{"id":5136,"date":"2020-10-17T12:39:47","date_gmt":"2020-10-17T12:39:47","guid":{"rendered":"https:\/\/findosbuecher.com\/?p=5136"},"modified":"2020-10-17T12:39:50","modified_gmt":"2020-10-17T12:39:50","slug":"anatol-regnier-jeder-schreibt-fuer-sich-allein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/findosbuecher.com\/?p=5136","title":{"rendered":"Anatol Regnier: Jeder schreibt f\u00fcr sich allein"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":5137,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_uag_custom_page_level_css":"","site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"default","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"book_review_cover_url":"https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/getimage-1-scaled.jpg","book_review_title":"Jeder schreibt f\u00fcr sich allein","book_review_series":"Anatol Regnier","book_review_author":"Rezensionsexemplar\/Sachbuch","book_review_genre":"C.H. Beck","book_review_isbn":"","book_review_publisher":"Erschienen am: 17.09.2020","book_review_release_date":"Hardcover","book_review_format":"Seiten: 366","book_review_pages":"ISBN: <a href=\"https:\/\/www.chbeck.de\/regnier-schreibt-allein\/product\/30934895\">978-3-406-75592-7<\/a>","book_review_source":"","book_review_rating":"4","book_review_summary":"<p><strong>Inhalt:<\/strong><\/p><p>Dieses Buch handelt von Schriftstellern im nationalsozialistischen Deutschland, ihrem Spagat zwischen Anpassung und k\u00fcnstlerischer Integrit\u00e4t unter den Bedingungen der Diktatur. <\/p><p>Opportunisten und Konjunkturritter sind dabei, aber auch Autoren, die nur ihrer Arbeit nachgehen wollten und versuchten, moralisch sauber zu bleiben. Mit leichter Hand verkn\u00fcpft Anatol Regnier die Biografien von Hans Fallada und Erich K\u00e4stner, Agnes Miegel und Ina Seidel, Gottfried Benn, Hanns Johst und Will Vesper. Es sind Geschichten von \u00fcberraschender Widerspr\u00fcchlichkeit, die das ganze Spektrum menschlichen Verhaltens im Dritten Reich abbilden. (Klappentext)<\/p><p><strong>Rezension:<\/strong><\/p><p>Als im Jahr 1933 die Nationalsozialisten an die Macht im Deutschen Reich gelangten, begann gerade im kulturellen Bereich ein beispielloser Exodus. Schriftsteller, wie der Nobelpreistr\u00e4ger Thomas Mann oder Literaturkritiker, wie Alfred Kerr, flohen ins Ausland. Nur zu gut waren ihre Positionen zu den neuen Machthabern bekannt, die ihre Ziele kaum verheimlichten. Mit einem Schlag war Deutschland einem Gro\u00dfteil seines kulturellen Lebens beraubt. Doch, viele SchriftstellerInnen und DichterInnen blieben, da sie nicht fliehen wollten oder konnten. Dies ist ihre Geschichte.<\/p><p>Anatol Regnier, Enkel des im Jahr 1918 verstorbenen Dramatikers Frank Wedekind, hat mit \"Jeder schreibt f\u00fcr sich allein\" ein bemerkenswertes Portr\u00e4t geschaffen, jener Zeit, in der man sich teilweise bis zur Unkenntlichkeit verbiegen musste, um bestehen zu bleiben und \u00fcberleben zu k\u00f6nnen. Doch, wie weit musste man als Schriftsteller gehen, der st\u00e4ndig durch das Damoklesschwert Schreibverbot bedroht wurde, zudem, jede Zeile, sei sie auch noch so wohlwollend, kritisch be\u00e4ugt sah. <\/p><p>Wie gingen Literaten, wie Erich K\u00e4stner, der bereits weltbekannt war, als die Nazis die Macht erlangten damit um, wie ein psychisch angeschlagener Hans Fallada und was erhofften sich Ina Seidel und Will Vesper? Anatol Regniers dokumentarischer Bericht zeigt anhand der Werke einer Auswahl von Autoren, was die Zw\u00e4nge der Diktatur mit den Menschen machten, wozu diese teilweise durch das Regime getrieben wurden.<\/p><p>Hier wird detailliert auf einzelne Biografien Bezug genommen. Andere fallen dabei unter den Tisch. Teils, weil sie zu umfangreich w\u00e4ren f\u00fcr einen Gesamt\u00fcberblick, da dies nur eine \u00dcbersicht darstellen soll, aber auch, da die ganze Blut-und-Boden-Literatur nur gestreift wird. Vielmehr geht es Regnier, um die jenigen, die zwischen den St\u00fchlen standen und sich nach dem Krieg vor Gr\u00f6\u00dfen, wie Thomas Mann, verteidigen mussten. F\u00fcr jede Zeile, die auch nur ansatzweise anr\u00fcchig klang.<\/p><p>Der Autor seziert einzelne Werke gr\u00fcndlich. Als Lesender kann man nur vermuten, welche Rechercheleistung dahinter steckt, aber auch die Liebe zur Literatur, die gerade aus dieser Zeit mehrdeutig betrachtet werden muss. Sachlich n\u00fcchtern pr\u00e4sentiert der Autor die schreibenden Kollegen jener Zeit, die sich hinterher rechtfertigen mussten und praktisch mit dem R\u00fccken zur Wand standen. <\/p><p>Er zeigt, welchen Einfluss oder auch nicht, einzelne Kulturschaffende hatten, wie diese sich teilweise bei Beh\u00f6rden und Ministern f\u00fcr ihre Kollegen einsetzen und um jede Zeile k\u00e4mpfen mussten. Mal mehr, mal weniger. Sehr kompakt geschrieben ist dies, trotzdem sp\u00fcrt man auch beim Lesen des Sachbuchs die st\u00e4ndige Bedrohung, der die Schriftsteller im Nationalsozialismus unterlagen.<\/p><p>Was dabei herauskam, l\u00e4sst sich heute noch anhand ihrer Werke nachvollziehen, wobei es Autoren wie Erich K\u00e4stner auch im Nachkriegsdeutschland gelang, wieder Fu\u00df zu fassen. Anderen, berechtigterweise nicht. Der Zwist der Vielen, die dazwischen standen, ist heute fast vergessen. Um so wichtiger, dieses Buch, welches z.B auch parallel zu Volker Weidermanns \"Buch der verbrannten B\u00fccher\" gelesen werden kann. Einige Autoren finden sich auch dort wieder.<\/p><p><strong>Autor:<\/strong><\/p><p>Anatol Regnier wurde 1945 in Sankt Heinrich geboren und ist ein deutscher Schriftsteller, Chansons\u00e4nger und Gitarrist. Sein Gro\u00dfvater ist der Dramatiker und Schriftsteller Frank Wedekind, \u00fcber den er 2008 eine Biografie ver\u00f6ffentlichte. <\/p><p>Regnier selbst, studierte am Royal College of Music in London und dozierte selbst am Konservattorium in M\u00fcnchen. Mitte der 1980er Jahre lebte er in Australien. Im Jahre 2003 erschien seine Familienbiofie. Zwei Jahre sp\u00e4ter erhielt er den Ernst-Hoferichter-Preis der Stadt M\u00fcnchen, sowie den Schwabinger Kunstpreis, 2012. Er ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland und lebt heute in M\u00fcnchen.<\/p>","footnotes":""},"categories":[4],"tags":[2613,653,2259,393,2577,17,2615,2612,2614,2618,375,192,953,193,2617,2620,26,1128,2611,153,2619,2578,2616,29],"class_list":["post-5136","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-rezension","tag-agnes-miegel","tag-autor","tag-c-h-beck-2","tag-diktatur","tag-erich-kaestner","tag-geschichte","tag-gottfried-benn","tag-hans-fallada","tag-inna-seidel","tag-kuenstler","tag-moral","tag-nationalsozialismus","tag-nazis","tag-ns-regime","tag-opportunismus","tag-regnier","tag-sachbuch","tag-schriftsteller","tag-schriftstellerinnen","tag-sprache","tag-suepagat","tag-thomas-mann","tag-vereinnahmung","tag-zeitgeschichte"],"uagb_featured_image_src":{"full":["https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/getimage-1-scaled.jpg",1247,1920,false],"thumbnail":["https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/getimage-1-150x150.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/getimage-1-195x300.jpg",195,300,true],"medium_large":["https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/getimage-1-768x1183.jpg",768,1183,true],"large":["https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/getimage-1-665x1024.jpg",665,1024,true],"wps_thumbnail_size":["https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/getimage-1-360x250.jpg",360,250,true],"1536x1536":["https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/getimage-1-998x1536.jpg",998,1536,true],"2048x2048":["https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/getimage-1-1330x2048.jpg",1330,2048,true],"buchcover":["https:\/\/findosbuecher.com\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/getimage-1-scaled.jpg",316,487,false]},"uagb_author_info":{"display_name":"findo","author_link":"https:\/\/findosbuecher.com\/?author=1"},"uagb_comment_info":2,"uagb_excerpt":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/findosbuecher.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5136","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/findosbuecher.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/findosbuecher.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/findosbuecher.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/findosbuecher.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5136"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/findosbuecher.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5136\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5138,"href":"https:\/\/findosbuecher.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5136\/revisions\/5138"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/findosbuecher.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/5137"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/findosbuecher.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5136"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/findosbuecher.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5136"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/findosbuecher.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5136"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}