2020 – written by Stephen King, directed by Quentin Tarantino

Zumindest aus literarischer Sicht war es nicht ganz so schlimm, wie dieser Schriftzug aus den sozialen Medien suggeriert, wenn ich auch im Alltag gerne gefragt worden wäre, ob ich in einem solchen Szenario gerne mitspielen wollen würde. Aber, welches Virus macht das schon? Dankbar bin ich, dass es bisher in meinem Umfeld niemanden direkt getroffen hat. Das soll bitte so bleiben. Beruflich musste ich mich zwar neu orientieren, bisher kann ich jedoch nicht klagen. Das ist viel mehr, als bei anderen, die an 2020 noch mehr zu knappern haben, trotzdem bin ich dankbar für ein paar Konstanten, die geblieben sind. Dazu gehört seit über vier Jahren mein Blog, in dem ich über das schreibe, was ich gelesen habe, mit dem einen oder anderen Blick über den Tellerrand hinaus.

Auch in diesem Jahr habe ich viele gute Bücher gelesen und nur ganz wenige Flops verzeichnen müssen. Inzwischen kenne ich meinen Lesegeschmack ganz gut und kann zumindest erahnen, was nicht ganz abwegig werden wird. Nur einmal musste ich in diesem Jahr das Lesen abbrechen. Für mich eine Neuerung, der ich sonst den Anspruch habe, alles zu beenden, was ich begonnen habe. Das gilt ganz besonders für Literatur. Es lag in diesem Fall nicht einmal an der erzählten Geschichte, alleine habe ich gemerkt, dass bestimmte literarische Formen trotz wiederholter Versuche, einfach nichts für mich sind, andere dafür um so besser funktionieren.

Um die 80 Bücher habe ich dieses Jahr gelesen, etwas langsamer im Tempo, jedoch auch konzentrierter als in den vergangenen Jahren. Zwei Drittel waren davon Rezensionsexemplare, die anderen habe ich geschenkt bekommen, als Dauerleihgabe oder mir selbst gekauft. Mein SuB, der Stapel ungelesener Bücher, ist die meiste Zeit gewachsen und dürfte nun fast dreistellig sein. Im nächsten Jahr möchte ich daran arbeiten. Ich habe daher weniger bei Verlagen und literarischen Agenturen angefragt als bisher. Mal schauen, ob das dann auch so funktioniert.

Der Großteil meiner gelesenen Bücher macht das Genre Sachbuch aus, wozu ich Biografien, Werke über Geschichte, Erfahrungs- und Reiseberichte zähle, kuriose Sammlungen. Danach folgen Romane, Krimis und Thriller, zu einem ganz kleinen Teil Kinder- und Jugendbücher, Graphic Novels und Mangas. Ganz wenig kam hier nicht zur Sprache, über das allermeist Gelesene habe ich jedoch geschrieben. Auch Beiträge zu Challenges, wie die von Nico vom Buchwinkel haben Impulse gegeben, sowie meine eigene Weltreise-Challenge. Bei ersteren werde ich im nächsten Jahr wieder mitmischen, meine eigenenen mir gestellten Aufgaben, zu denen ich euch herzlich einlade, werde ich ebenso verfolgen. 2020 habe ich das alles hinbekommen. Bin einmal ganz optimistisch, dass das auch im nächsten Jahr klappt, zudem gleich zu Beginn des Jahres meine Aktion des Sachbuch-Monats Januar startetn soll, in der das Sachbuch im Fokus steht.

Jetzt aber zu den wirklich wichtigen Dingen, hier sind meine Top 10 der gelesenen Bücher 2020. Wenn auch mir so etwas immer schwerfällt, zusammen zu stellen.

Daran gibt es nichts zu rütteln.
Jasmin Schreibers „Marianengraben“, erschienen bei eichborn, ist das absolute Lesehighlight für mich unter den Romanen gewesen.
Thomas Reinertsen Bergs „Auf einem Blatt die ganze Welt“, erschienen bei dtv, ist das Gegenstück dazu im Bereich Sachbuch.
"Pandatage" von James Gould-Bourn, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, ist in jedem Fall lesenswert.
Der Rest der Werke erfolgt ohne Rangfolge, da ich noch viel mehr empfehlenswerte Bücher hätte nennen können.
Erschienen ist "Das Licht der frühen Jahre" bei ullstein.
Erri de Luca hat mich durch seine ruhige Erzählweise und die schöne Sprache beeindruckt.
Jens Steiner "Ameisen unterm Brennglas", erschienen bei Arche.
Auch die Schweizer können einfühlsam erzählen.
Adele Brand über "Füchse - Unsere wilden Nachbarn", erschienen bei C.H. Beck.
Ein Sachbuch über mein Lieblingstier kann ich nicht unerwähnt lassen.
Stephen King "Das Institut", erschienen bei Heyne.
Damit sind wir wieder beim Großmeister des Horrors.
Der Roman "Das Museum der Welt", erschienen bei dtv.
Christopher Kloeble entführte mich nach Indien.
Aimee Carter "Der Fluch des Phönix", erschienen bei Oetinger.
Jugendbücher waren nicht ganz so zahlreich, hier aber einmal eines mit einem berührenden Protagonisten.
Wiebke von Carolsfeld lebt dort, arbeitete früher jedoch bei Kiepenheuer & Witsch, wo dieses Jahr ihr Roman erschien.
Kanada war das Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse, die nur in einem eng begrenzten Rahmen stattfinden konnte.

Wie geschrieben, ich hätte noch viel mehr lesenswerte Bücher nennen können, aber wir wollen es einmal bei den genannten belassen.

Was bleibt? Die Hoffnung auf ein besseres kommendes Jahr und auf genau so interessanten und vielfältigen Lesestoff, auf aufregende Challenges und lesenswerte Neuerscheinungen, abwechslungsreichen und spannenden Aktionen, auf Treffen und Messen (Drückt die Daumen.).

Ich danke nochmals allen Verlagsmenschen und literarischen Agenturen, allen BloggerInnen und Booktubern, den AutorInnnen der gelesenen und noch zu lesenden Bücher.

Vor allem aber danke ich euch, die ihr lest, was ich schreibe, mich in den sozialen Medien verfolgt, euch mit mir austauscht oder unterstützt, Schnellschreib- und andere Fehler ertragt. Ihr seid klasse. Schlagen wir mit 2021 ein neues Kapitel auf.

Viele Grüße,

Euer findo.

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