heimat

Richard Adams: Unten am Fluss – Graphic Novel

Version:
Rezensiert wird hier die Adaption des Romans als Graphic Novel.

Inhalt:

In einer apokalyptischen Vision sieht Hazels jĂŒngerer Bruder Fiver die Zerstörung ihrer Heimat voraus. Sie wissen: Einzig die Flucht kann ihre Kolonie vor dem Untergang retten. Doch kaum jemand will auf sie hören. Und so macht sich nur eine kleine Schar Kaninchen auf, ein neues Zuhause zu finden. Unterwegs durchleben sie zahllose Abenteuer, Meuterei, Verrat und Heldentum, Schlachten mit hohem Blutzoll, bis sie schließlich ins Land der Freiheit und des Friedens einziehen. (Klappentext)

Rezension:

Wie viele Kinder durften sich eigentlich die Trickfilm-Adaption des Romans „Watership Down“ ansehen, um danach nachhaltig wochenlang unter der Angst vor AlptrĂ€umen wach zu liegen? Es dĂŒrften so einige gewesen sein, schließlich gab es Zeiten, in der auch Eltern, vor allem hierzulande darauf vertraut haben, einen Zeichentrickfilm Kindern ohne Bedenken zeigen zu können.

Die Hauptfiguren sind schließlich flauschige Kaninchen, was also soll schon passieren? Alles, natĂŒrlich. So habe ich mich erst Jahrzehnte spĂ€ter an eine andere Adaption des Romans herangetraut, der hier nun vorliegenden Graphic Novel, wĂ€hrend ich den Film mir wohl in meinem Leben kein zweites Mal mir ansehen werde und auch der eigentliche Roman noch eine ganze Weile warten darf.

Das GrundgerĂŒst der 1972 erstmalig erschienen ErzĂ€hlung ist schnell erklĂ€rt. Eine Gruppe von Wildkaninchen macht sich auf die Suche nach einer neuen Heimat, nachdem einem von ihnen einer Version vollkommener Zerstörung und Vernichtung anheimfĂ€llt. Diese fast epilepsieartigen AnfĂ€lle Fivers leiten die Gruppe, die sich von ihrer ursprĂŒnglichen Sippe entfernt und eine neue Heimat sucht. WĂ€hrend der Reise ins Ungewisse begegnet diese Gemeinschaft zahlreichen Gefahren und Herausforderungen, die sie nur gemeinsam meistern können. Von Beginn an klar, nicht alle werden es schaffen.

Viel Dramatik ist in dieser beinahe George Orwell anmutenden Geschichte enthalten, die sich zeichnerisch gut in Szene setzen lĂ€sst. Dabei wirken die einzelnen Panels beinahe wie in „Winnie the Pooh“, doch zugleich dĂŒster und bedrohlicher gehalten. Das gewĂ€hlte Format und die Entscheidung, ausfĂŒhrlich zu erzĂ€hlen, transportieren den Geist der ErzĂ€hlung, so das trotz notwendiger Verdichtung nicht das GefĂŒhl aufkommt, es wĂŒrde etwas fehlen.

Der Adaption geschuldet, verschmelzen mehrere Nebenfiguren zu einer einzigen, bekommen andere mehr Raum als dies wahrscheinlich im Romantext der Fall ist, doch folgen auch Zeichner und Texter einem kontinuierlichen Spannungsverlauf, der sich fast bis zum Nervenkitzel steigert.

Auch die Graphic Novel ist nichts fĂŒr Kinder, was hier jedoch auch nicht behauptet wird. Da ich nun zwei Varianten, diese und die Verfilmung kenne, bezweifle ich dies erst recht fĂŒr den Roman selbst, gleichwohl der Autor diesen wohl selbst seinen eigenen Kindern vorgelesen haben soll.

Roman und Verfilmung haben jeweils mehrere Ebenen, was sich natĂŒrlich in zeichnerischer Form besonders gut umsetzen lĂ€sst. Fließende ÜbergĂ€nge sorgen fĂŒr kurzes Innehalten. Die Figuren sind hier gut ausgearbeitet, eine klare Abgrenzung zwischen Gut und Böse liefert Identifikationspotenzial bzw. die Antagonisten. Und ja, Natur ist auch in dieser Version grausam. Warum auch nicht. Ein Verwischen wĂŒrde die Graphic Novel zu weit vom Original entfernen.

Perspektivwechsel sind hier mit Vorsicht zu genießen. Man kann bei der Anzahl an Charakteren durchaus das eine oder andere Mal durcheinander geraten. DĂŒstere Momente sind dabei in relativ dunklen Farben gehalten, wĂ€hrend Erd- und GrĂŒntöne die hauptsĂ€chlichen Panels beherrschen, beinahe pastellartig, was zum Versinken einlĂ€dt. Der Verlag prĂ€sentiert hier ein manchmal schwer verdauliches, in jedem Fall gewichtiges Coffee Table Book.

Da schon Richard Adams eine reale Landschaft zum Handlungsort gewĂ€hlt hat, fiel es auch hier leicht, dies grafisch zu ĂŒbertragen. Die Orte existieren, auch das Leben der Protagonisten ist so eindrĂŒcklich dargestellt, dass es glaubwĂŒrdig wirkt. Von der Übertragung her und vor allem zeichnerisch ist James Sturm und Joe Sutphin hier mit Richard Adams Geschichte etwas großes gelungen, was mich am Ende doch ein wenig mit meinem Kindheitserlebnis versöhnt.

FĂŒr Liebhaber der ErzĂ€hlung ist es zugleich ein wertiges Sammelobjekt, welches hiermit vorliegt.

Autor:
Richard George Adams wurde 1920 in Newbury geboren und war ein britischer Schriftsteller. Nach seinem Einsatz im Zweiten Weltkrieg schloss er 1948 sein Studium der neueren Geschichte ab und arbeitetebis 1974 als Beamter fĂŒr den VorlĂ€ufer des spĂ€teren britischen Umweltministeriums. 1972 veröffentlichte er seinen Roman „Unten am Fluss“ und widmete sich fortan hauptsĂ€chlich der Schriftstellerei. Er engagierte sich fĂŒr den Tierschutz und der Einstellung der Fuchsjagd. SpĂ€ter lebte er auf der Isle of Man und starb 2016 in Oxford.

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Pia Volk: Deutschlands schrÀgste Orte

Inhalt:

Die Geographin und Journalistin Pia Volk hat sich zwischen Wattenmeer und AllgĂ€u, zwischen dem Frankfurter Mainufer und dem Sorbenland umgesehen und ist dabei auf lauter schrĂ€ger und seltsame Orte gestoßen: eine Eiche mit eigener Adresse; ein fortgespĂŒltes Atlantis in der Nordsee; ein Kronleuchter in der Kölner Kanalisation; die letzte noch erhaltene Grenzschleuse fĂŒr sowjetzonale Agenten. (Klappentext)

Rezension:

Was in der Ferne gut klappt, mĂŒsste doch eigentlich auch in unmittelbarer Umgebung funktionieren? TatsĂ€chlich gibt es auch in der Mitte Europas, die von Straßen durchzogen, von SchienenstrĂ€ngen zerschnitten und von ausufernden StĂ€dten bestimmt ist, noch allerhand zu entdecken. Und das in einer Zeit, in der Satelliten helfen, uns ĂŒberall zu orientieren und praktisch jeder Winkel, so meint man, kartografiert ist. Doch auch in der Heimat lohnt ein genauer Blick.

So begab sich die Journalistin Pia Volk auf Reise quer durch Deutschland und erkundete allerhand KuriositÀten. Versammelt sind sie nun in einem Buch.

Keinen Anspruch auf VollstĂ€ndigkeit erhebt diese Mischung aus lexikonartiger Zusammenstellung und kurzweilig kompakter Reiseberichte, die unseren Blick schĂ€rfen, fĂŒr das Ungewöhnliche. Man findet es ĂŒberall, entdeckt es manchmal erst aus der Vogelperspektive oder mit einem Abstieg in den Untergrund.

Wer weiß etwa von dem Kernkraftwerk, welches keines sein durfte, jedoch zu einem FreizeitparkgelĂ€nde umgebaut wurde? Das andere, den einzigen VergnĂŒgungspark der DDR und sein Überbleibsel mag man vielleicht kennen. Warum hĂ€ngt ein Kronleuchter mitten in der Kanalisation Kölns und wo können Autofahrer eigentlich beten, wenn sie sich selbst dank fehlender Geschwindigkeitsbegrenzung ĂŒberholen?

Pia Volk erkundet die Orte, die dem ersten Blick verborgen bleiben, deren Geschichten auf dem zweiten um so interessanter sind. Viele kĂŒnden von menschlichen Schaffensdrang. Manche Gegenden haben auch eine unheilvolle Vergangenheit. Was wurde aus den Ideen von Einst, wie geht man mit ihnen heute um und wie können sie unsere Wahrnehmung von Heimat verĂ€ndern? Kurzweilig und sehr informativ sind die Beschreibungenin der Form von Reiseberichten, so dass man selbst Lust bekommt, die eine oder andere KuriositĂ€t, so sie nicht in diesem Werk vorkommt, selbst zu erkunden oder zu ergĂ€nzen, wozu die Autorin ausdrĂŒcklich auffordert.

Einiges mag bekannt vorkommen, zumal in nÀherer Umgebung, anderes zeigt die sozio- und stÀdtegeografische Vielfalt unserer Heimat und ist so gesammelt eine wunderbare ErgÀnzung im Lexika-Bereich, die zum Schmunzeln und Nachdenken einlÀdt.

Autorin:

Pia Volk ist eine deutsche Journalistin. Zuvor studierte sie Geografie und Ethnologie und schreibt fĂŒr verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Zudem veröffentlicht sie regelmĂ€ĂŸ BeitrĂ€ge bei Deutschlandfunk Nova und hat bereits mehrere BĂŒcher veröffentlicht. Mit ihrer Familie lebt sie in Leipzig.

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Hendrik Bolz: Nullerjahre

Inhalt:

Ein Plattenbauviertel in Stralsund um die Jahrtausendwende, der nordöstlichste Winkel Deutschlands. Eine Welt, die, obwohl das Land lĂ€ngst nicht mehr „DDR“ heißt, wenig mit dem zu tun hat, was im Westen als NormalitĂ€t durchgeht. Lediglich das RTL-Nachmittagsprogramm, das im Hintergrund zu hören ist, deutet darauf hin: Es sind die selben Nullerjahre.

WĂ€hrend die großen BrĂŒder mit Glatze und Bomberjacke den Ton angeben, die Eltern mit eigenen Sorgen beschĂ€ftigt sind, stellen sich Hendrik und seine Freunde zwei Herausforderungen: Wie vertreiben sie sich die Zeit – und wie bekommen sie möglichst nicht auf die Fresse? Die Lösung findet sich: hart werden, stumpf werden. Die Mittel auch: Kraftsport, Drogen, Rap. (Klappentext)

Rezension:

Nach der großen Euphorie folgt zunĂ€chst die ErnĂŒchterung. ArbeitsplĂ€tze brechen weg, wo blĂŒhende Landschaften versprochen wurden und so verlieren Hendriks Eltern und die seiner Freunde im Plattenbauviertel Knieper West den Anschluss an die Nachwendegesellschaft, wĂ€hrend sich die Kinder und Jugendlichen ihren Platz erkĂ€mpfen. Der Weg bis ins Erwachsenenalter hinein ist steinig und voller Hindernisse. Da sind die im Viertel bekannten SchlĂ€gertypen noch das geringste Übel, immer öfter jedoch auch große Idole, denen es nachzueifern gilt, möchte man selbst nicht am unteren Ende der Rangordnung stehen. Oder am Boden liegen.

Hendrik Bolz‘ biografischer Roman nimmt uns mit durch seine Kindheit und Jugend im Plattenbauviertel, in welchem sich zunĂ€chst die Probleme hĂ€ufen, aber auch die Heranwachsenden ihren Weg erst finden mĂŒssen, bevor das Leben in geregelten Bahnen verlaufen kann. Bis dahin wird viel ausprobiert und so befindet sich des Autoren alter Ego hin und hergerissen zwischen Verlockungen, den Ă€ltere Jugendliche ihm aufzeigen, bis zu Versuchen, sich durchzusetzen und zwischen Richtig und Falsch zu unterschieden.

ErzĂ€hlt wird dies in derber Sprache, kurze prĂ€gnante SĂ€tze wechseln mit wirren GedankengĂ€ngen, RĂŒckblenden und Vorausschauen. Das ist nicht leicht zu lesen, zumal, wenn man vielleicht in der gleichen Zeit, aber in einem etwas anderen Rahmen aufgewachsen ist. Wer etwas behĂŒteter seine Kindheit und Jugend verbracht hat, wird nur bestimmte Dinge nachvollziehen können, denen sich der Protagonist ausgesetzt sieht, teilweise von der einen oder anderen Episode wirklich abgestoßen sein.

Den ersten Alkoholrausch, die erste PrĂŒgelei mag man vielleicht noch nachempfinden. Die Gewaltexzesse, die Null-Bock-MentalitĂ€t und Perspektivlosigkeit sind dem jugendlichen Ich des Schreibers der Rezension (Mir!) dagegen unbekannt. Vielleicht hatte ich diese damals nur bei anderen aus den Augenwinkeln heraus registriert.

Doch, der Protagonist beweist nicht nur Anpassungs- sondern auch eine gewisse WandlungsfĂ€higkeit, mausert sich. Das ist bereits zu Beginn klar, anderenfalls wĂ€re die LektĂŒre stellenweise kaum zu ertragen und man hĂ€tte nichts weniger als eine zeitlich nĂ€here Variante der „Kinder vom Bahnhof Zoo“. Wer möchte schon so etwas nochmals lesen?

Im gleichen Genre ist es jedoch angesiedelt. Die Bestsellerliste sagt Sachbuch, Elemente sind jedoch auch aus den Bereichen Biografie oder Roman zu finden. Die Wahrheit liegt da wohl irgendwo in der Mitte, ebenso wie es mehrere Wege der Generation Nullerjahre gibt. Hendrik Bolz beschreibt nur (s)eine Variante von vielen.

Autor:

Hendrik Bolz wurde1988 in Leipzig geboren und ist ein deutscher Rapper. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Stralsund und zog nach dem Abitur nach Berlin, wo er u. a. ein Praktikum bei einem Online-Portal absolvierte und nebenbei die Musik fĂŒr sich entdeckte. Ein erstes Album erschien 2011, zwei Jahre spĂ€ter die erste EP. 2022 erschien sein erstes literarisches Werk.

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Khue Pham: Wo auch immer ihr seid

Inhalt:

Sie ist dreißig jahre alt und heißt Kieu, so wie das MĂ€dchen im berĂŒhmtesten Werk der vietnamesischen Literatur. Doch sie nennt sich lieber Kim, weil das einfacher ist fĂŒr ihre Freunde in Berlin. 1968 waren ihre Eltern aus Vietnam nach Deutschland gekommen. FĂŒr das, was sie zurĂŒckgelassen haben, hat sich die Journalistin nie interessiert. Im Gegenteil: Oft hat sie sich eine Familie gewĂŒnscht, die nicht erst deutsch werden muss, sondern es einfach schon ist.

Bis zu jener Facebook-Nachricht. Sie stammt von ihrem Onkel, der seit seiner Flucht in Kalifornien lebt, Die ganze Familie soll sich zur Testamentseröffnung von Kieus Großmutter treffen. Es wird eine Reise voller Offenbahrungen – ĂŒber ihre Famile und ĂŒber sie selbst. (Inhaltsangabe lt. Verlag)

Rezension:

Am besten ist es, man schreibt ĂŒber das, was man kennt. Nur so wirkt die Geschichte bis ins letzte Detail glaubwĂŒrdig. Nur so entgeht man Schnitzern, die sich denen einschleichen, die sich mit der Materie nicht ausreichend beschĂ€ftigt haben oder jenen, welchen es nicht gelingt, bestimmte Emotionen auszulösen.

Mit dem vorliegenden Roman „Wo auch immer ihr seid“, von Khue Pham, gibt es nun ein Beispiel, das zeigt, wie wahr diese Regel sein kann. Der deutschen Journalistin gelingt es nĂ€mlich ganz ausgezeichnet, eine Familiengeschichte zu zeichnen, ĂŒber die Zeiten und ĂŒber verschiedene Perspektiven hinweg.

Es ist ein biografisch angehauchter Roman, der wohl fĂŒr viele dieser Familienbiografien Pate stehen könnte. Im Ă€ltesten Sohn werden alle Hoffnungen gesetzt, ins Ausland geschickt, in die Fremde, um dann mitzuerleben, dass sich die Ereignisse zu Hause ĂŒberschlagen, Familienzweige sich von einander entfernen und erst eine oder mehrere Generationen spĂ€ter nach dem Warum gefragt werden wird.

Die Hauptprotagonisten selbst ist, genau so wie die Autorin auch, Journalistin, die nach und nach die Geheimnisse dieser Geschichte entdeckt, und damit auch ein wenig ihren eigenen Hintergrund. Dies geschieht zunĂ€chst leise, trotz der gleich zu Beginn existierenden SprĂŒnge zwischen den handelnden Charakteren und nicht zuletzt zwischen den Zeitebenen.

Khue Pham hat hier jedoch die richtigen LÀngen gewÀhlt, so kommt man beim Lesen nicht durcheinander und kann der ErzÀhlung folgen.

Es ist ein kompakt gehaltener Roman, der die ganzen Dramen einer Familie in wenigen Zeilen vereint. GenerationsĂŒbergreifende Konflikte eben so, wie die Last von Ungesagtem, eben so menschlich kaum zu fassende Tragödien, aber auch das kleine GlĂŒck. Gleichzeitig zeigt die Autorin, wie sehr die Wahrnehmung von Außerhalb tĂ€uschen kann und Krieg nichts anderes verursacht als Leid in vielen Formen.
Über die Form des Endes der ErzĂ€hlung kann man diskutieren. Ein hĂ€rterer Bruch wĂ€re etwas apssender oder ein noch ĂŒberdeutlicheres offenes Ende. So wirkt dies zu gewollt. Die Protgaonistin fĂŒgt damit, gewollt ungewollt, ein neues Familiendrama ihrer eigenen Geschichte hinzu. In dieser Form wirkt das nicht stimmig.

Bis auf dieses kleinen Detail ist es aber unter den ruhigen ErzÀhlungen ein durchaus lesenswerter Roman.

Autorin:

Khue Pham wurde 1982 in Berlin geboren und ist eine deutsche Journalistin und Autorin. Nach der Schule studierte sie in London Soziologie und arbeitete anschließend fĂŒr mehrere Zeitungen und Zeitschriften, sowie als freie Journalistin, bevor sie 2009/2010 eine Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule absolvierte. Im Jahr 2010 begann sie als Politredakteurin bei der Zeitung „Die Zeit“. FĂŒr ihre Reportagen wurde sie bereits mehrfach fĂŒr verschiedene Preise nomininiert. Gemeinsam mit Alice Bota und Özlem Topcu veröffentlichte sie das Buch „Wir neuen Deutschen“, im Jahr 20212. „Wo auch immer ihr seid“, ist ihr erster Roman.

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Alan Gratz: Vor uns das Meer

Vor uns das Meer Book Cover
Vor uns das Meer Alan Gratz Erschienen am: 17.02.2020 Hanser Seiten: 301 ISBN: 978-3-446-26613-1 Übersetzerin: Meritxell Janina Piel

Inhalt:

Wenn das eigene Zuhause zu einem Ort der Angst und Unmenschlichkeit wird, ist es kein Zuhause mehr.

Josef ist 11, als er 1939 mit seiner Familie aus Deutschland vor den Nazis fliehen muss. Isabel lebt im Jahr 1994 in Kuba und leidet Hunger – auch sie begibt sich auf eine gefĂ€hrliche Reise in das verheißungsvolle Amerika. Und der 12-jĂ€hrige Mahmoud verlĂ€sst im Jahr 2015 seine zerstörte Heimatstadt Aleppo, um in Deutschland neu anzufangen.

Alan Gratz verwebt geschickt und ungemein spannend die Geschichten und Schicksale dreier Kinder aus unterschiedlichen Zeiten. Ein zeitloses Buch ĂŒber Vertreibung und Hoffnung, ĂŒber die Sehnsucht nach Heimat und Ankommen. (Klappentext)

Rezension:

Unerwartet taucht zwischen den BĂŒchern in den Regalen manchmal ein Juwel auf, was nachhaltig beeindruckt. Rar und kostbar, wenn die Protagonisten berĂŒhren und der Schreibende es schafft, seine Leser zu fesseln und nachdenklich zu stimmen. Ein solches KunststĂŒck ist Alan Gratz gelungen. Der amerikanische Autor bringt wie kaum jemand anderes drei Geschichten, drei Zeitebenen, drei HandlungsstrĂ€nge zusammen und versucht so, kaum zu ErklĂ€rendes begreifbar zu machen.

Kapitelweise wechselt die Perspektive zwischen den Zeiten. Die drei Hauptprotagonisten erzĂ€hlen aus der Ich-Perspektive vom Grauen, welches sie erleben, ihren SehnsĂŒchten, TrĂ€umen. Wir Leser erleben, wenn Hoffnung in Verzweiflung umschlĂ€gt und Entscheidungen ĂŒber Leben und Tod getroffen werden mĂŒssen, von jenen, die eigentlich noch Kinder sind, aber viel zu schnell erwachsen werden mĂŒssen. 1933 ĂŒbernehmen die Nationalsozialisten in Deutschland die Macht. Die jĂŒdische Bevölkerung wird an den Rand gedrĂ€ngt.

Auch Josefs Familie sucht einen Ausweg und ergattert Tickets fĂŒr das Schiff St. Louis nach Kuba. Jahrzehnte spĂ€ter sucht auch Isabels Familie, die in Kuba hungert und politisch bedrĂ€ngt wird, nach einem Ausweg und schließlich muss 2015 auch Mahmouds Familie den Kriegswirren in Syrien entfliehen. Verbindendes Element sind SehnsĂŒchte und Hoffnungen, eine böse Ahnung von Gefahr, falls die Flucht schiefgehen sollte. Werden die drei Jugendlichen ihr Ziel erreichen?

Spannend und einfĂŒhlsam beschreibt Alan Gratz den Weg der drei, der anhand von gezeichneten Karten im Anhang des Romans nachvollzogen werdne, nicht zuletzt durch eine historische Einordnung des Autoren im Nachwort. Der Lesende wird mitfiebern, mitleiden.

UnertrĂ€glich die Spannung, nur ganz karg blitzen sie auf, die kleinen Momente des GlĂŒcks, das Hervorscheinen einer viel zu schnell beendeten Kindheit, nur damit das Schicksal im nĂ€chsten Moment wieder mit aller HĂ€rte zurĂŒckschlagen kann. Ja, so könnte die Geschichte von drei Kindern tatsĂ€chlich verlaufen sein. Nachvollziehbar ehrlich geht Gratz mit der Zielgruppe um, wenn auch ein paar Momente ganz klar over the top sind und nicht so recht passen mögen.

Das schmĂ€lert die LektĂŒre nicht und so ist dieses Werk auf einer Linie mit z.B. „Damals war es Friedrich“, von Hans Peter Richter zu nennen, wenn auch Gratz gleich mehrere Zeitebenen zu fassen bekommt. Der kontinuierliche Spannungsbogen aller drei Geschichten lĂ€sst bis zum Ende nicht locker, wird unscheinbar miteinander verwoben. Die Auflösung selbst vermag zu ĂŒberraschen, wirkt wie ein Schrei und schĂŒttelt die Leser förmlich.

Wir haben es in der Hand, nicht mehr zu zu lassen, dass sich solche Geschichte wiederholt. Alleine, uns gelingt dies nicht, wie die jĂŒngste der drei Zeitebenen zeigt.

Wie ist das, die Heimat, die gewohnte Umgebung, Spielkameraden, eine Perspektive aufzugeben und dann stĂ€ndig auf der Hut zu sein? Immer die Gefahr vor Augen, beim nĂ€chsten falschen Wort, mit der nĂ€chsten falschen Bewegung umzukommen? Beieindruckend in der LektĂŒre, nachhallend wie kaum anderes.

Eine unbedingte Leseempfehlung.

Autor:

Alan Gratz wurde 1972 in Knoxville, Tennessee, und ist ein amerikanischer Schriftsteller. Er studierte Kreatives Schreiben und veröffentlichte 2006 sein erstes Jugendbuch. Weitere folgten. 2017 gewann er den National Jewish Book Award. Der Autor lebt in Asheville, North Carolina.

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Sasa Stanisic: Herkunft

Autor: Sasa Stanisic

Titel: Herkunft

Seiten: 366

Genre: Biografie/Rezensionsexemplar

Format: Hardcover

ISBN: 978-3-630-87473-9

Verlag: Luchterhand

Es ist der 7. MĂ€rz 2018 in Visegrad, Bosnien und Herzegowina. Großmutter ist siebenundachtzig Jahre alt und elf Jahre alt.

Sasa Stanisic: „Herkunft“

Wer die dadurch entstandenen HĂŒrden ĂŒberwindet, entdeckt eine wunderbare ErzĂ€hlung, zieht Parallelen zur heutigen Zeit. Wie mag es den hunderten FlĂŒchtlingen heute gehen, die natĂŒrlich eine Herkunft haben, eine Heimat verloren haben und eine neue suchen?

Was ist das ĂŒberhaupt, Heimat? Essentielle Fragen, auf die es keine einfache, keine eindeutige Antwort geben kann. Dies zu verdeutlichen, ist Stanisics StĂ€rke, natĂŒrlich im Zusammenhang mit dem Spiel der Sprache.

Die Stile vermischen sich. Mal biografische ErzĂ€hlung, mal Aufsatz, mal Roman und am Ende gar Spielbuch. Entscheide du, wie das Geschriebene endet. Als loses Puzzle, also so, wie „Herkunft“ begann, als Phantasiegeschichte des Enkels, der Großmutter oder eben als schlĂŒssiger Roman, der es in sich hat.

Je nach Stimmung, kann man probieren, was fĂŒr sich funktioniert. Toll. In Bezugnahme auf frĂŒhere Texte Stanisics, Reden, Kapitel aus anderen BĂŒchern, zeigt dieses Werk, was so vieles sein soll, so vieles ist, dass hier ein Schriftsteller TrĂ€ger des deutschen Buchpreises zurecht ist.

Der Lesende wird aus der LektĂŒre mit mehr Fragen entlassen, als Antworten zu bekommen. In diesem Falle, eine große StĂ€rke.

Autor:

Sasa Stanisic wurde 1978 in Visegrad, Jugoslawien, geboren und ist ein deutschsprachiger Schriftsteller. 1992 flĂŒchtete er mit seiner Familie nach Deutschland und studierte nachder Schule Literatur.

FĂŒr ErzĂ€hlungen und Romane, erhielt er u.a. den Preis der Leipziger Buchmesse, sowie zuletzt den Deutschen Buchpreis. 2019 kritisierte er die Vergabe des Literaturnobelpreises an Peter Handke.

Er ist Mitglied der Freien Akademie der KĂŒnste in Hamburg und des PEN-Zentrums Deutschland. Stanisic lebt mit seiner Familie in Hamburg. Seit 2013 ist er deutscher StaatsbĂŒrger.

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Anne-Laure Bondoux: Die Zeit der Wunder

Die Zeit der Wunder Book Cover
Die Zeit der Wunder Anne-Laure Bondoux Übersetzung: Maja von Vogel Carlsen Taschenbuch Seiten: 189 ISBN: 978-3-551-31285-3

Inhalt:

Koumail ist Franzose, so hat seine Ziehmutter es ihm erzĂ€hlt. Zusammen fliehen sie vor den Kriegswirren des Kaukasus nach Frankreich, ins Land der Menschenrechte. Dabei hat er ein klares Ziel: seine Mutter wiederfinden. Eine lange Odyssee liegt vor ihm, doch Koumail verliert nie den Mut – und auch nicht den Glauben an das GlĂŒck. (Klappentext)

Rezension:

Ein junger Mann sitzt in der Abflughalle eines Flughafens und zieht einen Brief aus der Tasche und seinen Pass. Und erinnert sich. An seine Vergangenheit, seine Kindheit.

Koumail ist 12 Jahre alt als er auf der Flucht von der französischen Polizei aufgegriffen wird und hat fĂŒr sein Alter schon eine Menge erlebt. Der Junge kennt nichts anderes als Chaos, Krieg, Hunger und die Ungewissheit, wie der nĂ€chste Tag sein wird, doch eigentlich sollte ihn das nicht schrecken.

Denn, eigentlich heißt er ja Blaise, Blaise Fortune und ist BĂŒrger der französischen Republik. Doch, seine Kindheit liegt in den Kriegswirren des Kaukasus, eine Region, die man nicht verstehen kann, die er nicht verstehen muss, so seine Ziehmutter Gloria, die sich um ihn kĂŒmmert, ihn antreibt und Hoffnung gibt, dass sich eines Tages alles Ă€ndern wird, wenn sie es schaffen vor den Milizen zu fliehen.

Dann ist Gloria plötzlich verschwunden und er allein. Zum ersten Mal hat Koumail/Blaise das GefĂŒhl, von seinem GlĂŒck in Stich gelassen worden zu sein. Eine anrĂŒhrende geschichte von brutaler AktualitĂ€t ist das, was uns hier Anne-Laure Bondoux vorlegt. Eine Geschichte, die fĂŒr Kinder und Jugendliche geschrieben wurde, um die Problematik begreifbarer zu machen. Falls das ĂŒberhaupt möglich ist.

Und sie spricht ein Thema an, welches in den Debatten ĂŒber FlĂŒchtlingszahlen, Quoten und UnterkĂŒnften untergeht und mehr Beachtung finden muss. Egal welcher Konflikt, egal wer die FlĂŒchtlinge sind, am meisten leiden Kinder darunter, die viel zu schnell erwachsen werden mĂŒssen und um ihre UnbekĂŒmmertheit betrogen werden.

Weil die Erwachsenen Konflikte auf ihren RĂŒcken austrĂ€gt. Und so gibt es dann auch immer Kinder, die Eltern verlieren, die nur Krieg kennenlernen und gar unbegleitet flĂŒchten mĂŒssen. In der Hoffnung, dass sich ihrer jemand annimmt. Auf der Flucht und irgendwann im fernen Zielland.

Traumatisch und nichts beschönigend, aus Kinderaugen, schildert Anne-Laure Bondoux ein Kinderschicksal, wie es sich zu allen Zeiten, in allen Krisenregionen der Welt abspielen könnte. Ja, gerade jetzt hundertfach abspielt. Und jetzt. Und jetzt. Und in Zukunft.

Dieser kleine Roman ist eine Mahnung an die Erwachsenen, was sie mit ihren Konflikten gerade den jungen Menschen auf dieser Welt antun und ein Fingerzeig auf die Scharfmacher, die zu gern Zahlenspiele und Schreckenszenarien durchspielen, den einzelnen Menschen dahinter nicht sehen. Eine Mahnung, einmal inne zu halten und mehr „Zeit der Wunder“ zu zulassen, gerade die JĂŒngsten unter den FlĂŒchtlingen aufzunehmen und willkommen zu heißen.

Der Schreibstil lĂ€sst flĂŒssiges Lesen zu, ist einfĂŒhlsam und ehrlich. Nichts wird beschönigt. Bondoux lĂ€sst aber dem Protagonisten den Glauben an eine bessere Zukunft und dem Leser das GefĂŒhl, dass es wichtig ist, nie aufzugeben und immer zu hoffen.

Ein Roman zu einer schwierigen Thematik und dennoch ĂŒberwiegend positiven Grundstimmung, bei der man nicht umhin kann, den Protagonisten Koumail/Blaise ins Herz zu schließen. Zwar weiß man schon am Anfang die Lösung, doch der Weg Koumails ist hier das Ziel und um so beeindruckender dargestellt.

NatĂŒrlich ist es eine erfundene Geschichte, doch sie findet so oder Ă€hnlich praktisch tĂ€glich statt. Sollte nicht dafĂŒr gesorgt werden, dass diese einen positiven Ausgang finden?

Autorin:

Anne-Laure Bondoux wurde am 23. April 1971 in Box-Colombes, Frankreich, geboren und ist eine französische Schriftstellerin. Sie studierte Moderne Literaturwissenschaften und arbeitete seit 1996 fĂŒr verschiedene Literatur-Fachzeitschriften.

Seit 2000 ist sie selbststĂ€ndige Autorin und setzt sich fĂŒr die Förderung von Lesen und Schreiben bei verhaltensauffĂ€lligen Kindern ein und veranstaltet fĂŒr diese SchreibwerkstĂ€tte. Ihre Werke wurden mehrfach ĂŒbersetzt und vielfach ausgezeichnet.

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Steffen Möller: Viva Warszawa

Viva Warszawa Book Cover
Viva Warszawa Steffen Möller Malik Erschienen am: 01.08.2016 Seiten: 296 ISBN: 978-3-89029-459-9

Inhalt:

LĂ€ssige Strandbars am Flussufer, phantasievolle BiomĂ€rkte, eine kochende Klubszene und ĂŒber 400 Kilometer Radwege, nicht zu vergessen der schönste Wolkenkratzer diesseits des Atlantiks! Steffen Möller, der sich vor gut zwanzig Jahren in Polen verliebte, lĂ€dt uns in seine Wahlheimat ein, die heute so attraktiv ist wie nie zuvor.

Er verrĂ€t, warum die Warschauer ĂŒber ihre EinmachglĂ€ser lachen und in ganz Polen als trickreiche Kombinierer gelten. Wer schon einmal ĂŒber die Grenze geschaut, aber außer Zigaretten eigentlich nichts mitgebracht hat, bekommt jetzt eine zweite Chance…

Rezension:

Es gibt wohl kaum ein Land im östlichen Europa, was bei uns Deutschen mit so vielen Vorurteilen zu kĂ€mpfen hat, wie Polen. Ich selbst kenne eine Geschichte, tatsĂ€chlich passiert, wo ĂŒbernacht von einer Baustelle ein ganzer Baukran verschwand und auch dem polnischen Tourismusverband wird ja der Spruch angelastet: „Reisen Sie nach Polen.

Ihr Auto ist schon dort.“ Und so hat das Land an der Weichsel einen einigermaßen schweren Stand, zumal der Hauptgrund nach Polen zu fahren, jahrelang der gĂŒnstige Handel an der Grenze war und nicht etwa die malerischen StrĂ€nde und Buchten an der Ostsee oder die ursprĂŒnglichen Dörfer und WĂ€lder im Landesinneren.

Auch die StÀdte Polens waren nicht unbedingt Reiseziel Nr. 1, doch dieses Land hat all das und vieles mehr zu bieten. Allen voran Warschau. Die quirlige Metropole erstaunt Touristen, verÀrgert nicht-hauptstÀdtische Polen, provoziert und begeistert, zeigt seine Facetten nicht gleich, sondern erst auf dem zweiten Blick.

Steffen Möller nimmt uns mit auf eine phantastische FĂŒhrung in einer der verkanntesten StĂ€dte Europas. Der Autor gibt Ausflugs- und Geheimdienst, lĂ€d ein, sich mit der Geschichte der stadt zu beschĂ€ftigen und erlĂ€uert KuriositĂ€ten.

Warum ist die Altstadt alles, nur nicht alt? Wo gibt es die besten Pfannkuchen in ganz Polen? Die Liebe zu Chopin und die Lieblingsfeindschaft Krakau-Warschau.

Der Unterschied zwischen Deutschen und Polen und warum man sich eigentlich ganz Ă€hnlich ist und welche unbekannten Episoden der Geschichte jedes polnische Schulkind zu nennen weiß, von denen ein Deutscher keine Ahnung hat?

Warum ist der Koloss von Warschau so beliebt und weshalb wÀchst inmitten der stadt eine Palme? Bei diesem Klima.

Der Autor reiht Episode an Episode, nie langweilig, immer authentisch, manchmal spannend, oft witzig aneinander und hat mit „Viva Warszawa“ ein Buch fĂŒr beide geschrieben. Polen und Deutsche, die sich nĂ€her sind als sie denken.

FrĂŒher fĂŒhrte man Kriege, heute pflegt man Kontakte und wirtschaftliche Beziehungen, lernt voneinander und kennt doch den Nachbarn nur wenig. Möller nimmt mit seinem Buch, welches man zur Unterhaltung, als Einstimmung auf den nĂ€chsten StĂ€dtetrip, Tippgeber, gar als ReisefĂŒhrer lesen kann in diese pulsierende Stadt, die zu faszinieren vermag.

Dem Leser wird danach das Reisefieber packen und die Lust, all das selbst anzusehen und zu erleben.

Autor:

Steffen Möller wurde 1969 in Wolfhagen geboren und wuchs in Wuppertal auf. Er zog 1994 nach Warschau. Als Schauspieler und Entertainer ist er der bekannteste Deutsche in Polen, war vorher als Deutschlehrer tÀtig.

FĂŒr sein Wirken um die deutsch-polnische VerstĂ€ndigung wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Er ist Autor mehrerer BĂŒcher und lebt seit 2010 teils in der deutschen, teils in der polnischen Hauptstadt.

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