Geografie

Edward Brooke-Hitching: Atlas der erfundenen Orte

Atlas der erfundenen Orte Book Cover
Atlas der erfundenen Orte Edward Brooke-Hitching dtv Verlag Erschienen am: 13.10.2017 Seiten: 256 ISBN: 978-3-423-28141-6

Inhalt:

Kalifornien als Insel, versunkene Königreiche und das irdische Paradies – diese und andere gefühlten Fakten haben Kartografen quer durch die Jahrhunderte fein säuberlich in ihren Atlanten festgehalten.

Dabei hatten manche dieser Phantome ein erstaunlich langes Leben.

Nach einer im 17. Jahrhundert der Phantasie entsprungenen Insel im Golf von Mexiko etwa hat man bis 2009 gesucht. Dann gab man sich geschlagen. Wo nahm der Irrglaube seinen Anfang?

Warum wurden geografische Orte aufgezeichnet, die es gar nicht gab? Und was faszinierte die Menschen an all den bizarren Geschichten und Gestalten? Die hier vorgestellten historischen Karten präsentieren neben mancher tatsächlichen Entdeckung von Reisenden und Forschern vor allem Erfindungen und Irrtümer.

Zusammen mit spannenden Begleittexten ergeben sie ein amüsantes Buch zum Blättern, Staunen und Wundern. (Verlagstext)

Rezension:
Die Zeiten großer Entdeckungen sind vorbei. Die Suche nach einem Seeweg für den Handel mit Indien brachte Erkenntnisse über einen neuen Kontinent, mehrere Polarexpeditionen suchten freie Routen und kartografierten das ewige Eis.

Der Kontinent Australien gehörte zu den letzten großen Landmassen, die erforscht wurden. Küstenwinkel und Flussläufe wurden spätestens auf den Karten mit Hilfe von Satelliten korrigiert. Was also bleibt? Gibt es noch weiße Flecken in unseren Atlanten?

Oder gar Fehler, die die großen Entdecker und Forscher der Menschheit auf Papier zeichneten, veröffentlichten und die uns heute immer noch durch unser Leben begleiten, wo uns nahezu jeder Winkel der Welt offensteht?

Edward Brooke-Hitching begab sich auf die Suche. Herausgekommen ist eine spannende Reise durch Karten, Globen und Atlanten zu den phantastischen Auswüchsen der Geografie. Orte, die es gar nicht gibt. Es sind Legenden und Erzählungen, auf die kartografische Einträge beruhen, die sich oft erst Jahrhunderte später als Irrtümer erwiesen.

Es ist die Geschichte von mordenden Polarforschern, Hochstaplern und Schwindlern, aber auch von Forschern und Expeditionen, die Ruhm und Ehre für ihre Geldgeber einheimsen wollten und einfach Naturphänomenen aufgesessen sind.

Herausgekommen dabei sind unzählige Inseln, ganze Länder und Meere, die es nie gegeben hat, aber von den Menschen lange Zeit als real existent angesehen wurden. Die Geschichte einer Bergkette, die den gesamten afrikanischen Kontinent durchzieht ist ebenso spannend, wie die Vorstellungen von einem Meer inmitten der Trockenheit Australiens oder Kalifornien als Insel, vom restlichen Amerika getrennt.

Der Autor hat ausführlich recherchiert und sich auf die Suche begeben, nach diesen Geschichten, die die Geografie besonders spannend bereithält und Kartenmaterial zu etwas erstaunlich Lebendigen machen.

Ganze Inseln „wanderten“ über die Jahrhunderte durch die Welt. Je größer der Wissensstand wurde, um so vielfältiger und genauer geografische Bestimmungen. Um so schwieriger wurde es jedoch auch, zwischen Lüge und Phantom, Wahrheit und Realität zu unterscheiden.

Sandy Island beispielsweise wurde erst 2012 vond en Landkarten getilgt, während die Royal Navy schon mal in den vergangenen Jahrhunderten 123 Inseln von ihren Seekarten strich, darunter auch noch drei existierende. Die dichte und ausführliche Recherche-Arbeit, das Interesse und die Faszination der Thematik merkt man dem Autor mit jeder Zeile an.

Reich bebildert, in hochwertiger Aufmachung, ist es Brooke-Hitching gelungen, ein staubtrockenens Thema auch Lesern näher zu bringen, die sich mit Geografie höchstens in der Form beschäftigen, wenn sie die Route zum Urlaubsort planen.

Doch, unsere Welt verbirgt spannende Geheimnisse, die es zu entdecken und Entdeckungen, die es zu hinterfragen gilt. Wir glauben, alles zu wissen oder zumindest wissen zu können, wissen dennoch so wenig. Wir vertrauen unseren Navis so viel mehr als unseren eigenen gesunden Menschenverstand, doch sind wir erschüttert, wenn sich geglaubte tatsachen als Täuschungen erweisen.

Der „Atlas der erfunden Orte“, hat einige davon versammelt. Brooke-Hitchings Werk sollte man auf jeden Fall in der Nähe seiner Atlanten griffbereit halten. Es lohnt sich auf den Globus zu schauen. Manchmal spielt das Auge uns, wie auch den vermeintlichen Entdeckern, einen Streich, manchmal sitzen wir Betrügern auf. Der „Atlas der erfunden Orte“, ermahnt uns, genauer hinzuschauen.

Noch sind nicht alle Entdeckungen gemacht und andere hinterfragt. Dazu ist die Welt eifnach zu groß und zu faszinierend.

Ansichten:

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Autor:
Edward Brooke-Hitching ist Sohn eines Antiquars und arbeitete bei mehreren Zeitungen und am Theater, bevor er einen Abschluss in Filmwissenschaft an der University of Exeter machte. Als Dokumentarfilmer gewann er mehrere Preise.

Im Jahr 2016 wurde seine „Enzyklopädie der vergessenen Sportarten“ veröffentlicht. Ausgangspunkt zu seiner Recherche geografischer phänomene war eine alte Landkarte im Familienbesitz. Brooke-Hitching sammelt Werke über englische Forscher und Entdecker und lebt in London.

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Alastair Bonnett: Die seltsamsten Orte der Welt

Die seltsamsten Orte der Welt Book Cover
Die seltsamsten Orte der Welt Alastair Bonnett C.H. Beck Erschienen am: 15.12.2015 Seiten: 296 ISBN: 978-3-406-67492-1 Übersetzer: Andreas Wirthensohn

Inhalt:

Spätestens seit Google Earth ist die Welt bis in den letzten Winkel erforscht und vermessen. Es gibt keine unbekannten Orte mehr, keine unberührten Eilande, nichts mehr zu entdecken – oder etwa doch? Alastair Bonnett stellt in diesem Buch faszinierende und außergewöhnliche Orte vor, die unsere Vorstellungen von der Welt gehörig durcheinanderbringen.

Sie tauchen auf und unter, wie die Inseln im Gangesdelta, verschwinden von Satellitenbildern, wie Sandy Island vor

der australischen Küste, oder verstecken sich unter Gebüsch und Gestrüpp, das alle Spuren überwuchert, wie auf der britischen Halbinsel Arne.

Unterhaltsam und leichtfüßig werden Orte wie Bir Tawil in Ostafrika beschrieben, die partout keine Nation haben will, oder Orte, die scheinbar zu zwei Nationalstaaten gleichzeitig gehören. Berichtet wird von versteckten Labyrinthen, unterirdischen, verlassenen oder überbauten Städten ebenso wie von ihrer historischen Entwicklung.

Lehrreich, aber nicht belehrend führt Bonnett durch geographische Kuriositäten und zeigt, dass auch für den heutigen Menschen das Entdecken nie aufhört. (Verlagstext)

Rezension:

Der Mensch hat nahezu alles vermessen und katalogisiert, eingeordnet und bestimmt, was auf der Erde existiert. Dennoch gibt es weiße Flecken, die es zu entdecken gilt und über die es sich nachzudenken lohnt. Orte, auftauchen um wieder zu verschwinden, Orte, die zu zwei Staaten gleichzeitig gehören, die kein Staat haben will, Orte, die nur vorrübergehend existierend oder gar nicht an der Oberfläche, sondern nur direkt darunter.

Alastair Bonnett widmet sich diesen geographischen Kuriositäten, ob nun von der Natur oder vom Menschen geschaffen und nähert sich diesen in philosophischer Betrachtung, was anders gar nicht machbar wäre. Er lässt uns nachdenken, über unsere gewöhnliche Definition von Orten und Grenzen, an selbigen, die alle Regeln zu kippen scheinen und schrieb mit seinem Buch nicht nur eine Hommage an eben diese sondern auch an die Menschen, die das Ungewöhnliche in ihren Alltag integrieren müssen, da sie dort leben.

Ich habe etwas anderes erwartet, keinesfalls eine derartige Herangehensweise, sondern eine mehr sachliche, die über diese Orte, eine überdies willkürliche aber interessante Aufzählung, berichtet. Dennoch gefiel mir, was ich gelesen habe. Schön, das ganze mal aus einem Blickwinkel zu betrachten, den ich so nicht angedacht habe.

Zudem schärft es auch ein Blick für Orte, über die man sich ansonsten nie Gedanken machen würde und gibt Anstoß, das nächste Mal die Landkarte genauer zu betrachten oder gar einige solcher Orte vielleicht selbst zu besuchen. Was ich mir z.B. im Falle Baarle-Naussaus und Baarle-Hertongs auf jeden Fall vornehmen werde.

Insgesamt hat mir diese Betrachtung sehr gut gefallen, wenn sie auch etwas ungewöhnlich war und ich gerne mehr über die Orte und ihre Geschichte, so sie eine haben, und über die Menschen, die dort leben, erfahren hätte. Trotzdem ist Bonnetts Denkanstoß dazu geeignet, alltägliche Definitionen neu zu justieren, dort, wo sie nicht mehr funktionieren und alleine das ist ein großer Pluspunkt, genau so wie die ungewöhnliche Aufzählung verschiedenster geografischer Kuriositäten.

Zu guter Letzt, nur weil sich das hier lohnt, auch einen Blick auf Cover und Umschlaggestaltung. Kein normaler Papierumschlag, sondern schon etwas fester, von der Struktur her wie ein dünneres Wackelbildchen. Nur ohne Wackeln.

Fasst sich ganz anders an, ist gewöhnungsbedürftig. Manche werden wohl das Gefühl bekommen, daran fest zu kleben, wenn sie den Umschlag vorher nicht abnehmen. Es ist eine Sache der Gewohnheit. Überdies wunderschön und sehr detailliert gestaltet, passend zur Thematik des Buches und zum Spezialgebiet des Autors. Ein Schmuckstück unter den Sachbüchern.

Insgesamt, eine Leseempfehlung von mir. Am besten selbst an einem ungewöhnlichen Ort.

Autor:

Alastair Bonnett ist Professor of Social Geography an der Universität Newcastle uund Autor zahlreicher wissenschaftlicher Werke und Herausgeber der psychogeographischen Zeitschrift „Transgressions: A Journal of Urban Exploration“. Er lebt in Newcastle upon Tyne in England.

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Selma Lagerlöf: Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden

Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden Book Cover
Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden Selma Lagerlöf Verlag: Die andere Bibliothek Hardcover Seiten: 704 ISBN: 978-3-8477-1359-3 Übersetzer: Thomas Steinfeld

Handlung:

Endlich kann Nils Holgersson reisen, wie es sich Selma Lagerlöf gewünscht hat: der Welterfolg der Literaturnobelpreisträgerin liegt nun neu und erstmals vollständig in einer Übertragung von Thomas Steinfeld vor, die das wunderbare Schwedisch einer vergangenen Epoche bewahrt.

Bereichert ist diese Ausgabe mit den Zeichnungen von Bertil Lybeck aus dem Jahr 1962. (Klappentext)

Rezension:

Die Handlung dieses Werkes dürfte bekannt sein. Ein Junge, cholerisch, Streiche spielend, nur Unsinn im Kopf, ein Tierquäler und Faulpelz wird zur Strafe für seine Untaten auf Wichtelgröße geschrumpft und reist fortan mit der zahmen Hausgans Marten und einer Schar Wildgänse durch das weite Schweden.

Und lernt in Konfrontation mit neuen Feinden wie dem bösartigen Fuchs Smirre, einer Schar Krähen oder einer Horde Ratten, wie es ist, sich richtig zu verhalten, überlegt zu handeln und sich gut und achtsam anderen gegenüber zu verhandeln.

Eine Charakterwandlung die am Ende als Belohnung mit dem Wiedererlangen der normalen Körpergröße und der freudigen Zusammenkunft mit seinen Eltern belohnt wird.

Doch, wer bisher Übersetzungen aus dem Schwedischen in den Händen gehalten hat, hat nicht die gesamte Reise Nils Holgerssons mitbekommen, denn den meisten Übersetzungen lagen selbst gekürzte Ausgaben des Originals zu Grudne, von denen Selma Lagerlöf auch einige verfasste.

Ursprünglich war ihr Auftrag, ein Schulbuch zu schreiben, was umfassend über die geographischen Gegebenheiten des Landes informieren sollte. Zudem sollte es unterhaltsam sein und eine Sagensammlung aller Landesteile und wurde dabei schlicht zu umfangreich.

Also kürzte die Autorin selbst, schrieb eine neue Fassung für den Unterricht und auch heute noch wird an den schwedischen Vorlagen herumgeschraubt. Da werden Sätze, ganze Seiten zusammengestrichen, Handlungen und Landschaftsbeschreibungen gekürzt, teilweise gar etwas dazu geschrieben, was so niemals im Original drinnen stand.

So ist es auch nicht verwudnerlich, dass es zumindest eine deutsche Fassung früheren Datums gibt, die von sich behauptet, vollständig zu sein. Selbst da fehlt einiges. Nämlich an die 15 % des ursprünglichen Textes, wie im Nachwort zu lesen ist.

Und so liegt nun, mit der Übersetzung von Thomas Steinfeld, erstmals eine wirklich vollständige Ausgabe im deutschen Sprachraum vor, die dafür für den Preis der Leipziger Buchmesse 2015 nominiert war.

Der Übersetzer gibt vor, sich so nah wie nur irgend möglich am schwedischen Original von 1906 gehalten zu haben. Illustiriert ist das Werk mit den Zeichnungen von Bertil Lybeck, die dem schwedischen Druck von 1962 entnommen und dort inzwischen ebenfalls Allgemeingut geworden sind.

Im Nachwort meldet sich der Übersetzer selbst zu Wort, berichtet von der Entstehung des Originals und der Geschichte aller bisherigen Übersetzungen, die sich fast genau so spannend liest wie Nils Holgerssons Reise selbst.

Wer eine wunderschöne und vollständige, illustrierte und informative, unterhaltende und literarisch wertvolle Ausgabe dieser schwedischen Geschichte im Regal stehen haben oder, noch besser, lesen möchte, sollte sich diese Ausgabe unbedingt zulegen.

Autorin:

Selma Lagerlöf wurde 1858 auf Gut Marbacka, im heutigen Sunne, Värmland in Schweden geboren und starb 1940 am selben Ort. Die schwedische Schriftstellerin war zunächst Lehrerin an einer Mädchenschule und schlug damit einen für Frauen damalig ungewöhnliche fast akademischen Weg ein.

1909 erhielt sie als erste Frau den Nobelpreis für Literatur und wurde 1914 in die Schwedische Akademie aufgenommen. 1906 schrieb sie „Nils Hogerssons wunderbare Reise durch Schweden“, ihr Debut gab sie mit „Gösta Berling“, welches in Schweden 1891 erschien.

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Alan Weisman: Countdown – Hat die Erde eine Zukunft?

Countdown - Hat die Erde eine Zukunft? Book Cover
Countdown – Hat die Erde eine Zukunft? Alan Weisman Piper Taschenbuch Seiten: 573 ISBN: 978-3-492-30551-8

Inhalt:

Alle 108 Stunden gibt es eine Million mehr Menschen auf der Erde. Wie lange dauert es noch, bis sie kollabiert?

Der Countdown hat begonnen: Die Erde kann uns nicht mehr lange (er)tragen – immer mehr Menschen produzieren imer mehr Müll, verbrauchen mehr Ressourcen und stoßen mehr CO2 aus.

Alan Weisman nimmt uns mit auf eine aufrüttelnde Reise durch über 20 Länder und zeigt, wie nur eine drastische Reduzierung der Bevölkerungszahl unser Überleben auf der Erde sichern kann – provokativ und Augen öffnend! (Klappentext)

Rezension:

Der Mensch hat als einzige Spezies auf unserem Planeten das Potential sich selbst auszurotten und das alleine durch seine Anwesenheit und schier unaufhörlich wachsende Zahl. Immer mehr Menschen teilen sich Lebensraum, Nahrung, Wasser und Energie-Rohstoffe, immer mehr Menschen hungern und andere leben im Überfluss und der dadurch unermesslichen Wegwerf-Gesellschaft. Immer mehr Müll und immer mehr Kohlenstoffdioxid verpesten Luft, Wasser und Boden. Doch, wann ist die Grenze erreicht?

Wann der Zeitpunkt, an dem es einen Menschen mehr gibt als die Erde ertragen kann? Wann zerstört homo sapiens seine Lebensgrundlagen entgültig? Diesen Fragen stellt sich Alan Weismann, zugleich auf der Suche nach der Lösung dieses Problems, welches uns innerhalb des Jahrhunderts wohl treffen wird.

Und er sucht zugleich nach der Lösung. Was wäre, wenn wir einfach weniger Menschen würden? Wenn die Geburrtenraten aller Länder nur der Ersatzrate entsprechen, überall Bevölkerungsprogramme, Familienplanung stattfänden?

Wenn arme Menschen in den Entwicklungsländern flächendeckend Zugang zu kostenfreier Bildung, Aufklärung und Verhütungsmitteln hätten? Reiche Länder (etwa in Europa) ihr Bevölkerungsschrumpfen nicht als Hemmnis sondern als Chance begreifen und der Anbau von Nahrungsmitteln auf mehrheitlich biologischen Anbau zurückgeführt würde? Die Verwendung von Stcikstoffdünger reduziert und der Fleichkonsum zurückgefahren wird?

Alan Weisman hat mit „Countdown – Hat die Erde eine Zukunft?“ erneut ein sehr fundiertes und detailliertes Sachbuch veröffentlicht, was unbedingte Beachtung verdient. Gestützt auf zahlreiche wissenschaftliche Quellen entwirft er ein Szenario zur Rettung unserer Spezies, die kurz davor ist, sich selbst auszurotten und bietet Lösungsansätze an, wie dies gelingen kann.

Er zeigt die Folgen vom Nicht-Handeln auf aber auch Projekte, überall auf der ganzen Welt, selbst in Ländern, in denen man es nicht erwartet, die hoffen lassen auf eine glücklichere Zukunft unseres Planeten. Gespickt mit Zahlen und unter Mitarbeit von Wissenschaftlern von Biologen über Historikern, Chemikern, Meteorolgen und Agrarwissenschaftlern schickt Weisman den Leser auf eine Reise, die nicht ohne Folgen bleibt.

Denn eines ist unbestritten, die Erde kann auch ohne uns überleben, wird dies auch tun. Die Frage ist, ob wir wirklich das Überleben unserer Spezies auf’s Spiel setzen möchten?

Autor:

Alan Weisman wurde 1947 in Minneapolis, Minnesota geboren und ist ein US-amerikanischer Autor und Journalist. Zahlreiche Auslandsreportagen rund um die Welt schrieb er für Zeitschriften wie „Harper’s Magazine“, „The Atlantic Monthly“ aber auch für die legendäre New York Times oder das „Discover Magazine“.

Zudem ist er als Radio-Produzent tätig. Weisman ist Professort für Journalismus an der Universiät von Arizina. Sein Buch „Die Erde ohne uns“, welches 2007 erschien, war die Grundlage einer gleichnamigen Serie, die sich mit der Entwicklung der Natur und der Erdgeschichte nach dem Verschwinden des Menschen befasste.

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