Filmblick: Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Filmtrailer „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl„.
Regie: Caroline Link
Drehbuch: Judith Kerr (Vorlage), Anna Brüggemann
Schauspieler: Riva Krymalowski, Justus v. Dohnanyi, Oliver Masucci, Marinus Hohmann (u.a.)
Jahr: 2019/20
Land: D, CH (u.a.)
Verleih: Warner Bros., Sommerhaus Filmproduktion (u.a.)
Release D: 25.12.2019

Wenn es eine Geschichte gibt, die nachdenklich und traurig stimmt, zugleich jedoch lebensbejahend und fröhlich daherkommt, trotzdem nachhallt, so hat sie viele Facetten in sich vereint und das Potenzial, über die Lese- oder Seherfahrung hinaus im Gedächtnis zu bleiben.

Die Kinderbuchillustratorin Judith Kerr wurde mit ihrem Roman „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ international bekannt und so ist es nicht verwunderlich, dass auch diese Geschichte nun ihren Weg auf die Leinwand gefunden hat.

Dabei muss man Caroline Link als Regisseurin ihren Sinn für gute Vorlagen lassen, hatte sie schon im Jahr 2018 mit „Der Junge muss an die frische Luft“ einen wahren Glücksgriff gelandet, scheint ihr dies mit dieser Geschichte wieder zu gelingen.

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Erzählt wird die Geschichte eines für seine Worte und deutlichen Äußerungen gefürchteten Theaterkritikers, der Hals über Kopf das Land verlassen muss, als die Nazis die Macht in Berlin 1933 übernehmen. Die Familie folgt schnell darauf. Nur wenige Habseligkeiten dürfen mit. Auch das rosa Kaninchen, geliebtes Stofftier der neunjährigen Anna, alter Ego der Autorin, muss zurückbleiben.

Gespielt wird Anna von Riva Krymalowski, die im gleichen Alter wie ihre Rolle, es schafft, den gesamten Film zu tragen, gleichzeitig Identifikationsfigur zu sein und nahezu sämtliche Erwachsene an die Wand zu spielen.

Das heißt aber nicht viel, denn der Cast ist hier ein weiterer Glücksgriff von Caroline Link, die mit Justus von Dohnanyi oder Carla Juri und Oliver Masucci hervorragende Charakterdarsteller gewonnen hat, aber auch bei der Auswahl sämtlicher anderer Rollen ein gutes Auge hatte.

Natürlich ist auch diese Geschichte gerafft, doch der Geist des Romans kommt sicher rüber, was, wenn das Gegenteil der Fall wäre, hier sicher auffallen würde.

Die Romanvorlage gibt es als Einzelband, sowie inzwischen, als Sammelband. Insgesamt umfasst die Geschichte von Judith Kerr drei Romane, die den Weg ihrer Protagonisten, aber im Prinzip ihren eigenen durch die Exilzeit beschreiben.

Das Kaninchen als Symbol für verloren gegangene Heimat und eine passende musikalische Untermalung, auch wenn die an einigen Stellen etwas zu dick auf die Tränendrüse drückt (Funktioniert!), sorgen für eine gute Verfilmung, die generationsübergreifend wirken dürfte.

Übertragen auf den heutigen Umgang mit Flüchtlingen lassen sich natürlich Parallelen finden.

Das Einfinden in das Neue, das Trauern um das Verlorene, werden ebenso nachvollziehbar dargestellt, wie die immer mal aufkommenden Momente der Verzweiflung, aber auch die des kleinen Glücks. In diesem Sinne ist es ein wertiger Film, der ohne erhobenen Zeigefinger auskommt, aber dennoch zum Nachdenken anregt.

Niemand verlässt freiwillig und gerne seine Heimat. Es gibt immer Gründe, die Ungewissheit von Risiken auf sich zu nehmen. Für alle Beteiligten ist das schwer. Sollte man sich das eine oder andere Mal ins Gewissen rufen.

Dies kann der Film, der eine wahre Geschichte stilvoll erzählt und keine einzige Länge aufweißt. Die Strapazen der Flucht, der Suche merkt man den Schauspielern an, die, allen voran Riva Krymalowski und Marinus Hohmann, mit ihren Rollen für den Film eins wurden und so zum Gelingen beitrugen. In diesem Sinne, unbedingt ansehen.

Filmblick: Alfons Zitterbacke – Das Chaos ist zurück

Einen vorhandenen Filmstoff neu zu interpretieren, ist inzwischen Standard in Deutschland geworden und so flimmert auf den Bildschirmen zu Hause und vorher natürlich auf den Kinoleinwänden oft genug alt bekanntes und leider wenig neues. Fast möchte man fragen, ob denn den Filmemachern keine neuen Ideen kämen, doch manchmal lohnt sich der Blick ins Archiv und eine alte geschichte kreativ neu zu erzählen. So geschehen, mit einer Kindergeschichte von Gerhard Holtz-Baumert.

Als der Schriftsteller und SED-Funktionär 1958 die ersten Geschichten über den wohl größten Pechvogel aller Zeiten schrieb, konnte niemand ahnen, welchen Sog diese entwickeln würde, doch schnell wurde die Kinderbuchfigur populär und der erste Film folgte dem zweiten Band auf den Fuße. Das war vier Jahre danach, 1966. Helmut Rossmann, später Physiker, spielte den Jungen im DEFA-Streifen, eine Serie folgte 1986, ebenfalls für das DDR-Fernsehen.

Das Filmplakat zur Neuverfilmung.

Die Hauptfigur Alfons ist ein zehn- bis zwölfjähriger Junge, dessen größter Traum es ist Kosmonaut zu werden und dafür einiges auf sich nimmt. Um sein Ziel zu erreichen, absolviert er ein selbst kreiertes Training, was vor allem aus Karusellfahrten und rohen Eiern besteht, bis ihm schlecht wird. Das Pech ist dabei sein stets treuer Begleiter, wie auch sein Nachname, mit dem er hadert, doch der Junge schlägt sich durch und fällt schon mal vom Sprungbrett einen ehemaligen Schulfreund seines Vaters auf den Kopf. Klar, dass das Ärger gibt, doch mit seinen kreativen Ideen schlägt sich der Blondschopf durch. Der Weg ist das Ziel und Alfons verfolgt dies aller Unkenrufe zum Trotz.

Alfons Zitterbacke – Das Chaos ist zurück (2019)

Drehbuch: Anja Flade-Schlichter, Mark Schlichter (u.a.)
Regie: Mark Schlichter
Produktion: Nicole Kellerhals, Uwe Schott, Stefan Arndt
Darsteller: Tilman Döbler, Leopold Schill, Lisa Moell (u.a.)
FSK: 0
Verleih: X Verleih

In der Neuverfilmung nun, ist einiges anders. Der Kosmonaut ist nun Astronaut und Alfons‘ größtes Vorbild ist nicht Sigmund Jähn, sondern Alexander Gerst. In „Alfons Zitterbacke – Das Chaos ist zurück“ spielt neben dem Gros mitteldeutscher Schauspieler (Wolfgang und Stefanie Stumph, Olaf Schubert, Katharina Thalbach, Devid Striesow u.a.) ein hervorragender Tilman Döbler in der Hauptrolle die Erwachsenen an die Wand, darf Emotionen zeigen, besonders in traurigen Momenten unheimlich stark, und von einer Panne in die nächste schlittern. Es gilt, einen Fluggerätewettbewerb zu gewinnen, das Pech abzuschütteln und mit seinen Freunden Benni (Leopold Schill) und Emilia (Lisa Moell) gegen Klassenkameraden und Lehrer zu bestehen. Klar, dass dies für allerhand Wirbel sorgt.

Hervorragend sind die drei Kinderbücher, das letzte 1995 erschienen, in die heutige Zeit übertragen und die Zuschauer von Damals werden viele Szenen wiederfinden, die Kinder von heute vielleicht sich begeistern für die Bücher von damals. Der hervorragende Cast, sowohl auf der erwachsenen Seite als auch der der Kinderdarsteller versetzt im Kolorit einer Kleinstadt, lässt das Ganze zu einer hervorragenden Familienunterhaltung werden, die man sich zielgruppenunabhängig anschauen kann.

Für die Kinder von damals gibt es ein Suchspiel in der Neuverfilmung. Helmut Rossmann, der Darsteller von 1966, hat eine kleine Gastrolle im Film. Na dann, Zitterbacke Hühnerk… .


Joanne K. Rowling: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind – Das Originaldrehbuch

9783551556943Autorin: Joanne K. Rowling
Titel: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind – Das Originaldrehbuch
Seiten: 303
ISBN: 978-3-551-55694-3
Verlag: Carlsen
Übersetzerin: Anja Hansen-Schmidt

Inhalt:
Der Magizoologe Newt Scamander will in New York nur einen kurzen Zwischenstopp einlegen. Doch als sein magischer Koffer verloren geht und ein Teil seiner phantastischen Tierwesen entkommt, steckt Newt in der Klemme – und nicht nur er. (Verlagsangabe)

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Filmblick: Jacques – Entdecker der Ozeane

Regie: Jerome Salle
Drehbuch: Jean-Michel Cousteau, Alberto Falco, Laurent Turner
Original-Titel: l’odyssee
Land: u.a. Frankreich, Südafrika, Kroatien
Schauspieler: u.a. Lambert Wilson, Pierre Niney, Audrey Tautou
Länge: 122 Minuten
Verleih: DCM
FSK: 6
IMDb.com

Als die Menschen noch nicht von allerhand Tierdokumentationen überschwemmt wurden, übten seine Bilder eine ganz besondere Faszination aus. Jacques-Ives Cousteau. Taucher, Abenteuerer, Entdecker. Er machte Hunderttausenden erstmalig eine atemberaubende Welt zugänglich, deren Schönheit alles bisher Gesehene in den Schatten stellte.

Der ehemalige Marineoffizier war schon von klein auf begeistert von der Unterwasserwelt, entwickelte erste Tauchgeräte, u.a. einen Unterwasser-Scooter und eine wasserdichte Kamera und brachte an die Oberfläche, was den meisten Menschen zeitlebens verborgen bleibt.

Jerome Salle ist mit der Verfilmung von Jacques Cousteaus Leben ein Meisterwerk der französischen Filmkunst gelungen. Unter Zuhilfenahme eines von Cousteaus Söhnen beschreibt er ein Leben für die Meere aber auch eines voller Widersprüche.

jacques-plakat

Auf Authentizität wurde bei der Verfilmung mehr wert gelegt als es Cousteau selbst bei seinen Dokumentationen an den Tag legte. Gefangene Seelöwen, ein Oktupus unter Drogen gestellt, so lauteten die Vorwürfe, die sich Cousteau zu Lebzeiten gefallen lassen musste. Sein Filmsohn wirft ihn dann auch vor, so zu sein wie „Disney“.

Der Ruhm verändert den Menschen, der von seinen Idealen nur zu leicht abweicht, wenn der Erfolg immer größer wird. Immer mehr wird dann gewollt, immer weniger spielen ursprüngliche Ziele eine Rolle. Salle zeigt dies eindrucksvoll mit seiner hervorragend gewählten Besetzung, die, ein Novum für einen Spielfilm erstmals in der Antarktis drehte. Ein Schauplatz Cousteaus und auch sonst eher nur für reine Dokumentationen.

Doch, der Film zeigt auch, dass es nie zu spät ist, sich zu ändern. So besann sich Cousteau gegen Ende seines Lebens wieder seiner Ideale und baute eine Stiftung auf, die sich für den Schutz der Meere einsetzt und ein Moratorium erreichte, welches gegen den Rohstoffabbau in der Antarktis gerichtet war.

Dieses wird heute wieder von den Anrainerstaaten angefochten aber der Film kann dazu beitragen, uns in Erinnerung zu rufen, dass wir nur diesen einen blauen Planeten haben. Und der sollte es uns wert sein, ihn zu erhalten.

Am Ende kommt der Film, man möchte meinen, so typisch französisch, nicht ohne rührseelige Gefühlsduselei aus. Den Machern aber sei verziehen, da es ansonsten ein solider Streifen ist, der es in sich hat. Die kleinen menschlichen Dramen, Fehler, vermischt mit großartigen Bildern und einer zum Nachdenken anregenden Botschaft. Mehr kann man an sich von einem Film auch nicht verlangen.

Patrick Ness: Sieben Minuten nach Mitternacht

Sieben Minuten nach Mitternacht Book Cover
Sieben Minuten nach Mitternacht Roman cbj Verlag Hardcover Seiten: 216 ISBN: 978-3-570-15374-1

Inhalt:
Das Monster tauchte kurz nach Mitternacht auf. Wie das bei Monstern eben üblich ist. Conor war wach, als es kam. Er hatte einen Albtraum gehabt. Na gut, nicht irgendeinen. Den Albtraum. Den einen, den er in letzter Zeit ziemlich oft hatte. Den mit der Finsternis und dem Wind und dem Schrei. Den mit den Händen, die er irgendwann nicht mehr festhalten konnte, egal, wie sehr er sich bemühte. Den, der immer damit endete, dass… (Klappentext)

Rezension:
Wenn man die Spreu vom Weizen trennt, bleibt von der ursprünglichen Menge nur ein kleiner Teil zurück. So ist es auch mit den zahlreichen Veröffentlichungen, die Jahr für Jahr den Büchermarkt erobern und gerade Patrick Ness ist hier mit einem wahrhaft faszinierenden und wunderschönen Juwel zu finden. „Sieben Minuten nach Mitternacht“ ist eigentlich ein Kinder- oder frühes Jugendbuch, sprengt aber alle Altersgrenzen und kann ebenso gut von Erwachsenen gelesen werden. Zu Grunde liegt eine erschütternde und berührende Geschichte.

Die eines Jungen, der Angst vor der Angst hat, sich dieser zu stellen und daran zu zerbrechen. Die eines Monsters, welches Conor, so der Name des dreizehnjährigen Protagonisten, fordert und zugleich auf ihn achtet. Die, einer Familie, die schon längst am Boden liegt und die letzten Züge der Verzweiflung erlebt. Patrick Ness hat sich als Autor die undankbarste Aufgabe vorgenommen, das Werk eines anderen zu beenden.

Siobhan Dowd konnte ihre Geschichte, die schon in Entwürfen existierte, nicht mehr schreiben, da sie vorher von ihrer Krankheit besiegt wurde und so hat der Verlag Ness die Verantwortung übertragen, eine Geschichte zu schreiben, die Dowd gefallen hätte. Eine unmögliche Aufgabe, die in den falschen Händen gelegt, nur schiefgehen kann. Ness aber ist der Kunstgriff gelungen, seinen Respekt vor der Autorin mit seinen eigenen Ideen und schriftstellerischen Talent zu verbinden. das merkt man in jeder Zeile.

Jede Zeile, die uns den Protagonisten näher bringt und begleiten lässt auf den Weg zu seiner Wahrheit. Diese ist emotional und geht unglaublich nahe. Der Leser leidet mit Conor, dessen Charakter und Beklemmung. Schüchternheit und Angst wunderbar herausgearbeitet wurde. Ein Sympathie-Träger, mit den man weinen möchte, den man halten möchte. Man selbst stürzt jedoch mit ihm in die Abgründe der Angst, einen geliebten Menschen zu verlieren. Vielleicht die größte persönliche Katastrophe, die man erleiden kann.

Der Autor zwingt mit seiner Geschichte, sich mit einer schwierigen Thematik auseinander zu setzen. Für Kinder, die dies lesen, gibt er Berührungspunkte, Erwachsene werden daran erinnert, dass man nie zu alt ist, sich vor diesen Moment zu fürchten. Eine Meisterleistung, ein unglaublicher Spagat.
Vollkommen aber machen die Zeichnungen Nesss‘ bzw. Dowds Roman, den man, dank flüssiger Schreibweise und kurzer Kapitel sowie faszinierender Geschichte, nur so wegliest.

Schwarz-Weiß-Bilder, die mal wie Kohlezeichnungen wirken, mal wie Aquarelle mit modernen grafischen Elementen und alleine für sich besonders sind, die Seiten aber zu einem wahrlichen Eye-Catcher machen. Dieses Kleinod der Literatur sollte man schon besitzen, alleine um es im Regal zu haben. Wer aber eintaucht in die Geschichte, sich von den Zeichnungen vereinnahmen lässt, erlebt einen wunderbaren Roman, der es verdient hat, in Ehren gehalten zu werden.

Eine ernste Thematik so anspruchsvoll und dennoch nicht hochtrabend mit erhobenen Zeigefinger zu verarbeiten, ist hier gelungen. Zu viele andere Bücher aus diesem Bereich sind einfach nur schlechter. Eine Wohltat für den, der diesen Roman liest. Vielleicht sogar um sieben Minuten nach Mitternacht?

Autoren/Zeichner:
Siobhan Dowd wurde 1960 in London geboren und ging nach dem Abitur an die Universität Oxford, wo sie studierte. Danach arbeitete sie als Redakteurin für PEN International und als freischaffende Autorin. 2006 veröffentlichte sie ihren Debütroman, der mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde. Nach drei Jahren Krankheit verstarb Dowd 2007 an Brustkrebs.

Patrick Ness wurde 1971 in Alexandria, Virginia, geboren und ist ein amerikanisch-britischer Journalist und Schriftsteller.Er studierte Englische Literatur an der Universität von Südkalifornien und erstellte nach seinem Abschluss Gebrauchsanweisungen und Formschreiben für eine Kabelfirma. Seit 1999 lebt er in London und arbeitete seit dem an seinem ersten Roman. Er unterrichtete Kreatives Schreiben, arbeitete für eine Tageszeitung als Rezensent. 2014 hielt Ness eine vielbeachtete Rede zu den gesellschaftlichen Anforderungen für Autoren von Kinder- und Jugendliteratur, selbst veröffentlichte er Kurzgeschichten seit 1997.

Im Jahr 2011 vollendete er die Geschichte „Sieben Minuten nach Mitternacht“ von Siobhan Dowd, die 2007 an Brustkrebs verstarb. Beide Autoren hatten sich nie getroffen, jedoch für den selben Herausgeber gearbeitet. Zum gleichnamigen Film, der 2017 erscheint, schrieb er das Drehbuch. Für seine Werke erhielt er zahlreiche Auszeichnungen.

Jim Kay illustriert seit 2015 die Bücher der Harry-Potter-Reihe und arbeitet darüber hinaus für Film, Verlage und Fernsehen.