Monatsrückblick: Mai 2021

Wer zu Monatsbeginn hätte ein Kuriosum erleben wollen, hätte sich Anfang Mai in meiner Wohngegend aufhalten müssen. Ich selbst habe meinen Augen kaum getraut und doch hat es für ein paar Stunden tatsächlich geschneit. Das verorte ich einmal unter den letzten Ausläufern des Aprils, wahrscheinlicher aber weiß das Klima selbst nicht mehr, was wann und wo als üblich gilt. Wir Menschen tragen dazu einen Großteil bei.

In ein paar Jahrzehnten schon werden wir die ersten Auswirkungen des Klimawandels zu spüren bekommen, auch in Deutschland. Wie das aussieht, haben die Autoren Nick Reimer und Toralf Steiner eruiert und Wissenschaftler und Experten verschiedener Fachgebiete befragt. Herauskam ein sehr gut zu lesendes Sachbuch, welches uns Deutschland im Jahr 2050 vorführt.

Wie werden wir in unseren Städten künftig leben? Wie sehen Landwirtschaft und Wälder aus und wo werden extreme Wetterwechsel uns das Leben schwer machen?

Dieses Buch habe ich als eines von insgesamt acht gelesen, wobei eines ein Bildband war, über Billie Eilish, welches ich jedem Fan empfehlen kann und das andere eine Kurzgeschichte, von niemand Geringeren als dem Rechtsmediziner Michael Tsokos.

Liest sich im Übrigen sehr spannend. Dazu kamen noch Sachbücher über den kolonialen Kunstraub in der Südsee, zwei deutsche Familiengeschichten und ein Werk über die Kuriositäten der Evolution, die wir Menschen mit unserer Gier und Zerstörungswut bald überholen werden. Eine Bandbreite von Themen, die nur durch das übertroffen wird, was meine Wunschliste im Mai anwachsen ließ.

Das waren vor allem die Veranstaltungen der Ersatz-Buchmesse „#Leipzigliestextra“, die in diesem Jahr digital und zumeist über die Öffentlich Rechtlichen stattfand. Auch davon wird ein wenig hier im Laufe der nächsten Monate in Form von Rezensionsexemplaren vorgestellt werden. Thriller-technisch gab es eine Neuentdeckung. Aus der Feder von G.D. Abson konnte ich einen packenden Thriller lesen, der in St. Petersburg spielte.

Das habe ich tatsächlich noch nicht so oft gelesen und werde das definitiv weiter im Auge behalten. Muss ja, schließlich habe ich damit wieder eine Reihe begonnen. Als hätte ich nicht schon genug zu lesende hier liegen.Insgesamt war es ein guter und abwechslungsreicher Start in den Sommer und ich hoffe, dass der kommende Monat genau so wird.

Zuletzt habe ich noch zwei Tipps für euch.

Zum Einen den neuen High-Fantasy-Roman von Andreas Kroll „Die Botschafter“ und damit Auftakt einer sicher sehr spannenden und wechselhaften Fantasy-Saga.

Andreas Kroll: Die Botschafter (Band 1), Seiten: 386, ISBN: 978-3-75268-730-9, BoD,
Hompage

Mit Klauen und schuppenbewehrt reißen sie Bauern und Vieh.
Siehst du sie kommen, dann flieh!

Große Echsen und geflügelte Schlangen fallen in das Reich der Menschen ein. Sie jagen Dorfbewohner und bedrohen Städte, greifen die Zwerge im Donnersteiggebirge und die Alben in ihren Walddörfern an. Die Schuppenmonster hinterlassen eine blutige Spur, bis sie sich im Herbst genauso unvermittelt zurückziehen, wie sie aufgetaucht sind.Werden sie im nächsten Jahr zurückkehren? (Inhaltsangabe)

Informationen zu Andreas Kroll, seinen Werken und eine Leseprobe findet ihr hier.

Nun ein digitaler Veranstaltungstipp für freunde der georgischen Literatur und solche, die es werden möchten.

Das digitale Literaturfestival „Georgiens Erste Republik – 1918-1921: Geschichte. Literatur. Kunst“ einladen, das vom 24. bis zum 27. Juni 2021 vom Writers‘ House of Georgia in Kooperation mit der Lettretage, der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Georgischen Botschaft und dem Literaturmuseum Georgien.

Das Festival widmet sich der ersten Georgischen Republik von 1918 bis 1921 und soll die deutsch-georgischen Beziehungen in einen politischen und kulturellen Kontext setzen. Teilnehmende dürfen sich neben Musikbeiträgen und Kochinspirationen mit georgischen Rezepten auf literarische und historische Reisen in das Land im Kaukasus freuen. Dafür wird es an den vier Tage unterschiedliche Beiträge geben, an denen sich u.a. Salome Benidze, Nino Haratischwili, Zaal Andronikashvili, Lasha Bakradze, Abo Iashagashvili, Katja Petrowskaja, Kat Menschik, Stephan Wackwitz, Tilman Spreckelsen und Tamta Melashvili beteiligen.

Sobald ich dazu mehr Informationen habe, werde ich diese natürlich hier bekanntmachen. Aber das klingt doch interessant, oder?

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