{"id":8023,"date":"2024-04-06T18:48:27","date_gmt":"2024-04-06T18:48:27","guid":{"rendered":"https:\/\/findosbuecher.com\/?p=8023"},"modified":"2024-04-13T06:31:13","modified_gmt":"2024-04-13T06:31:13","slug":"wir-haben-die-helden-so-lange-gern-so-lange-die-helden-uns-verzeihen-dass-wir-keine-helden-sind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/findosbuecher.com\/?p=8023","title":{"rendered":"Wir haben die Helden so lange gern, so lange die Helden uns verzeihen, dass wir keine Helden sind."},"content":{"rendered":"\n<p>Als Hitlers Wehrmacht Frankreich im Juni 1940 besiegt, finden sich K\u00fcnstler und Intellektuelle, die aus Deutschland sich einst ins Exil gefl\u00fcchtet hatten, pl\u00f6tzlich wieder in Gefahr, der sie glaubten, entronnen zu sein. Die Gestapo fahndet zu dieser Zeit nach Heinrich Mann, Hannah Arendt, Lion Feuchtwanger und anderen, die seit 1933 in Frankreich Asyl gefunden hatten. Uwe Wittstock erz\u00e4hlt in &#8222;<a href=\"https:\/\/findosbuecher.com\/?p=7926\" data-type=\"post\" data-id=\"7926\">Marseille 1940<\/a>&#8220; die Geschichten ihrer Fluchten und die des Mannes, der sie erm\u00f6glichte. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Varian_Fry\">Varian Fry<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><em>findosbuecher (fortan: NH): Am Anfang steht ein Schriftstellerkongress im Jahr 1935? Warum?<\/em><br><br>Uwe Wittstock (fortan UW): Ich habe mich f\u00fcr das Jahr 1935 interessiert, da Varian Fry in dieser Zeit zum ersten Mal in Deutschland war und dort diese Randale und Ausschreitungen auf dem Kurf\u00fcrstendamm erlebte. Da war die \u00dcberlegung: Die Schriftsteller, die er sp\u00e4ter gerettet hat, was haben die eigentlich zu dieser Zeit gemacht? So kam ich auf lauter originelle Geschichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das war der Tag, an dem die Ehefrau von Schuschnigg in \u00d6sterreich beerdigt wurde. Es gibt aber auch das Tagebuch von Feuchtwanger. Da war vom Leben in der &#8222;traumhaften Villa in Sanary-sur-Mer mit Blick aufs Mittelmeer&#8220; die Rede, aber auch von diesem Schriftsteller-Kongress, wieder ein Treffen von Schriftstellern, und dar\u00fcber habe mich genauer informiert und festgestellt, dass dort viele Diskussionen aufgebrochen sind.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"665\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/v4wobngn-665x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7927\" srcset=\"https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/v4wobngn-665x1024.png 665w, https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/v4wobngn-195x300.png 195w, https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/v4wobngn-768x1183.png 768w, https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/v4wobngn-997x1536.png 997w, https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/v4wobngn-316x487.png 316w, https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/v4wobngn.png 1266w\" sizes=\"auto, (max-width: 665px) 100vw, 665px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><a href=\"https:\/\/findosbuecher.com\/?p=7926\" data-type=\"post\" data-id=\"7926\">Uwe Wittstock: Marseille 1940 &#8211; Die gro\u00dfe Flucht der Literatur<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>Dort kam das Thema Victor Serge auf, der kommunistische Schriftsteller, der stalinfeindlich eingestellt war und der w\u00e4hrend des Kongresses zum Thema wurde, da er quasi schon in einer Art Gulag oder Lager sa\u00df. Ich wusste, dass Victor Serge sp\u00e4ter in der Villa Air Bel mit Varian Fry zusammenleben musste. An dieser Art von Beziehung konnte ich nicht vorbeigehen, das musste ich mit hineinbringen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>NH: Was war Varian Fry f\u00fcr ein Mensch?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>UW: Das war kein einfacher Mensch. Fry war sicherlich ein schwieriger Charakter, jemand der mit einem hohen Idealismus versehen war, auch hohen Anspr\u00fcchen an sich selbst, aber diesen Idealismus auch von anderen Menschen erwartete. Das ist etwas f\u00fcr uns normale Menschen Unbehagliches.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben die Helden so lange gern, so lange die Helden uns verzeihen, dass wir keine Helden sind, dass wir in unserer normalen Alltagswelt leben wollen. Und das war in diesem Fall eben nicht so. Er hatte sehr hohe Anspr\u00fcche an seine Mitmenschen. Wenn die sagten, da mache ich nicht mit, waren die ihm unangenehm. Das hatte er sie sp\u00fcren lassen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>NH: Er hat dann mit anderen zusammen die Rettung von K\u00fcnstlern und Schriftstellern organisiert. Wie hat man ausgew\u00e4hlt, wer gerettet wird, wer au\u00dfen vor bleiben muss<\/em>?<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>UW: Varian Fry war vor allem begeistert von europ\u00e4ischer Avantgarde-Kunst. Er liebte Leute wie Andre Breton, den er sp\u00e4ter auch rettete, Heinrich Mann, Anna Seghers. Diese waren ihm alle bekannt. Er hatte in Harvard, wo er studiert hatte, eine Zeitschrift herausgegeben, in der er Texte dieser Menschen publiziert hatte. Nun erfuhr er in Amerika, dass viele von denen in S\u00fcdfrankreich in Gefahr waren, von den Deutschen gefasst, in Konzentrationslager oder umgebracht zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Zusammen mit Freunden gr\u00fcndete Fry in New York eine Organisation, um Geld zu sammeln, diesen Leuten zu helfen. Dann ging es darum, welchen Intellektuellen, welchen K\u00fcnstlern, welchen Schriftstellern und Schriftstellerinnen sollten wir helfen? Daf\u00fcr wurden Menschen befragt, die sich in den verschiedenen Bereichen gut auskannten, in der Theaterwelt, in der Philosophie, in der Kunst, auch in den Naturwissenschaften. So wurden Listen erstellt, wer dringend gerettet werden musste.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Literatur hatte diese Liste Thomas Mann aufgestellt, der nat\u00fcrlich Listen auch von anderen bekam, aber sich nat\u00fcrlich gut auskannte, da ihm viele Exilanten nach Amerika geschrieben und um Hilfe gebeten haben. Diese Leute wurden dann aufgelistet. Zusammen waren das schon \u00fcber 200 Personen. Mit dieser Liste fuhr Varian Fry nach Marseille.<\/p>\n\n\n\n<p>Anf\u00e4nglich hatte er gedacht, er bliebe nur vier Wochen, um einige wichtige Menschen zu retten. Er wollte aber vor allem die Organisation aufbauen, die das \u00fcbernimmt. Fry hatte dann erkannt, dass die Aufgabe zu gro\u00df war, aber auch, dass es gerade f\u00fcr ihn als Amerikaner m\u00f6glich war, viele zu retten, da die Deutschen Amerikaner anfangs noch mit gro\u00dfem Respekt behandelten. So blieb er dann nicht einen, sondern dreizehn Monate geblieben, und rettete nicht 200, sondern fast 2.000 Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>NH: Zun\u00e4chst fand sich kein anderer, der das machen konnte oder wollte. Fry kommt in Marseille an. Was war das vor Ort f\u00fcr eine Situation?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>UW: Im geteilten Frankreich war es so, dass auch in der unbesetzten Zone viele Deutsche, viele Wehrmachtsangeh\u00f6rige und andere unterwegs waren. Es gab z. B. die Kundt-Kommission, die in den Internierungslagern geschaut hat, was f\u00fcr Menschen dort interniert waren. Waren das reichsdeutsche Hitleranh\u00e4nger, wurden diese befreit und nach Deutschland zur\u00fcckgeschickt. Waren es aber Gegner, konnte die Kommission die Auslieferung vom Vichy-Regime verlangen und diese Menschen ins KZ verbringen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>Man hatte da sehr genau geschaut, aber es gab auch andere Gefahren f\u00fcr Juden, f\u00fcr Hitler-Feindliche. Oder f\u00fcr Dissidenten, die nicht die richtigen Papiere hatten, mit denen sie sich in Frankreich frei bewegen konnten, sodass sie wieder verhaftet und ins Lager geschickt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>NH: Fry kannte die Situation in Frankreich vorher nicht. Wie fand er die Fluchtrouten? Wie hat er sichergestellt, dass diese funktionierten?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>UW: Er konnte sich mit der Situation in Frankreich nicht auskennen, da der Waffenstillstand und die Teilung des Landes erst am 22. Juli vollzogen wurden. Nur zwei Monate sp\u00e4ter kam er in Marseille an. In der kurzen Zeit gab es keine gesicherten Informationen und auch die Situation in Frankreich hatte sich noch gar nicht gekl\u00e4rt. Fry ist in ein f\u00fcr ihn ziemlich &#8222;unbekanntes Gebiet&#8220; gefahren.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wittstock_marseille_ausst_rgb_5-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8024\" srcset=\"https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wittstock_marseille_ausst_rgb_5-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wittstock_marseille_ausst_rgb_5-300x300.jpg 300w, https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wittstock_marseille_ausst_rgb_5-150x150.jpg 150w, https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wittstock_marseille_ausst_rgb_5-768x768.jpg 768w, https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wittstock_marseille_ausst_rgb_5-320x320.jpg 320w, https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wittstock_marseille_ausst_rgb_5.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das geteilte Frankreich im Juli 1940 (Foto: <a href=\"https:\/\/www.chbeck.de\/wittstock-marseille-1940\/product\/36359417\">C. H. Beck<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Er setzte sich dort mit anderen in Verbindung, die ebenfalls versuchten, gef\u00e4hrdete Menschen herauszuholen oder ihnen wenigstens vor Ort zu helfen. Da gab es einen Gewerkschaftler namens Frank Bohn, ein deutschst\u00e4mmiger Amerikaner, der sich f\u00fcr gewerkschaftlich organisierte und f\u00fcr die SPD-Leute stark verantwortlich f\u00fchlte.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem traf er sich, der hatte ihm gesagt: \u201emach das mit Schiffen\u201c. Das scheiterte und so blieb nur der Weg \u00fcber Land, zur spanischen Grenze. Von Frankreich nach Spanien, von dort aus nach Lissabon. Von dort fuhren Schiffe ab.<\/p>\n\n\n\n<p><em>NH: Wie erfuhren die Exilanten und Fl\u00fcchtenden von Fry?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Von einigen hatte er Adressen. An diese hatte er Briefe geschrieben, z. B. an Heinrich Mann. Nachdem er geschrieben hatte, sprach sich das innerhalb der Exilanten-Gemeinde blitzschnell herum.<\/p>\n\n\n\n<p><em>NH: Marseille war aber schon zu diesem Zeitpunkt auch ein Schmelztiegel der Spione. Es gab Zensur, abgefangene Briefe. Warum ging es so lange gut, bei so vielen Menschen, die letztendlich davon wussten?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>UW: Am Anfang war Varian Fry sicherlich sehr unvorsichtig gewesen, aber er hatet sehr bald Albert O. Hirschmann kennengelernt, einen Deutschen, der schon in Italien gegen Mussolini gek\u00e4mpft hatte. Der hatte Erfahrung mit Untergrund-Arbeit und hat, sobald er mit Fry zusammenkam, das Schlimmste verh\u00fctet und darauf geachtet, dass der nicht zu unvorsichtig ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Varian Fry machte aber auch einen klugen Schachzug: Er hat eine Wohlt\u00e4tigkeitsorganisation gegr\u00fcndet, die er ganz offiziell bei der Pr\u00e4fektur in Frankreich angemeldet hat, und ein B\u00fcro er\u00f6ffnet, das sog. Centre Americain de Secours, welches die Aufgabe hatte, Geld- und Sachspenden zu verteilen, also Kleider, Lebensmittel.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit hatte er eine Fassade, mit der er rechtfertigen konnte, warum so viele Menschen zu ihm kamen. Hinter dieser Fassade hat er aber mit den Leuten, die gef\u00e4hrdet waren, vertraulich gesprochen und versucht, diese aus Frankreich herauszuholen. Auf welchem Wege auch immer.<\/p>\n\n\n\n<p><em>NH: Es kam dort auch zu Situationen, dass an ihn &#8222;Bedingungen&#8220; gestellt wurden wie: \u201eIch geh nicht ohne den oder nur unter diesen Umst\u00e4nden\u201c. Sind das Kurzschlussreaktionen gewesen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>UW: Wenn man z. B. von Familien ausgeht, ist es ziemlich klar, dass man zusammenbleiben m\u00f6chte. Dann gibt es Solidarit\u00e4t und Loyalit\u00e4ten, die man auch auf der Flucht nicht verletzt. Das ist das eine. Das andere, wir sprechen z. B. von Rudolf Breitscheid und Rudolf Hilferding, der eine Fraktionsvorsitzender der SPD, der Andere Finanzminister zu Zeiten der Weimarer Republik, die waren europaweit bekannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Staatsm\u00e4nner, die sich im ersten Moment darauf verlassen hatten, dass die Vichy-Regierung ihnen Sicherheit zusichert, was diese auch getan hatte, dass sie nicht ausgeliefert werden. Das war ein Fehler. Im Nachhinein sehen wir das ganz deutlich. Schon nach einem Dreivierteljahr hatte das Vichy-Regime sein Wort gebrochen und sie ausgeliefert. Unser Wissen ist vom Nachhinein. Im Nachhinein ist man immer kl\u00fcger. Ich kann schon verstehen, dass jemand von diesem Rang bleibt, wenn jemand ihm einen besonderen Schutz gew\u00e4hrt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>NH: Auf der anderen Seite ergibt sich der Eindruck, dass viele Schriftsteller wie Heinrich Mann diese Rettungsaktion als selbstverst\u00e4ndlich angesehen haben und dann ger\u00e4t Varian Fry ins Abseits des Vergessens.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>UW: Leute wie Mann sind Menschen des 19. Jahrhunderts gewesen. Im 19. Jahrhundert geboren. Die konnten sich nicht wirklich vorstellen, wie sehr sich die Verh\u00e4ltnisse nach dem Ersten Weltkrieg und vor allem im Zuge des Beginns des Nazi-Regimes ver\u00e4ndert hatten, mit welcher Brutalit\u00e4t und R\u00fccksichtslosigkeit da vorgegangen wurde. Man dachte sich, wenn man sich wie ein guter B\u00fcrger verh\u00e4lt, dann kann einem nichts passieren.<\/p>\n\n\n\n<p><em>NH: Die konnten sich nicht vorstellen, dass eine deutsche Regierung zu solchen Ma\u00dfnahmen greift?<\/em><br><br>UW: Unbedingt. In diesen v. a. juristischen Dingen waren die Schriftsteller naiv und kannten sich nicht aus. Es gab nat\u00fcrlich manche, die waren exzellent und haben die Dinge sehr gut vorausgeahnt. Im vorangegangenen &#8222;<a href=\"https:\/\/findosbuecher.com\/?p=6040\" data-type=\"post\" data-id=\"6040\">Februar 33<\/a>&#8220; beschreibe ich etwa Joseph Roth, der bereits am Morgen als Hitler zum Reichskanzler ernannt wurde, das Land verl\u00e4sst. Hier kann ich nicht mehr leben. Das ist zu gef\u00e4hrlich.<\/p>\n\n\n\n<p><em>NH: Beide Werke, sowohl &#8222;<a href=\"https:\/\/findosbuecher.com\/?p=7926\" data-type=\"post\" data-id=\"7926\">Marseille 1940<\/a>&#8220; als auch &#8222;<a href=\"https:\/\/findosbuecher.com\/?p=6040\" data-type=\"post\" data-id=\"6040\">Februar 33<\/a>&#8220; sind in einer kalenderartigen Form gehalten. Was bewirkt diese Form f\u00fcr die Brisanz?<\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"715\" height=\"726\" src=\"https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Screenshot-2024-03-27-083218.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7986\" srcset=\"https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Screenshot-2024-03-27-083218.png 715w, https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Screenshot-2024-03-27-083218-295x300.png 295w, https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Screenshot-2024-03-27-083218-320x325.png 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 715px) 100vw, 715px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Uwe Wittstock im Gespr\u00e4ch. (Foto: Privatarchiv)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>UW: Wenn es zu solchen Umbr\u00fcchen kommt, wie im Februar 1933 oder in der Zeit um 1940, in der die Exilanten in S\u00fcdfrankreich regelrecht gejagt wurden, dann passiert in solchen Situationen unglaublich viel gleichzeitig. Und wenn man das erz\u00e4hlen m\u00f6chte, ich sehe mich bei diesen B\u00fcchern als Erz\u00e4hler, dann braucht man ein Ordnungsinstrument, um dieses Chaos in irgendeiner Art und Weise zu ordnen. Das chronologische Prinzip ist da sehr naheliegend, da es sehr gut Kausalit\u00e4ten erkl\u00e4rt. Was ist vorher passiert? Was passierte danach? Auf die eine folgt die n\u00e4chste Aktion und so weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein anderer Fakt ist der, wenn man von mehreren Perspektiven erz\u00e4hlt, nicht nur von einer. In &#8222;<a href=\"https:\/\/findosbuecher.com\/?p=6040\" data-type=\"post\" data-id=\"6040\">Februar 33<\/a>&#8220; habe ich einen Tag erz\u00e4hlt, dann den n\u00e4chsten, immer wieder mit Unterbrechungen. Wie sieht es jetzt bei Thomas Mann aus, am Schauplatz von Heinrich Mann oder Berthold Brecht? Bei &#8222;<a href=\"https:\/\/findosbuecher.com\/?p=7926\" data-type=\"post\" data-id=\"7926\">Marseille 1940<\/a>&#8220; ist es \u00e4hnlich.<br><br>Da gibt es Ereignisse, die Folgen f\u00fcr die ganze Geschichte der Rettung der Exilanten haben, in New York, in Kalifornien, in Deutschland oder in Marseille. <\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Ich muss, wie mit einer Kamera da- und dorthin schwenken, um erz\u00e4hlen zu k\u00f6nnen, was dort zu dieser Zeit passierte. Damit wird die Sache auch spannender.<\/p>\n\n\n\n<p><em>NH: Wie gleicht man verschiedene, auch verschwimmende Erinnerungen ab? Wie entscheidet man, was ist erz\u00e4hlenswert, wo sind &#8222;Rivalit\u00e4ten&#8220;?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>UW: Was ich mache in diesen B\u00fcchern ist keine Wissenschaft. Es geht darum, die Dinge zu erz\u00e4hlen, dadurch lebendig zu halten und anschaulich zu halten und ein gro\u00dfes Publikum f\u00fcr die Situation der Fl\u00fcchtlinge in S\u00fcdfrankreich zu interessieren.<br><br>Wenn man dies wissenschaftlich angeht, muss man versuchen, die historischen Tatsachen so genau wie m\u00f6glich zu rekonstruieren, wobei immer sehr viele Unsicherheiten bleiben, bei denen man sagen muss, es kann sein, dass es so oder so passiert ist. Wenn Sie erz\u00e4hlen wollen, ist das au\u00dferordentlich schwierig. Ich richte mich nach den Erinnerungen der Betroffenen, die dabei waren, und halte mich daran und muss zugegeben, dass nat\u00fcrlich die Erinnerung nicht immer ganz stimmt, ein Unsicherheitselement, das ich hinnehmen muss.<br><br>Das Problem ist, die Wissenschaft kennt all diese Dinge. Es ist ihr aber nie gelungen, ein gr\u00f6\u00dferes Publikum zu interessieren.<\/p>\n\n\n\n<p><em>NH: Varian Fry ist bei uns nahezu unbekannt? Wie sieht es in Amerika, in Frankreich aus? Erinnert man sich da an seine Person?<\/em><br><br>UW: Fry ist in Deutschland viel zu wenig bekannt. Er hat ganz gro\u00dfe Verdienste, es gibt aber in Deutschland keine Biografie \u00fcber sein Leben, in der man sich wirklich intensiv mit seiner Person auseinandergesetzt hat. Das wollte ich unbedingt \u00e4ndern. Das ist eben auch eine Folge davon, dass wir uns in diesen Dingen sehr stark auf wissenschaftliche Arbeitsweisen zur\u00fcckgezogen haben. Die liefern aber auch keine v\u00f6llige Zuverl\u00e4ssigkeit liefern, sondern sagen, \u201ewir wissen es nicht ganz genau, sondern nur so ungef\u00e4hr\u201c, was dem entgegensteht, dies lebendig darzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Ausland ist das anders. Dort gibt es zwei Biografien \u00fcber ihn. Da er als Amerikaner gro\u00dfe Konflikte mit dem Au\u00dfenministerium, dem State Departement, hatte, gab es auch eine Aktion des State Departments in den 2000er Jahren, in der er ausdr\u00fccklich gew\u00fcrdigt und wo betont wurde, welch gro\u00dfartige Arbeit er geleistet hat. Der damalige Au\u00dfenminister pers\u00f6nlich hat ihm posthum einen Orden verliehen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>NH: Was war das f\u00fcr ein Konflikt?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>UW: Ein Spiel mehrerer Faktoren. Frys Organisation war eine Art NGO, bevor es diesen Begriff \u00fcberhaupt gab. Das Au\u00dfenministerium war nicht daran interessiert, sehr viele Fl\u00fcchtlinge aufzunehmen. Etwas, was uns heute nicht ganz unbekannt ist. Die USA waren leider sehr vorsichtig, vor allem bei Juden. Auch in Amerika gab es antisemitische Str\u00f6mungen zu der Zeit. Zum anderen wollte man keine politischen Intellektuellen, Theaterleute, K\u00fcnstler im Land haben, da immer der Verdacht nahelag, das sie eigentlich Sozialisten oder Kommunisten seien.<\/p>\n\n\n\n<p>Die wollte man definitiv nicht haben. Wer ein amerikanisches Visum haben wollte, musste die Frage beantworte \u201eWaren oder sind Sie Mitglied einer kommunistischen Partei?\u201c Wer das bejahte, f\u00fcr den war Schluss. Der kam nicht ins Land. Nicht gefragt wurde \u201eWaren oder sind Sie Mitglied einer faschistischen Partei?\u201c Komischerweise. Da gab es klare politische Vorbehalte und gegen diese hatte Varian Fry immer angek\u00e4mpft und sich nat\u00fcrlich auch unbeliebt gemacht. Gegen stalinistische Kommunisten hatte auch Fry was. Gegen\u00fcber Sozialdemokraten und anderen war er sehr offen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p><em>NH: Er hat die Liste auch sehr weit gefasst.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>UW: Wenn er mit einer Liste von 200 Personen angekommen war und nachher fast 2.000 Menschen gerettet hatte, ist das wohl so. Als er in Marseille ankam waren ein paar Leute, die auf dieser Liste standen, bereits umgekommen, andere schon fort. Es gab Menschen, gerade franz\u00f6sische Intellektuelle, von denen man in Amerika angenommen hatte, dass sie sehr gef\u00e4hrdet w\u00e4ren, die aber selbst die Gefahr nicht sehr hoch einsch\u00e4tzten. Ich bleibe in Frankreich. Ich m\u00f6chte mein Land nicht verlassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ende war ein eigentlich sehr bitteres. Schon Ende 1941 hatte die amerikanische Botschaft, da sie Frys Arbeit nicht haben wollte, ihm den Pass weggenommen. Ausweislos war er damit nicht mehr durch den Status, Amerikaner zu sein, gesch\u00fctzt. Der amerikanische Botschafter in Vichy-Frankreich, hat Fry signalisiert, dass er nicht protestieren w\u00fcrde, wenn dieses Regime ihn verhaftet.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wittstock_marseille_ausst_rgb_8-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8025\" srcset=\"https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wittstock_marseille_ausst_rgb_8-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wittstock_marseille_ausst_rgb_8-300x300.jpg 300w, https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wittstock_marseille_ausst_rgb_8-150x150.jpg 150w, https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wittstock_marseille_ausst_rgb_8-768x768.jpg 768w, https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wittstock_marseille_ausst_rgb_8-320x320.jpg 320w, https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wittstock_marseille_ausst_rgb_8.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Marseille 1940\/1941 (Foto: <a href=\"https:\/\/www.chbeck.de\/wittstock-marseille-1940\/product\/36359417\">C. H. Beck<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Daraufhin wurde Fry vom Pr\u00e4fekten in Marseille vorgeladen, um ihn mitzuteilen, dass Fry verhaftet und so untergebracht werden w\u00fcrde, dass er nicht mehr f\u00fcr seine Organisation arbeiten k\u00f6nne.<br><br>Das war nat\u00fcrlich ein endg\u00fcltiges Signal. Fry hat versucht, das noch vier Wochen zu verz\u00f6gern, aber dann musste er das Land verlassen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>NH: Varian Fry als besonderer Mensch nur f\u00fcr besondere Zeiten?<\/em><br><br>UW: Er war schwierig in Bezug auf Autorit\u00e4ten. Er war kein Gruppenmensch, aber offensichtlich ein genialer Teamchef. Die Gr\u00f6\u00dfe, in Marseille innerhalb von ein bis zwei Wochen ein so gro\u00dfartiges Team aufzubauen, mit Menschen, die idealistisch waren, um andere au\u00dfer Landes zu bringen, das muss man erstmal machen.<br><br>Viele von diesen Menschen, die f\u00fcr ihn gearbeitet haben, sind nach dem Zweiten Weltkrieg in wichtige Positionen gekommen. Das war kein Zufall. Er hatte einen Blick gehabt f\u00fcr begabte Leute und da hat er wunderbar gearbeitet. Ein schwieriger Mensch mit ganz au\u00dfergew\u00f6hnlicher Begabung. Diese dreizehn Monate waren die Sternstunde seines Lebens.<\/p>\n\n\n\n<p><em>NH: Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>UW: Vielen Dank.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Leseprobe des Verlags: <\/strong><a href=\"https:\/\/cdn-assetservice.ecom-api.beck-shop.de\/productattachment\/readingsample\/15257449\/36359417_leseprobe%20marseille%201940.pdf\">Hier klicken.<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/findosbuecher.com\/?p=7926\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"665\" height=\"1024\" data-id=\"7927\" src=\"https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/v4wobngn-665x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7927\" srcset=\"https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/v4wobngn-665x1024.png 665w, https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/v4wobngn-195x300.png 195w, https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/v4wobngn-768x1183.png 768w, https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/v4wobngn-997x1536.png 997w, https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/v4wobngn-316x487.png 316w, https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/v4wobngn.png 1266w\" sizes=\"auto, (max-width: 665px) 100vw, 665px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Uwe Wittstock: <a href=\"https:\/\/findosbuecher.com\/?p=7926\" data-type=\"post\" data-id=\"7926\">Marseille 1940<\/a><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"665\" height=\"1024\" data-id=\"6041\" src=\"https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/getimage-665x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6041\" srcset=\"https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/getimage-665x1024.jpg 665w, https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/getimage-195x300.jpg 195w, https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/getimage-768x1183.jpg 768w, https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/getimage-997x1536.jpg 997w, https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/getimage-316x487.jpg 316w, https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/getimage.jpg 1266w\" sizes=\"auto, (max-width: 665px) 100vw, 665px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Uwe Wittstock: <a href=\"https:\/\/findosbuecher.com\/?p=6040\" data-type=\"post\" data-id=\"6040\">Februar 33<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p><em>Wir danken Uwe Wittstock und C. H. Beck f\u00fcr die Gelegenheit, das Interview zu f\u00fchren. Wie immer der Hinweis, dass das Interview Eigentum des Autoren, des Bloggers und des Verlages ist und nicht vervielf\u00e4ltigt, kopiert oder anderweitig verbreitet werden darf. Cover-Fotos werden nach Vorgaben des Verlags verwendet, Fotos des Autoren sind auf der Messe entstanden und geh\u00f6ren dem Fotografen. Das Interview erfolgte ohne Gewinnerzielungsabsicht.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-uagb-info-box uagb-block-4fedb741 uagb-infobox__content-wrap  uagb-infobox-icon-above-title uagb-infobox-image-valign-top\"><div class=\"uagb-ifb-content\"><div class=\"uagb-ifb-title-wrap\"><h3 class=\"uagb-ifb-title\">Der virtuelle Spendenhut<\/h3><\/div><p class=\"uagb-ifb-desc\">Dir hat der Beitrag gefallen? Dann freue ich mich \u00fcber eine virtuelle <a href=\"https:\/\/www.paypal.com\/paypalme\/findosbuechercom\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Spende<\/a>. 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