{"id":2368,"date":"2018-10-08T12:39:48","date_gmt":"2018-10-08T12:39:48","guid":{"rendered":"http:\/\/findosbuecher.com\/?p=2368"},"modified":"2020-06-11T18:17:22","modified_gmt":"2020-06-11T18:17:22","slug":"eyal-megged-oschralien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/findosbuecher.com\/?p=2368","title":{"rendered":"Eyal Megged: Oschralien"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p><strong>Rezension:<\/strong><br>Es liegt nicht am Autoren, an der \u00dcbersetzung, an der Geschichte selbst, es liegt an mir. Ich hoffe mal, es ist so, anders kann ich mir den Effekt nicht erkl\u00e4ren, den dieser Roman auf mich hatte. Dabei ist die Grundidee an sich nicht schlecht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein orientierungsloser und beruflich nicht gerade erfolgreicher Mann wird vom anderen Ende des Globus&#8216; aus angerufen und aufgefordert, seinen Erziehungspflichten dem gegen\u00fcber nachzukommen, den er in einem unbedachten berauschenden Moment gezeugt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch, der Sohn will seinen nun auftauchenden Vater nicht und zeigt es ihm mit allen Mitteln, die dem Rotzbengel zur Verf\u00fcgung stehen. Mutter und Vater sind machtlos gegen den kleinen Vulkan, der st\u00e4ndig explodiert und kommen sich n\u00e4her, unf\u00e4hig jedoch, auf lange Sicht eine Beziehung aufzubauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist ein Stoff f\u00fcr gro\u00dfe und ausschweifende Romane, aber in jedem Falle nicht der von Eyal Megged. Lange nicht mehr habe ich solch einen zusammengew\u00fcrfelten Mist mir angetan.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie gesagt, an der Idee liegt&#8217;s nicht, eher an der Ausf\u00fchrung. In feinster Sprache befindet sich der Leser gleichsam in einer Art philosophischer Vorlesung \u00fcber das Wohl und Wehe, dem Zusammenhalt und Auseinadertriften von Menschen und ihrer Beziehungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Studium jedenfalls, merkt man dem Autoren an, da das darin zusammengeklaubte Wissen, aus jeder niedergeschriebenen Zeile trieft. Das ist f\u00fcr jeden Leser einfach nur erm\u00fcdend und langweilig, jedenfalls nicht zielf\u00fchrend, wenn er oder sie mit Philosophie nichts anfangen kann oder sich einfach nur mit der Lekt\u00fcre fallen lassen m\u00f6chte. Ein hilfloses Unterfangen, zumindest hier.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wenn man der schw\u00fclstigen Sprache nichts abgewinnen kann, der Handlung und was der Autor daraus macht, ebenso wenig, einzig die Idee bleibt, ist nicht mehr viel, was \u00fcbrig bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich haben sich an der Grundidee schon unz\u00e4hlige Autoren versucht und es ist ihnen fast allen besser gelungen, als Megged, von dem ich hoffe, dass seine Geschichte im Original eine v\u00f6llig andere Wirkung hat, wobei das ja ein schlechtes Zeichen f\u00fcr die \u00dcbersetzerin w\u00e4re. Wenn sich das ungef\u00e4hr gleicht, ist es f\u00fcr beide kein Ruhmesblatt. &#8222;Oschralien&#8220; ist die transportierte Langeweile schlecht hin und ein gutes Schlafmittel.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Autor:<\/strong><br>Eyal Megged wurde 1948 in New York geboren und ist ein israelischer Schriftsteller, Kolumnist und Journalist. Er wuchs in Tel Aviv auf, wo er Philosophie und Kunstgeschichte studierte. Der Autor arbeitete zunn\u00e4chst als Redakteur f\u00fcr einen H\u00f6rfunksender und schreibt als Jornalist f\u00fcr israelische Tageszeitungen \u00fcber Literatur, Kultur und Sport.<\/p>\n\n\n\n<p>1993 wurde er mit dem Macmillan Prize ausgezeichnet. Mehrere seiner Werke wurden ins Deutsche, sowie ins Englische \u00fcbersetzt. Mit seiner Familie lebt er in Tel Aviv.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nebenbemerkung:<\/strong><br>Es m\u00fcsste jetzt vielleicht jemand die Geschichte lesen und daran Gefallen finden. Ich m\u00f6chte wirklich wissen, ob es Menschen gibt, die den Zugang bekommen, den ich nicht gefunden habe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rezension:Es liegt nicht am Autoren, an der \u00dcbersetzung, an der Geschichte selbst, es liegt an mir. Ich hoffe mal, es ist so, anders kann ich mir den Effekt nicht erkl\u00e4ren, den dieser Roman auf mich hatte. 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