Kurzblick: #ComicMärz 2020

Nico vom Blog Buchwinkel rief die Literaturblogger zum #ComicMärz zusammen. Klar, dass auch ich mich gerne daran beteilige.

In meinen Beitrag möchte ich dies gerne auf Zeichentrick, sozusagen den bewegten Comic, erweitern und stelle ein wahrhaft europäisches Projekt vor. Die Zeichentrickserie „Als die Tiere den Wald verließen“.

Als die Tiere den Wald verließen

Theme-Song „Gib niemals auf!“

Als der 1943 in Groß-Britannien geborene Schriftsteller Colin Dann seinen ersten Roman veröffentlichte, ahnte er nicht, dass daraus einmal ein wahrhaft eurropäisches Gemeinschaftsprojekt werden würde, welches Kinder über Landesgrenzen hinweg begeistern, faszinieren und zum Nachdenken anregen sollte.

Heute sind die Themen seiner Bücher, die darauf basierende Fernsehserie aktueller denn je. Zeit, sie einmal wieder hervorzuholen.

Colin dann arbeitete eigentlich bei einem britischen Verlag, veröffentlichte jedoch 1980 selbst einen Roman mit dem Titel „Als die Tiere den Wald verließen“, in denen Themen wie die Zerstörung der Natur, Vertreibung von Tieren, Umweltverschmutzung, Tod und Liebe behandelt wurden.

Das alles in Romanform und ohne den geschönten Blick einer rosaroten Brille. Dieser Schriftsteller nahm, wie es Astrid Lindgren in Schweden tat, seine kleinen Leser und Leserinnen Ernst.

Die Geschichte an sich ist schnell erzählt. Der Wald, in dem die verschiedensten Tiere leben, muss den Menschen weichen. Zugunsten einer Wohnsiedlung. Der Teich wird zugeschüttet, Nester und Höhlen werden zerstört, der Bach verkommt zu einem schlammigen Rinnsal. Die Tiere kämpfen mehr und mehr ums Überleben. Guter Rat ist teuer.

Im Bau des Dachses versammeln sich die Tiere vom ängstlichen Kaninchen, der gerissenen Kreuzotter, bishin zum schlauen Fuch und beraten, was tun? Alleine die Kröte weiß Rat.

Colin Dann „Als die Tiere den Wald verließen“
Verlag: Beltz-Gulliver; Taschenbuch mit 368 Seiten.
ISBN: 978-3-4077-4395-4

Auf ihren Reisen ist sie einst an einem Naturschutzgebiet vorbeigekommen, wo Tiere unbehelligt von den Menschen, ja sogar von ihnen geschützt, leben können. Doch, der Weg dorthin ist weit und gefährlich. Soll man es also wagen?

Der Entschluss fällt nach einiger Diskussion und einem Schwur. Der -Eid zum gegenseitigen Schutz- soll die kleineren Tiere davor bewahren, von den Fleischfressern, nun ja, eben gefressen zu werden. So macht sich die bunt zusammengewürfelte Gruppe auf, ihren Wald Richtung Naturschutzgebiet zu verlassen.

Reihenfolge der Bücher von Colin Dann

Band 1 – Als die Tiere den Wald verließen

Band 2 – Was die Tiere im Park erlebten

Band 3 – Wie die Tiere das Fürchten lernten

Band 4 – Als die Tiere ums Überleben kämpften

Band 5 (Prequel) – Wo die Tiere zu Hause waren

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Nicht alle werden die Reise überleben. Viele Gefahren fordern unterwegs ihren Tribut. Doch, das gemeinsame Ziel schweißt zusammen.

Es ist diese Geschichte über Hilfsbereitschaft, Freundschaft und Zusammenhalt, die mich als kleinen Jungen fasziniert hat, ebenso, dass Themen wie Liebe und Tod nicht ausgespart blieben. Der erste Wälzer, den ich gelesen hatte, zeitgleich die erste Zeichentrickserie, die ich mir bewusst angeschaut hatte. Die lief nämlich ab 1993 in der ARD.

Und war ein wirkliches Gemeinschaftsprojekt der EBU, die sich ansonsten für u.a. den Eurovision Song Contest auszeichnet. Unzählige Fernsehanstalten beteiligten sich unter Federführung der BBC und des WDR an der Umsetzung. Liebevoll im Zeichentrickstil animiert. Weit weg waren noch die Zeiten, in denen 3D-Animationen alltäglich wurden.

Quelle: PIDAX-Film

Naturgetreu und liebevoll bis ins Detail flimmerte die Serie über die Fernsehbildschirme in die Wohnzimmer. Zeitweise begleitet von einer Heftreihe, die jedoch nicht so lange überlebte, wie die Serie selbst, die sich im späteren Verlauf lose an den Folgebänden von Colin Dann orientieren sollte.

Realistisch der Zeichnstil, wenn auch mit zunehmenden Staffeln, es gab derer insgesamt drei, teilweise aus Foten Finger wurden, was man besonders an den Wieseln sehen konnte.

Zu loben ist hierbei jedoch die Synchronisationsarbeit. Große Namen wie Martin Semmelrogge etwa, leihten den Tieren ihre Stimmen. hnlichen Aufwand betrieb man auch in den anderen beteiligten Ländern.

Staffel 1 von 3, allesamt auf DVD veröffentlicht.

Die Romane gibt es, bis auf den ersten, der inzwischen neu aufgelegt wurde, bisweilen nur mehr antiquarisch zu erwerben. Die Serie ist immerhin komplett auf DVD erhältlich. Beides lohnt sich. Gerade heute, wo Themen wie Klima- und Umweltschutz, Tierwohl, in aller Munde sind.

Die Serie ist zu Weilen grausam, die Natur ist es ja auch. Friede, Freude, Eierkuchen sind weit davon entfernt. Vielmehr bemühten sich die Macher um ein realistisches Bild (wenn man einmal vom Zusammenhalt über Tierartgrenzen hinweg absieht) und Romannähe, was zu honorieren ist.

Und für spannende Familiennachmittage zu empfehlen.

Viveca Sten: Mörderisches Ufer

Mörderisches Ufer Book Cover
Mörderisches Ufer Thomas-Andreasson-Reihe (8) Kriminalroman Kiepenheuer & Witsch Taschenbuch Seiten: 454 ISBN: 978-3-462-05190-2

Inhalt:

Jeden Sommer kommen Hunderte Kinder ins Segelcamp nach Lökholmen, der kleinen Insel gegenüber von Sandhamn, und verbringen dort ihre Ferien. Doch nicht alle, die am Camp teilnehmen, können ihre Zeit dort genießen, denn einige Kinder werden gemobbt und leiden unter den Gemeinheiten der anderen. Als eines von inen plötzlich verschwindet, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit… (Klappentext)

Einordnung: Dies ist der achte Band der Thomas-Andreasson-Reihe.

Rezension:

Skandinavische Krimis kennzeichnen sich allzuoft durch Melancholie, die sich wie Mehltau durch die Bücher zieht, schönen Landschaftsbeschreibungen, aber gescheiterten Existenzen, denen man die Ermittlerrolle nur mit großem Wohlwollen abnehmen kann.

Nur hin und wieder sticht ein Fall, eine Geschichte oder gar eine Reihe wohltuend heraus und setzt ein Zeichen gegenüber dem Einerlei dieses sehr eigenen Genres. In diesem Sinne entführt Viveca Sten ihre Leser wieder einmal nach Lökholmen und Sandhamn, jener ländlichen idylle Schwedens, die tief im Inneren ihre Schattenseiten verbirgt. Zumindest, wenn man der feder der Autorin folgt.

Ein Handlungsstrang verfolgt den Weg des kleinen elfjährigen Benjamin, der gegen seinen Willen in ein Segelcamp auf der Schäreninsel verfrachtet wird und dort schnell das Ziel von älteren Jugendlichen wird, die in ihm das ideale Mobbingopfer sehen.

Ein parallel geführter Erzählstrang verfolgt ein, mit diesem Protagonisten lose verbundenen Gerichtsprozess, ein anderer dritter ist der verbindende Klebstoff zwischen den Zeilen.

Dies führt bei manchen Autoren dazu, dass sie sich verlieren und es nicht schaffen, eine vernünftige Lösung zur zusammenführung zu schreiben, doch mit Hilfe eines kontinuierlichen Spannungsaufbaus, der wellenförmig mal die eine Handlung hervorhebt, dann wieder andere Protagonisten fordert, schafft es die Autorin, was nur bei wenig Krimis so überzeugend gelingt.

Dies, in einer vergleichsweise ruhigen und fast unbrutalen schreib- und Erzählweise, die einem dennoch einen kalten Schauer über den Rücken laufen lässt. Nicht umsonst wurde diese Geschichte, wie auch schon mehrere andere der Reihe, bereits für eine Miniserie verfilmt.

Man kann diesen Krimi ohne Kenntnis der Vorgängerbände lesen, sei jedoch gewarnt, wenn man den Trigger Kindesentführung vermeiden möchte. zwar gibt es gewalttätigere Geschichten in diesem Genre, jedoch selten so gut erzählt. Die Perspektivwechsel folgen logisch in kurzweiligen Kapiteln, die jeweils einem Protagonisten folgen, ohne unter den bereits erwähnten Krimi-Mehltau zu ersticken.

Der Handlungsstrang um die Mobber wurde zu Gunsten der Entführung und den entsprechenden Folgen wahrscheinlich vom Lektorat zusammengekürzt, doch liegt es nicht in der Natur der sache, dass man im Alltag einzelne Aspekte verfolgt und andere aus den Augen verliert? In diesem Sinne ist es dennoch ein gut abgerundeter Kriminalroman, der es sich zu lesen lohnt.

Autorin:

Viveca Sten wurde 1959 in Stockhilm, Schweden, geboren und ist eine skandinavische Schriftstellerin und Juristin. Nach der Schule entschied sie sich für ein Jura-Studium und arbeitete als Chefjuristin für die schwedische und dänische Post.

Nachdem sie mehrfach Fachliteratur und entsprechende Aufsätze publiziert hatte, veröffentlichte sie 2008 ihren ersten Kriminalroman, aus dem inzwischen eine mehrbändige Reihe geworden ist. Die Reihe wurde als Miniserie für’s Fernsehen verfilmt. Die Autorin verbringt mit ihrer Familie die Sommer weitestgehend in Sandhamn, Haupthandlungsort ihrer Bücher und lebt mit ihrer Familie bei Stockholm.

Sebastian Fitzek: Der Insasse

Inhalt:
Um die Wahrheit zu finden, muss er seinen Verstand verlieren. Der Insasse. Vor einem Jahr verschwand der kleine Max Berkhoff. Nur der täter weiß, was mit ihm geschah. Doch der sitzt im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie und und schweigt. Max‘ Vater bleibt nur ein Weg, um endlich Gewissheit zu haben. Er muss selbst zum Insassen werden. (Klappentext)

Rezension:
Vorweg, zählt eure Kinder noch einmal durch.

Es ist der wohl schrecklichste Zustand für Eltern, zu wissen, dass ihr Kind höchstwahrscheinlich nicht mehr am Leben ist und dennoch keine endgültige Gewissheit zu haben. Till Berkhoff lebt genau in einem solchen und will sich dieses Wissen verschaffen. Doch der, der ihm verraten könnte, was mit Max, seinem kleinen Sohn, geschehen ist, sitzt in der geschlossenen Abteilung einer Berliner Psychiatrie und schweigt.

Wie also mehr erfahren? Till Berkhoff fast einen geradezu absurden Plan. Er will sich in die Anstalt einschleußen lassen, was auch gelingt, um den Täter nahe zu sein. Kaum dort, laufen die Dinge aus den Ruder und Till ist in einem Verwirrspiel gefangen welches ihn um den Verstand bringt. Und dem Tod zu nahe.

So viel zur Geschichte, von der man auch gar nicht mehr verraten kann, ohne den Handlungssträngen vorweg zu greifen, die Deutschlands erfolgreichster Autor für Psychothriller wieder um eine interessante Idee herumwebt. Der Grundgedanke, eine Urangst von Eltern zu nehmen und daraus einen solchen Spannungsbogen zu entwickeln, kann man im Prinzip nur als genial bezeichnen, zumal in dieser Ausführung.

Der Autor spielt hier mit all den Facetten, die auch seine anderen Thriller zu Bestsellern werden ließen, greift hier jedoch noch mehr dort, wo es weh tut. Ein Wohlfühl-Buch ist dies nicht, eher ein Thriller, mit dem sich Sebastian Fitzek selbst übertrifft.

Nicht zahlreich ist das Figurenensemble, dafür gibt es um so mehr kurzweilige Kapitel mit kaum zu fassenden Cliffhangern, bei denen man in Gefahr läuft, als leser selbst irre zu werden. Wieder gibt es doppelte Böden und eine Auflösung, die total überrascht, ohne ins Verschwörungstechnische zu gleiten, was den einen oder anderen Leser bei jüngeren vorangegangenen Werken Fitzeks abgeschreckt haben mag.

Hier haben wir jedoch wieder einen mehr klassischen Psychothriller, in dem der Autor sich etwas traut und seinen Lesern auch etwas zutraut. Auch, wenn’s weiß Gott keine leicht verträgliche lektüre ist. Ein Pageturner ist es dennoch.

Die Ausarbeitung der Protagonisten ist gelungen und auch der kontinuierliche Spannungsaufbau hat es in sich. Selbst an der Auflösung habe ich, psychologisch nicht irgendwie vorgebildet oder so, kein Haar in der Suppe gefunden und war noch gegen Ende völlig ahnungslos.

Wie so oft bei Fitzek. Es gibt einfach Thriller, die funktionieren und Fitzeks Werke gehören für mich immer dazu. Dieses Mal jedoch noch mit einer Steigerung, die unter die Haut ging.

In einer Rezension zu einem Werk von Fitzek gehört es sich schon fast, die Danksagung nicht zu vergessen, denn was passiert, wenn man das tut, weiß der Autor aus eigener Erfahrung. Dieses Mal in der Form einer Kurzgeschiche, sozusagen als Bonus. Auch sehr lesenswert.

Hinzunehmend die haptische Gestaltung, die an eine Gummizelle erinnert, muss man auch den Verlag Respekt vor solch ein Ideenreichtum einräumen. Eben ein Thriller, der nicht spurlos am Leser vorrübergeht. In jeder Hinsicht. Man sollte sich nur fragen, ob man noch bei Verstand ist.

Autor:
Sebastian Fitzek wurde 1971 in Berlin geboren und ist ein deutscher Schriftsteller. Zunächst arbeitete er nach dem Jura-Studium, welches er bis zum ersten Staatsexamen verfolgte, als Chefredakteur und Programmdirektor verschiedener Radiostationen, bevor er 2006 seinen ersten Psychothriller „Die Therapie“ veröffentlichte.

In mehreren Sprachen übersetzt avancierte Fitzek zu einem der meist gelesenen Psychothriller-Autoren, der den Europäischen Preis für Kriminalliteratur 2016/2017 erhielt. Einige seiner Werke wurden für das Theater adaptiert oder verfilmt. Seit 2013 engagiert er sich zudem ehrenamtlich als Schirmherr für den Verein -Das frühgeborene Kind-. Fitzek lebt mit seiner Familie in Berlin.

Sebastian Fitzek
Der Insasse
Seiten: 378
ISBN: 978-3-426-28153-6
Verlag: Droemer

Kurzblick: Astromini erobert das Weltall – zumindest fast

Ja, ich weiß. Dies ist ein Literatur-Blog und der Hauptbestandteil sind eben Rezensionen. Die kommen auch weiterhin, doch hin und wieder möchte ich auch über andere Dinge berichten. Themen, die mich interessieren oder begeistern. An einem so schönen sonnigen Tag wie diesen (ich hoffe, bei euch auch), letzteres. Dafür u.a. gibt es die Kategorie -Kurzblick-. Viel Spaß beim Lesen.

Was war euer Traumberuf in der Kindheit? Wolltet ihr Tierpfleger, Forscher, Polizist, Baggerfahrer oder etwas ganz anderes werden? Ein vierjähriger Junge begeisterte diese Woche die deutsche Social Media Gemeinde und hat ebenfalls schon sehr klare Vorstellungen. Joshua möchte Astronaut werden.

Begonnen hat der kleine Hype mit einem einfachen Foto. Seine Mutter postete ein Bild von ihrem Sohn mit gebastelten Astronautenhelm, wie er dort den Start der Kapsel mit den Astronauten Alexander Gerst zur Internationalen Raumstation ISS verfolgte, der live übertragen wurde.

Quelle: https://twitter.com/hex_e?lang=de

Niedlich, noch niedlicher, wenn man dazu die Bilder von seinem Karnevalskostüm nimmt. Ebenfalls selbst gebastelt, was eine fusselige und nervenaufreibende Arbeit gewesen sein muss, natürlich ein Astronautenanzug. Hat sicher für strahlende Kinderaugen gesorgt.

Quelle: https://twitter.com/hex_e?lang=de

Womit allerdings die Eltern sicher nicht gerechnet haben, war der Hype, der nun ins Rollen gebracht wurde. Zahlreiche User likten das Foto, schrieben positive Kommentare. Irgendwie scheine ich nicht der Einzige zu sein, der positive Dinge gerne aufnimmt und ja, sie feiert.

Inzwischen hat Joshua seinen eigenen Hashtag. #astromini ist das Stichwort. Zeitungen waren schon da, das Fernsehen auch, sogar, und das ist für den kleinen Nachwuchs-Astronauten sicher das Größte, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt ist auf den Junior aufmerksam geworden, und hat ihn und seine Mutter nach Berlin eingeladen. Autogrammkarte und Leuchtkugelschreiber hat er schon.

Dort wird es in ein paar Monaten eine Live-Schalte zur ISS geben, wo Joshua seinem Idol eine Frage stellen darf. Wenn das nichts ist? Und wer weiß, vielleicht klappt’s ja irgendwann tatsächlich mit den Berufswunsch? Wenn nicht, so hat der Junge etwas ganz Besonderes erlebt. Wer kann das schon von sich behaupten?

Die Rechte an den Fotos liegen bei den Eltern von #Astromini, die mir freundlicherweise erlaubten, diese für den Blog-Artikel zu verwenden. Es versteht sich von selbst, dass diese nicht für andere Zwecke verwendet oder vervielfältigt werden dürfen. Die Rechte für den Artikel liegen bei mir. 

Quellen:
Twitter:
@hex_e (Anika mit einem N):https://twitter.com/hex_e?lang=de
@DLR_next (DLR_next): https://twitter.com/DLR_next

Die Fernseh- und Radiobeiträge, sind unter den Hashtag #astromini auf Twitter, insbesondere den ersten genannten Account verlinkt zu finden.

Detlev Meyer: Das Sonnenkind

9783351037185Autor: Detlev Meyer
Titel: Das Sonnenkind
Seiten: 232
ISBN: 978-3-351-03718-5
Verlag: aufbau

Inhalt:
Carsten ist fast zehn Jahre alt, ein wenig altklug und entdeckt die Welt mit seinen Kinderaugen. Das sind die Besuche des Cafe Kranzler mit Opa, das Spielen mit Freunden auf der Straße und die Eltern, die den kleinen wissbegierigen und manchmal alklugen Bengel, Herr werden müssen.

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Kurzblick 2: VDSIS – Still und Stumm – Kurzfilm

Inzwischen ist er gelaufen und hat, auf der Premiere wie auch in den Social Media Kanälen, einen ungeheuren Zuspruch erhalten.

Der VDSIS-Film „Still und Stumm“. Im Januar wurde hier über das Projekt -Von der Straße ins Studio- berichtet, welches im Zusammenhang mit dem Verein Schule ohne Gewalt e.V. Projekte mit Kindern und Jugendlichen initiiert, die eine Alternative zur handfesten Mentalität unserer Öffentlichkeit aufzeigen, die teilnehmenden Kinder in Kommunikation und Selbstbewusstsein stärken sollen.

Dies tut der Verein, in dem er Kinder in die Produktion von kleinen Musik-Clips einbindet. Ob als Darsteller, Ideengeber, Textschreiber, vor oder hinter der Kamera, hier dürfen Jugendliche sich ausprobieren, und am Ende stolz ihr jeweiliges Projekt präsentieren.

Die Resonanz ist dabei von Anfang an sehr hoch gewesen und es war nur folgerichtig, dass über kurz oder lang eine größere Arbeit entstand. Und die wurde am 25.02. in einem Fuldaer Kino präsentiert. Der Film „Still und Stumm„.

Titelsong des Films. "Kinder dieser Erde", gesungen von Julian Busse und einem Kinderchor der VDSIS.

In diesem Film steht die Freundschaft zweier Jungen im Fokus, die Träume wie alle anderen Zehn- oder Elfjährigen haben, doch deren Erreichbarkeit in weiter Ferne liegt. Beide sind Waisen, wachsen bei Pflegefamilien auf und gehen in die örtliche Schule, die von einem drakonischen Direktor geleitet wird, der nichts mehr liebt als Disziplin und Ordnung.

Film: Still und Stumm
Darsteller: Kristo Krebs, Janis Bausch, Jörg Alt
Projekt: VDSIS / Schule ohne Gewalt
Jahr: 2018
Laufzeit: 37:02 Minuten
Produktion: Fulda und Umgebung
Regie: Timm Fütterer
Kamera: Dennis Steib

Und natürlich das Machtausüben über seine Schützlinge, die auch mal mit den Zeigestock gemaßregelt werden. Unbehelligt von anderen Erwachsenen, getragen vom Druck der Kinder untereinander. Keiner sagt und tut etwas dagegen.

Max und Oskar, hervorragend gespielt durch die Schüler Kristo Krebs und Janis Bausch, sind die Leidtragenden.

Letzterer besonders, der ein Freigeist ist und als solcher positiv zu denken vermag und immer wieder bei dem selbstherrlichen Schulrektor (Jörg Alt) unangenehm auffällt. Es passiert, was passieren muss. es komnmt zur Katastrophe, denn alle haben weggesehen, eben still und stumm.

Es ist ein hervorragender Film, der Gewalt, gleich woher sie kommt, verurteilt und dabei ohne erhobenen Zeigefinger aufruft, einzuschreiten, wo immer man sie sieht. Ob nun, wie im dargestellten Fall an Schulen oder auch sonst.

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Kristo Krebs (Max), Jörg Alt (Direktor), Janis Bausch (Oskar)

Das einfühlsame Spiel der Jungen, die Interpretation Jörg alts seiner Rolle als grausamer Rektor oder auch die zahlreichen Nebenrollen, die ihrerseits zum gelungenen Spiel beitragen.

Zusammen mit den Drehorten, die den gemeinen Fuldaer leidlich bekannt sein dürften, ergibt sich eine stimmige Geschichte, wie sie durchaus passieren könnte. um so eindringlicher ist die Botschaft der Filmemacher.

Gleichwohl merkt man dem Projekt an, dass es sich um eine Lowbudget-Produktion (übrigens die erste Filmproduktion in Fulda seit Jahrzehnten) handelt, wenn die Hintergrundmusik zu laut ist oder der gesprochene Text wie abgelesen oder eben ein Gedicht auswendig gelernt und aufgesagt wird, aber es darf hier eben nicht der Maßstab einer professionellen Filmproduktion angesetzt werden.

Hier geht es um mehr. Um den Inhalt, die Leidenschaft, mit denen die Macher und Darsteller für dieses Projekt stehen, und den Potential insbesondere von Janis Bausch und Kristo Krebs, die sicherlich in weiteren Clips der VDSIS auftauchen werden. Vielleicht irgendwann wieder einmal in einem Film? Wünschenswert wäre es.

Euer findo.

Der Film ist auf den Youtube-Kanal VDSIS zu sehen. Hier klicken. Er soll keine Kritik an Lehrkräfte oder Schulen darstellen, da Gewalt an Kindern überall stattfindet. Der dargestellte Direktor ist Symbol für alle Erwachsenen, die Kindern gegenüber gewalttätig werden. Auf dem Youtube-Kanal finden sich weitere Videos, Making-of oder Einblicke in die Premiere, sowie der Filmproduktion selbst.

Sarah Hilary: Seelenkinder

Seelenkinder von Sarah Hilary
Seelenkinder von Sarah Hilary

Autorin: Sarah Hilary
Titel: Seelenkinder
Seiten: 479
ISBN: 978-3-442-74808-2
Verlag: btb

Inhalt:
Ein grauenvoller Fund: In einem alten Londoner Bunker, tief unter der Erde, werden die Leichen von zwei Jungen entdeckt. Und schon bald verschwinden weitere Kinder. Ein Fall, der Detective Marnie Rome mit den Schatten der eigenen Vergangenheit konfrontiert. Die Ermittlerin ahnt: Jetzt zählt jede Sekunde. (Klappentext)

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Virginia Macgregor: Der Junge, der mit dem Herzen sah

Der Junge der mit dem Herzen sah von Virginia Macgregor
Der Junge der mit dem Herzen sah von Virginia Macgregor

Autorin: Virginia Macgregor
Titel: Der Junge, der mit dem Herzen sah
Seiten: 413
ISBN: 978-3-54749-4
Verlag: Manhattan
Übersetzerin: Wibke Kuhn

Inhalt:
Der neunjährige Milo leidet unter Retinitis pigmentosa: Sein sehvermögen lässt immer stärker nach, irgendwann wird er vollständig erblinden. Noch aber sieht er die Welt – wenn auch nur wie durch ein Nadelöhr. Doch so bemerkt er Kleinigkeiten, die anderen entgehen.

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Daniel Magariel: Einer von uns

getimageAutor: Daniel Magariel
Titel: Einer von uns
Seiten: 172
ISBN: 978-3-406-71183-1
Verlag: C.H. Beck
Übersetzer: Sky Nonhoff

Inhalt:
Ein fesselnder, erschütternder Roman über zwei junge Brüder und ihren zugleich liebevollen und übergriffigen Vater. Die drei haben den „Krieg“ gewonnen: So nennt der Vater seine bittere Scheidung und den Kampf ums Sorgerecht. Sie verlassen Kansas und fahren nach Albuquerque. um noch einmal neu zu beginnen.

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Jesus Carrasco: Die Flucht

51yo0csrxslAutor: Jesus Carrasco
Titel: Die Flucht
Seiten: 208
ISBN: 978-3-608-98001-1
Verlag: Klett-Cotta
Übersetzerin: Petra Strien

Inhalt:
Ein Junge flieht. Die Schreie seiner Jäger verfolgen ihn. Tagsüber kauert er in einem staubigen Versteck. Nachts kämpft er sich in der Dunkelheit vor und sucht in vertrockneten Brunnen nach Wasser. Vor ihm liegt nichts als die ausgebrannte Ebene, eine Welt unerbittlicher Hitze und Gesetzlosigkeit. Und es gibt kein Zurück. (Klappentext)

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