Monatsrückblick: Juni 2021

Wer hier mitliest, hat sicher schon bemerkt, dass im vergangenen Monat nicht ganz so viele Beiträge veröffentlicht wurden, wie es sonst geschieht. Das liegt zum Einen an der Hitze, die den Raum, in dem ich sitze und an meinen Rezensionen feile, auf beinahe unerträgliche Temperaturen aufheizt, zum anderen daran, dass ich zuletzt mehrere Werke gelesen habe, die einer von den Verlagen gesetzten Sperrfrist unterliegen. Das Buch habe ich schon gelesen, da es aber erst dann und dann veröffentlicht wird, dürfen bis dato keine Rezensionen veröffentlicht werden. Also schreibe ich vor und habe jetzt so viele Rezensionen auf Halde, wie lange nicht mehr. Teilweise bis in den September hinein.

Wer sich also Sorgen gemacht hat, dass ich eventuell am Bloggen die Lust verliere oder ähnliches, der sei beruhigt. Die Zahl der Beiträge ist in etwa gleich geblieben, ihr seht sie nur noch nicht alle. Dennoch waren es selbst mir zu wenig lesbare Texte, so dass ich kürzlich ein Random-Literaturfestival vorgestellt habe. Kann mir bitte jemand sagen, ob sich das gelohnt hat? Verfolgen konnte ich es nämlich nicht.

Dennoch, auf drei Bücher darf ich näher eingehen. Die sind ja bereits im Handel, wobei ich euch guten Gewissens nur zu zweien raten kann. Tatsächlich war das dritte, von Ernst Peter Fischer und Detlev Ganten geschriebene „Die Idee des Humanen“ wohl einer meiner Jahresflops, zumindest ein sehr starker Anwärter darauf. Dieses Sachbuch und ich stelle ja durchaus nicht immer Einfaches hier vor, hat mich geschafft und ganz und gar nicht überzeugt. Wie kann man nur ein eigentlich so interessantes Thema so gestelzt, so star, so sperrig zu Papier bringen?

Ganz anders da der Familienroman von Michael GöringDresden – Roman einer Familie„. Ein Blick in die Barockstadt zur Zeit der DDR und kurz vor und nach der Wende 1989, mit samt und sonders sympathischer Protagonisten und einer Erzählung vom Wandel einer Gesellschaft. Das war keine große Literatur, dennoch wohltuend und irgendwie schön zu lesen, zumal für Einen, der diese Zeit nicht bewusst miterlebt hat.

Schließlich, meine Zufaallsentdeckung aus dem Buchladen. Shahak ShapiraHolyge Bimbel„. Die Bibel durch den Kakao zu ziehen, in einer Mischung aus Phantasie-, Jugend- und Internetsprache, das muss man erst einmal können. Den Humor sollte man natürlich haben und vielleicht auch keine allzu ernste Stellung zu Religion und Kirche, geschweige denn strenggläubig sein. Dann wird dieses kleine Büchlein, welches arg verkürzt und sehr überspitzt die Bibelgeschichten verdeutlicht, nichts bewirken. Bei allen anderen ist das Trainieren der Lachmuskeln dann jedoch garantiert. Mir hat es in jedem Fall sehr gefallen. Manchmal ist es dann doch leicht, mich zu begeistern.

Nebenbei kann ich mir dieses kleine Büchlein auch sehr gut als Theaterstück vorstellen.

Wie wird es weitergehen? Der Stapel ungelesener Rezensionsexemplare hält sich weiter die Waage und auch mein Stapel ungelesener, einfach so gekaufter Bücher ist nicht kleiner geworden. Lesestoff habe ich also genug, so dass auch Material für den Blog bereitliegt, welches entdeckt werden möchte. Im Juli werde ich wieder Rezensionsexemplare lesen, davon einige mit, ihr ahnt es, Sperrfrist und andere aber sofort veröffentlichen. Dann kommen auch ein paar Beiträge zum Vorschein, die ich im Juni geschrieben habe. Vielleicht wird es zudem einen Beitrag für die Kategorie -Bücher gegen das Vergessen- geben, die ich schon viel zu lange vernachlässigt habe? Wer weiß das schon? Ich jedenfalls noch nicht.

Ihr dürft also gespannt sein.

Bis dahin, lest mal wieder.

Euer findo.

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