Kurzblick: VDSIS – Von der Straße ins Studio

Natürlich ist das ein Buchblog und das wird auch im nun gerade angebrochenen neuen Jahr so bleiben, doch hin und wieder sind Ausblicke über den kulturellen Tellerrand erlaubt und genau dafür gibt es die Kategorie -Kurzblick-.

Hier gehört alles hinein, was nicht mit Büchern, Buchmessen, Lesungen oder gar Reisen zu tun hat. Selbst die haben hier eine, wenn auch sehr vernachlässigte, eigene Rubrik. Unser heutiger Ausflug führt uns in die Musik.

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VDSIS – Von der Straße ins Studio

Es ist so ein Zufallsfund, den ich hier präsentiere. Kennt wahrscheinlich jeder. Man sucht etwas, googlet nach einem bestimmten Thema, liest sich rein und klickt dann hier und dort, landet sichließlich ganz woanders.

Ich zumeist auf Youtube, wo mir dann das eine oder andere Video heraufgespült wird, welches Youtube meint, ich mir unbedingt anschauen muss. Und da ich gerade Zeit hatte, habe ich das tatsächlich getan und diese tolle Entdeckung gemacht.

Das Kürzel VDSIS ist eher unscheinbar, doch präsentiert sich dahinter ein hochspannendes Projekt. Alleine, weil es das gibt, lohnt sich schon die Vorstellung und je mehr man darüber erfährt, um so interessanter wird es.

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Ausgeschrieben bedeutet VDSIS nichts anders als „Von der Straße ins Studio“ und bezeichnet ein Rapp-Projekt für Kinder und Jugendliche, welches 2010 ins Leben gerufen wurde.

Im Rahmen des Vereins SMOG e.V: (wieder so ein Kürzel), Schule machen ohne Gewalt e.V., arbeiten hier Jugendliche in Workshops zusammen, drehen gemeinsam Musik-Videos, nehmen an Auftritten und Studio-Aufnahmen teil. Mitunter mit selbst geschriebenen Texten, unterstützt von deutschen Rappern, Produktionsfirmen und professionellen Agenturen.

Die Texte greifen Themen auf, die Kinder und Jugendliche bewegen und gesellschaftlich mitunter kontrovers diskutiert werden (sollten).

So sollen die Kinder, dass ist das erklärte Ziel, alternative Wege aufgezeigt bekommen, Emotionen zu verarbeiten, sich mitzuteilen und zu präsentieren lernen.

Das Gemeinschaftserlebnis steht dabei im Vordergrund und hat bisher nicht nur zahlreiche Videoclips auf den hauseigenen Youtube-Kanal hervorgebracht, sondern auch mehrere Preise, sowie die notwenidge mediale Aufmerksamkeit, von der solche Projekte leben.

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Ein Rappmusical ist inzwischen ebenso entstanden, wie auch ein Film, der demnächst präsentiert werden soll.

Wenn es so weit ist, wird im Blog natürlich wieder darauf aufmerksam gemacht werden. Versprochen.

Die klangliche und musikalische Qualiät ist, soweit ich das beurteilen kann, sehr hoch, jedoch nicht das Hauptmerkmal, auf das wert gelegt wird.

Das Projekt zeigt jedoch, inzwischen in Deutschland, Schweiz und auch Österreich, was die gemeinsame Arbeit an einem Interesse bewirken kann und kann viel mehr als nur Musik anbieten.

So z.B. Workshops zu verschiedenen Themen, wie etwa das Entwickeln eines Videos von der ersten Idee bis zur Nachbereitung des Endproduktes. Motivationstraining und Selbstreflexion inklusive.

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Ein Projekt ist VDSIS, welches mit seiner Arbeit auch die Integrationsdebatte beeinflusst hat und noch vieles mehr. Auf Homepage und Youtube-Kanal, die ich euch beide hier verlinke, findet ihr noch mehr Informationen und vielleicht stößt es ja bei dem einen oder anderen musikbegabten Kind auf Interesse?

VDSIS beeinflusste mit seinen Beiträgen auch die laufende Integrationsdebatte.

Einfach mal im Bekanntenkreis umschauen. Vielleicht gibt es ja einen kleinen Musiker oder Schauspieler, der sich ausprobieren mag? Bewerbungen und Interessenten werden jedenfalls gerne gesehen.

Mitmachen bei VDSIS:
http://www.vonderstrasseinsstudio.com/talentforderung/

Das Projekt selbst: Von der Straße ins Studio

Euer findo.

Der Beitrag wird unterstützt von VDSIS. Bildentnahmen sind abgesprochen und Eigentum von VDSIS.

Kurzblick: Kleinod in Rethymno, Kreta – Wo Bücher wohnen

Es würde den Rahmen sprengen, wenn ich all meine Fotos des letzten Sommer-Urlaubs veröffentlichen würde. Kreta ist einfach eine zu schöne Insel, als dass man nicht dem Reiz erliegen würde, die Kapazitäten der Kamera-SD-Karte zu sprengen.

So war ich, Ausgangspunkt der Ortsrand von Rethymno, nicht nur in der gleichnamigen Stadt und habe dort u.a. die Venezianische Festung besucht, sondern auch auf den Markt von Chania oder im Trubel von Heraklion.

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Unser Grundrecht: Geht zur Wahl und nutzt eure Stimme.

Am Sonntag ist Bundestagswahl. Wählt die Abgeordneten und die Parteien, die eure Vorstellungen vertreten. Anderswo wird um dieses Privileg, wählen zu dürfen, gestritten. Nehmt euer Grundrecht wahr. Wer nicht wählt, darf sich hinterher nicht über das Ergebnis beschweren. jede Stimme, die nicht in die Wahlurne landet, ist eine Stimme für die Extreme und gegen Toleranz, Vielfalt und einem friedlichen Miteinander.

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Kindheitserinnerungen…

Kurzblick: Streetfood in Berlin

Fast drei Jahre ist es her, da bin ich von meiner Geburtsstadt aus nach Berlin gezogen und suche seit dem immer wieder Orte, Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten auf, um diese riesige Stadt zu erleben und zu erkunden. Das geht aber nicht nur in den zahlreichen Parks, den beeiden Zoos, unendlich vielen Kinos, Museen oder anderen Sehenswürdigkeiten. Nein, auch die Streetfood-Szene hat es mir angetan.

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Kurzblick: Erkundungsexpedition zwischen Vater und Sohn

Ein packendes Thema zu finden, gestaltet sich manchmal außerordentlich schwierig. Es gibt sie aber immer noch, Momente, in denen einen Interessantes, Spannendes und Kurioses förmlich vor die Füße fällt bzw. beim an sich belanglosen Streifen durch die Weiten des World Wide Web. Und solch einen Moment mit genau diesem Ergebnis hatte ich kürzlich. Das möchte ich natürlich euch nicht vorenthalten.

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Kurzblick: Alles neu 2017

Seit ich mit dem Schreiben über Bücher angefangen habe, hatte ich so viele tolle Erlebnisse, die nur deshalb entstanden sind, weil es offenbar Menschen gibt, die sich dafür interessieren und so wird auch das neue Jahr ein hoffentlich interessantes, spannendes und abwechslungsreiches werden, in dem durch den Blog für mich tolle Erfahrungen geschaffen werden. Natürlich wird sich das auch in der Struktur des Blogs und den Beiträgen spiegeln.

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Film zum Buch (Kurzblick): Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind?

Ja, wo sind sie denn zu finden? Ein paar zumindest in Newt Scamanders Koffer, der eigentlich nur auf der Durchreise ist als er in New York City ankommt.

Zurück von seiner letzten Expedition, möchte er eines seiner Tiere in die freie Wildbahn Amerikas entlassen, nur dummerweise wird er von einen Passanten angerempelt, der Koffer wird verwechselt und im nächsten Moment sind all die magischen Geschöpfe entflohen.

Dumm nur, dass der Passant ein No-Maj ist (so nennen die amerikanischen Zauberer die Muggel) und überdies im Zauber-Amerika rückständige und strenge Gesetze gelten. Was die Einfuhr von magischen Wesen und die Geheimhaltung der Zauberei betrifft.

Doch, Newt Scamander, der No-Maj, der eigentlich nur in New York eine Bäckerei eröffnen wollte und eine ausgestoßene Magische Zaubererkongressmitarbeiterin machen sich auf die Suche. Und begegnen dabei nicht nur furchterregenden wie faszinierenden Geschöpfen.

Insgesamt hat mir Joanne K. Rowlings Drehbuchdebüt sehr gut gefallen, was aber auch daran liegt, dass der Stab um Produzenten und Regie der gleiche ist, wie in dern Harry Potter Filmen zuvor, wenn man auch das Verbrechen begangen hat, Johny Depp mitspielen zu lassen. Spielort ist halt Amerika.

Die Zauberergesellschaft der Zwanziger Jahre in den USA kommt längst nicht so selbstbewusst rüber gegenüber den Muggeln, wie die britische der Neuzeit, ansonsten spielt die Szenerie zwar im Harry Potter Universum aber ohne die Hauptgeschichte auch nur annähernd zu berühren.

Dumbledore wird z.B. nur einmal erwähnt und auch der Name von ein zwei bösen Zauberern wird fallen, die größte Verbindung ist aber vielleicht noch, dass der Zuschauer weiß, wer einmal eines von Harrys Schulbüchern verfassen wird.

Das war es auch schon. Effekte, Dialoge und die riege der Schauspieler, auch wenn ich kein gutes Namensgedächtnis habe, sind klasse und lassen viel Raum für eine Fortsetzung, die es sicher geben wird. Ich freue mich darauf.

Wovon ich nicht ganz so überzeugt bin, ist die Vermarktung des Filmes in den Buchläden. Die bekommen reichlich davon ab. Carlsen und Panini teilen sich hier die Einnahmen der Kunden.

Da gibt esBücher über das Setbild, die Kostüme, Requisiten, ein Posterbuch, ein Stickerbuch, ein Buch über die Charktere, die Tierwesen, ein anderes über die Geschichte an sich, dann wieder eines zu den Dreharbeiten an sich. Das Drehbuch selbst wird auch noch erscheinen. Wer soll das bitte schön alles bezahlen.

Statt dass man ein dickes Buch macht und dazu vielleicht noch das Drehbuch, so viel noch nebenbei? Für die Verlage wird es aufgehen werden.

Dem Fan wird es weh tun. Schließlich sind noch mehrere Teile davon geplant und die werden sicher auch toll. Nur wird man dann arm, wenn man auch noch das Begleitmaterial kauft und sich am Ende wohl die Kinokarte nicht mehr wird leisten können.