee, welcher als Historiker das Ergebnis einer sehr interessanten Rechercheleistung zwischen zwei Buchdeckeln gezeigt hat, zum anderen einen True Crime Roman, der einfach überwältigend war. Christa von Bernuth hat hier den Fall der entführten Ursula Hermann adaptiert, der damals die Bundesrepublik in Atem hielt und daraus eine Geschichte gewoben, die einem nicht mehr so schnell loslässt. Die spannendsten Geschichten schreibt das wahre Leben. Die Autorin hat diese Chance ergriffen und genutzt. Dieser Roman lädt ein zu recherchieren, sich Gedanken zu machen. Man lebt und leidet mit den Protagonisten. Der gekonnte Erzählstil tut sein Übriges und, obwohl man weiß, wer die reale Vorlage kennt, wie’s ausgeht, ist diese Geschichte unbedingt lesenswert.

Christa von Bernuth „Tief in der Erde“
Seiten: 383
Taschenbuch
ISBN: 978-3-442-31573-4
Goldmann Verlag

Wenn schon reale Reisen aktuell eher schwierig und moralisch zweifelhaft sind, so ist das gedankliche Reisen doch noch möglich und so entführten mich die beiden nächsten Bücher einmal nach Norwegen, vor die Tore Oslos und schließlich in die Lagunenstadt Venedig. Das erste Werk ist der Bericht einer Wanderung von Vater und Sohn auf den Spuren eines fast vergessenen Vorfalls in der skandinavischen Bergwelt, das andere der erschütternde Zustandsbericht einer sterbenden Stadt. Petra Reski schreibt so detail- und kenntnisreich über ihr Leben dort und wie Politik und Tourismus sich dess sehr stolzen Venedig bemächtigt haben und langsam zerstören. Ursprünglich wollte ich wenigstens einmal diese Stadt besuchen. Nach der Lektüre bin ich mir nicht mehr so sicher, ob ich diesen Wunsch in die Tat umsetzen sollte, wenn es irgendwann wieder möglich sein wird.

Bücher, die nach der Lektüre eines beeindruckenden Werkes folgen, haben es bei mir generell etwas schwerer, ebenso zu faszinieren und so verwundert es nicht, dass sowohl das Sachbuch von Francoise Conrad „Warum Deutsch bellt und Französisch schnurrt“ als auch das neue Werk des Horror-Großmeisters Stephen King „Später“ einen nicht ganz so bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen haben. Beides Werke, die man mal gelesen haben kann, es jetzt aber auch nicht so ist, dass einem etwas fehlen würde, sollte man nicht dazu kommen. Letzteres empfiehlt sich jedoch, wer nicht unbedingt Fan von Horror-Literatur und noch nicht viel von Stephen King gelesen hat. Etwa 300 Seiten „Später“ sind einfacher zu bewältigen, als 1500 Seiten „Es“. Ersteres mit Motiven, die uns schon in Filmen wie „The sixth sense“ begegnet sind.

Die zuletzt im März untergebrachten Werke haben es mir dann entgültig unmöglich gemacht, am #ComicMärz des lieben Blogger-Kollegen Nico von buchwinkel.de teilzunehmen. Ohnehin wären nur noch ein paar Tage Zeit gewesen, ein passendes Comic oder eine interessante Graphic Novel hatte ich bis dato nicht zur Hand, aber der Kurzroman „Taschen voller Sand“ und vorher die zweite Geschichte aus der Feder Sasha Filipenkos „Der ehemalige Sohn“ haben mich voll und ganz beansprucht.

Sasha Filipenko „Der ehemalige Sohn“
Seiten: 320
Hardcover
ISBN: 978-3-257-07156-6
Diogenes

Gerade das zuletzt genannte Werk hatte es in sich, so dass ich dieses als Monats-Highlight unbedingt hervorheben möchte. Kaum einer der Protagonisten ist sympathisch, sehr negativ und melancholisch die Grundstimmung, aber so faszinierend ist die Beschreibung einer Gesellschaft, die im Wandel begriffen und doch in der Zeit stehengeblieben ist. Ein interessanter und packender Zustandsbericht, war das, den ich da gelesen habe, über das heutige, das damalige Belarus und der Menschen, die dort leben. Von diesem Buch möchte ich einfach, dass es alle lesen, so unscheinbar auch Werke aus dem Diogenes-Verlag zunächst daherkommen.

Hier hat sich jedoch zwischen zwei Buchdeckeln ein kleines Juwel versteckt. Alleine dafür hat sich der März gelohnt.

Monatsrückblick: Februar 2021

„Meine Motivation ist heute winkend an mir vorbeigelaufen.“ Es gibt Tassen und T-Shirts mit diesem Ausspruch. Warum habe ich eigentlich keine? Diesen Monat hätte es gepasst. Den Schwung vom Jahresbeginn konnte ich nicht in den Februar hinein mitnehmen, die sehr stark schwankende Qualität oder eher mein Leseempfinden taten ihr übriges und dazu noch tagelange Kopfschmerzen, die vom ohnehin schon kurzen Monat nocheinmal vier Tage lang Lesezeit wegnahmen. What should we do? Da half es dann auch nicht, die Bloggeraktion des Sachbuchmonats Januar #SachJan21 fortzusetzen, die uns beteiligten BloggerInnen* Spaß gemacht und sehr viele interessante Bücher zur Diskussion gestellt hat, trotzdem möchte ich mich nochmals bei jedem Einzelnen von euch bedanken, für die Teilnahme. Ihr ward toll. Meine Wunschliste ist jetzt wieder etwas länger. Hilft ja nichts. Wiederholung im nächsten Jahr gewünscht?

Ein Sachbuch, welches ich noch im Januar begonnen und dann mit in den neuen Monat genommen hatte, war Volker Reinhardts „Die Macht der Seuchen“, über die Pest im Mittelalter. Nachdem ich schon meinen Nachrichtenkonsum auf das Minimum reduziert habe, für mein Seelenheil, weiß ich nun auch, dass ich keine Bücher zu diesen Themen lesen darf. Sie tun mir einfach im Moment nicht gut, auch wenn die Seuche Pest und nicht Corona heißt. Was habe ich innerlich geflucht, beim Lesen? Nicht über das Fachliche, aber wenn man ständig im Hinterkopf die innere Stimme hört, das Buch doch bitte abzubrechen, sollte man das vielleicht auch tun. Habe ich nicht. Habe es ja angefragt, also dann durchgequält. Sorry an mich.

Vielleicht sollte ich das einmal ändern?

Die Bücher der folgenden Autoren hatten es etwas besser bei mir. Barbara Demicks Buch über die historische Entwicklungen in Tibet anhand von Personen-Biografien war wunderbar zu lesen, wie auch Stephan Orths „Couchsurfing in Saudi-Arabien“. Ich liebe ohnehin solche Berichte als Momentaufnahmen der jeweiligen Situation vor Ort, auch als Anregung, einmal über den eigenen Tellerrand zu schauen und verspüre nun den dringenden Wunsch, ein paar Kamele zu halten. Wer übrigens schauen möchte, wie viel Kamele man für den Freund/die Freundin bekommt, kann das hier tun. Auch, wenn Reisen aktuell nicht möglich sind, wird es zu „Couchsurfing in Saudi-Arabien“ noch etwas auf diesem Blog geben, zusätzlich zur Rezension.

Buchtrailer zu Stephan Orth „Couchsurfing in Saudi-Arabien“ / Piper Verlag.

Ihr dürft gespannt sein.

Die Bücher, die nach sehr guten oder informativen, unterhaltsamen Werken folgen, haben es bei mir eher schwer. Auf den nächsten gelesenen Roman hatte ich mich dennoch gefreut, um so enttäuschter war ich, dass sich dieses „Gesetz der Serie“ bei mir wieder hier bestätigt hat. „Die Kinder hören Pink Floyd“ von Alexander Gorkow haben bei mir einfach keinen Zugang gefunden. Im Gegensatz zu Björn Stephans Roman „Nur vom Weltraum aus ist die Erde blau“, der mich richtig tief hinein in die Geschichte hat eintauchen lassen. Beides sind Coming of Age Romane, beide fußen auf guten Grundideen und haben sympathische Protagonisten. Manchmal sind jedoch der Erzählstil und die Sprache ausschlaggebend. Vielleicht waren bei ersterem aber auch die Kopfschmerzen, ich erwähnte sie, stärker?

Zuletzt sah ich Grün. Hermann J. Roth hatte mich in die vielfältige Welt einer faszinierenden Farbe entführt und mit diesem Werk einen weiteren Grund geliefert, den Dudenverlag mehr Beachtung zu schenken. Wie toll bitte sind Bücher aus diesem Verlag, abgesehen natürlich vom SchülerInnen quälenden Standardwerk? Wenn jetzt noch in der gleichen Machart Bücher zu den Farben Rot, Blau und Gelb erscheinen würden, wäre das großartig. Wobei, gelbe Schrift auf weißen Grund macht sich wahrscheinlich schwierig, oder?

Der Stapel ungelesener Bücher ist währenddessen gewachsen, aber das macht nichts, da ich im nächsten Monat ein paar Tage Urlaub haben werde und da sicher auch das eine oder andere Mal mehr zum Lesen kommen werde. Zudem wird Nico von buchwinkel.de mit dem ComicMärz sicher Anregungen genug bieten. Auch ich weiß schon ungefähr, was mein Beitrag dazu werden könnte. Bis dahin.

Euer findo.

Monatsrückblick: Januar 2021

Die letzte Woche des ersten Monats im Jahr 2021 endete mit der traurigen, aber erwarteten Nachricht, dass wir auch in diesem Jahr auf die Leipziger Buchmesse verzichten müssen. Aus bekannten und verständlichen Gründen. Nun ja, Bücher trösten uns hoffentlich über diese Zeit hinweg. Wenn es so weitergeht, wie bisher mit den gelesenen, bin ich da einmal vorsichtig optimistisch. Quantitativ war es ein guter Jahresauftakt.

Zehn Werke sind es insgesamt geworden. Davon habe ich sieben von Verlagen und literarischen Agenturen zur Besprechung bekommen. Da ich meinen Lesegeschmack ganz gut kenne, war unter den gelesenen Büchern kein Totalausfall dabei. Ist ja auch einmal ganz schön. Die Sachbücher habe ich zudem im Rahmen des Sachbuchmonats Januar #SachJan21 gelesen. Meinen Mitstreitern und mir hat es Spaß gemacht. Wiederholung ist mal sicher.

Los ging es jedoch nicht mit Text, sondern mit einem faszinierenden Bildband über die wohl bis dato größte Polarexpedition der modernen Wissenschaftsgeschichte, die das Forschungsschiff Polarstern und ihre Besatzung ins ewige Eis führte. Einfrieren lassen wollte man sich, an einer Scholle gebunden Richtung Pol treiben lassen und Klimaforschung betreiben. Wie funktioniert die Wetterküche der Erde eigentlich genau? Das herauszufinden, war eine der zahlreichen Fragen, die sich die WissenschaftlerInnen stellten. Die Fotografin Esther Horvath hat das alles bei zweistelligen Minusgraden in beeindruckenden Bildern festgehalten. Leider sind solche Bildbände nicht gerade günstig. Wer die Gelegenheit bekommen sollte, sich diesen zur Hand zu nehmen, soll dies bitte unbedingt tun.

Esther Horvath „Expedition Arktis„, erschienen bei Prestel.

Mit „Kalmann“ von Joachim B. Schmidt, blieb ich in kalte Gefilde, jedoch etwas näher an der Zivilisation dran. Dieser Island-Roman wartet mit einem nicht ganz so einfachen Protagonisten auf, dessen Geschichte ruhig erzählt wird und sich zu einem spannenden Krimi entwickelt. Streckenweise muss man beim Lesen mit sich selbst sehr geduldig sein, auch den Figuren gegenüber, dann funktioniert der Roman jedoch, wenn auch mit Abstrichen. Die Geschichte wird nicht bei allen LeserInnen funktionieren.

Danach habe ich zwei Reiseberichte gelesen. Der eine war real und führte entlang der Strecke der Transsibirischen Eisenbahn bis hin zum Baikalsee, der andere fiktional zu einer Schweiz in den afghanischen Bergen, einem Indianerstamm, der einen geschassten ehemaligen US-Präsidenten anbetet und zu einem sozialistischen Utopia inmitten von Sibirien. Hannes Stein hatte da ein paar richtig gute Einfälle, die diesen Roman sehr lesenswert machen und für ein paar humorvolle Stunden sorgen.

In diesem Roman war schon wieder eine Geschichte enthalten, die in extremer Kälte spielte oder zumindest in einer dazu bestimmten Region, und so schaute ich mit Edward Brooke-Hitching in den Himmel und wanderte mit Frauke Bolten-Boshammer nach Australien aus. Ohnehin eines meiner Sehnsuchtsziele, die ich gerne einmal bereisen möchte. Beides, sowohl die kleine astronomische Geschichtsstunde als auch die beeindruckende Biografie einer starken Frau kann ich nur empfehlen, zu lesen, genau so von Volha Hapeyeva „Camel Travel“. Diese kleine Novelle, über die ich noch nicht viel sagen kann, da Sperrfrist des Verlags, kann auch ganz gut gelesen werden. Zu gegebener Zeit wird es auch dazu eine Rezension geben, wie auch zum zuletzt gelesenen Krimi des Autoren-Duos Schwiecker/Tsokos „Die 7. Zeugin“. Dazu werde ich wohl heute Abend die Rezension schreiben.

Mit Jens Mühling ging es dann einmal quar durch russische Gefilde. „Mein russisches Abenteuer„, ist ein packeender Reisebericht, der noch vor dem Ukraine-Konflikt entstand und so dem Autoren einen einfacheren Zugang zu den Menschen gegeben hat, als dies in der Recherche für seine späteren Bücher der Fall war. Eines davon, „Schwere See – Eine Reise rund ums Schwarze Meer“, liegt hier schon bereit. Ich hoffe jetzt einfach einmal, ich komme in diesem Leben noch dazu, das auch zu lesen.

Jens Mühling „Mein russisches Abenteuer„, erschienen bei Dumont Reiseverlag.

Auch an mir gingen die politischen Geschehnisse in den USA nicht ganz unbemerkt vorbei, so dass ich „Versprich es mir„, von Joe Biden, den nun neuen US-Präsidenten mir zu Gemüte geführt habe. Übrigens als E-Book, was bei mir immernoch einen gewissen Seltenheitswert hat. Ich bevorzuge das gedruckte Buch. Der Platzmangel wird dies jedoch irgendwann einmal sicherlich in die andere Richtung drehen.

Es war ein beeindruckender Monat mit vielen interessanten Werken, zu denen ich großteils die Rezensionen schon veröffentlicht habe. Ein paar wenige müssen noch bis zum Erscheinungstermin der Bücher warten. So einen richtigen Ausfall gab es nicht, zumal ich bei Sachbüchern ja eh kaum etwas falsch machen kann. Wenn es also in dieser Form im Februar weitergehen sollte, hätte ich persönlich jetzt nichts dagegen.

Euer findo.

2020 – written by Stephen King, directed by Quentin Tarantino

Zumindest aus literarischer Sicht war es nicht ganz so schlimm, wie dieser Schriftzug aus den sozialen Medien suggeriert, wenn ich auch im Alltag gerne gefragt worden wäre, ob ich in einem solchen Szenario gerne mitspielen wollen würde. Aber, welches Virus macht das schon? Dankbar bin ich, dass es bisher in meinem Umfeld niemanden direkt getroffen hat. Das soll bitte so bleiben. Beruflich musste ich mich zwar neu orientieren, bisher kann ich jedoch nicht klagen. Das ist viel mehr, als bei anderen, die an 2020 noch mehr zu knappern haben, trotzdem bin ich dankbar für ein paar Konstanten, die geblieben sind. Dazu gehört seit über vier Jahren mein Blog, in dem ich über das schreibe, was ich gelesen habe, mit dem einen oder anderen Blick über den Tellerrand hinaus.

Auch in diesem Jahr habe ich viele gute Bücher gelesen und nur ganz wenige Flops verzeichnen müssen. Inzwischen kenne ich meinen Lesegeschmack ganz gut und kann zumindest erahnen, was nicht ganz abwegig werden wird. Nur einmal musste ich in diesem Jahr das Lesen abbrechen. Für mich eine Neuerung, der ich sonst den Anspruch habe, alles zu beenden, was ich begonnen habe. Das gilt ganz besonders für Literatur. Es lag in diesem Fall nicht einmal an der erzählten Geschichte, alleine habe ich gemerkt, dass bestimmte literarische Formen trotz wiederholter Versuche, einfach nichts für mich sind, andere dafür um so besser funktionieren.

Um die 80 Bücher habe ich dieses Jahr gelesen, etwas langsamer im Tempo, jedoch auch konzentrierter als in den vergangenen Jahren. Zwei Drittel waren davon Rezensionsexemplare, die anderen habe ich geschenkt bekommen, als Dauerleihgabe oder mir selbst gekauft. Mein SuB, der Stapel ungelesener Bücher, ist die meiste Zeit gewachsen und dürfte nun fast dreistellig sein. Im nächsten Jahr möchte ich daran arbeiten. Ich habe daher weniger bei Verlagen und literarischen Agenturen angefragt als bisher. Mal schauen, ob das dann auch so funktioniert.

Der Großteil meiner gelesenen Bücher macht das Genre Sachbuch aus, wozu ich Biografien, Werke über Geschichte, Erfahrungs- und Reiseberichte zähle, kuriose Sammlungen. Danach folgen Romane, Krimis und Thriller, zu einem ganz kleinen Teil Kinder- und Jugendbücher, Graphic Novels und Mangas. Ganz wenig kam hier nicht zur Sprache, über das allermeist Gelesene habe ich jedoch geschrieben. Auch Beiträge zu Challenges, wie die von Nico vom Buchwinkel haben Impulse gegeben, sowie meine eigene Weltreise-Challenge. Bei ersteren werde ich im nächsten Jahr wieder mitmischen, meine eigenenen mir gestellten Aufgaben, zu denen ich euch herzlich einlade, werde ich ebenso verfolgen. 2020 habe ich das alles hinbekommen. Bin einmal ganz optimistisch, dass das auch im nächsten Jahr klappt, zudem gleich zu Beginn des Jahres meine Aktion des Sachbuch-Monats Januar startetn soll, in der das Sachbuch im Fokus steht.

Jetzt aber zu den wirklich wichtigen Dingen, hier sind meine Top 10 der gelesenen Bücher 2020. Wenn auch mir so etwas immer schwerfällt, zusammen zu stellen.

Daran gibt es nichts zu rütteln.
Jasmin Schreibers „Marianengraben“, erschienen bei eichborn, ist das absolute Lesehighlight für mich unter den Romanen gewesen.
Thomas Reinertsen Bergs „Auf einem Blatt die ganze Welt“, erschienen bei dtv, ist das Gegenstück dazu im Bereich Sachbuch.
"Pandatage" von James Gould-Bourn, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, ist in jedem Fall lesenswert.
Der Rest der Werke erfolgt ohne Rangfolge, da ich noch viel mehr empfehlenswerte Bücher hätte nennen können.
Erschienen ist "Das Licht der frühen Jahre" bei ullstein.
Erri de Luca hat mich durch seine ruhige Erzählweise und die schöne Sprache beeindruckt.
Jens Steiner "Ameisen unterm Brennglas", erschienen bei Arche.
Auch die Schweizer können einfühlsam erzählen.
Adele Brand über "Füchse - Unsere wilden Nachbarn", erschienen bei C.H. Beck.
Ein Sachbuch über mein Lieblingstier kann ich nicht unerwähnt lassen.
Stephen King "Das Institut", erschienen bei Heyne.
Damit sind wir wieder beim Großmeister des Horrors.
Der Roman "Das Museum der Welt", erschienen bei dtv.
Christopher Kloeble entführte mich nach Indien.
Aimee Carter "Der Fluch des Phönix", erschienen bei Oetinger.
Jugendbücher waren nicht ganz so zahlreich, hier aber einmal eines mit einem berührenden Protagonisten.
Wiebke von Carolsfeld lebt dort, arbeitete früher jedoch bei Kiepenheuer & Witsch, wo dieses Jahr ihr Roman erschien.
Kanada war das Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse, die nur in einem eng begrenzten Rahmen stattfinden konnte.

Wie geschrieben, ich hätte noch viel mehr lesenswerte Bücher nennen können, aber wir wollen es einmal bei den genannten belassen.

Was bleibt? Die Hoffnung auf ein besseres kommendes Jahr und auf genau so interessanten und vielfältigen Lesestoff, auf aufregende Challenges und lesenswerte Neuerscheinungen, abwechslungsreichen und spannenden Aktionen, auf Treffen und Messen (Drückt die Daumen.).

Ich danke nochmals allen Verlagsmenschen und literarischen Agenturen, allen BloggerInnen und Booktubern, den AutorInnnen der gelesenen und noch zu lesenden Bücher.

Vor allem aber danke ich euch, die ihr lest, was ich schreibe, mich in den sozialen Medien verfolgt, euch mit mir austauscht oder unterstützt, Schnellschreib- und andere Fehler ertragt. Ihr seid klasse. Schlagen wir mit 2021 ein neues Kapitel auf.

Viele Grüße,

Euer findo.