Holly Black/Cassandra Clare: magisterium 4 – Die silberne Maske

b74c84e38d8efcbdAutorinnen: Holly Black/Cassandra Clare
Titel: Magisterium 4 – Die silberne Maske
Seiten: 253
ISBN: 978-3-8466-0059-7
Verlag: One

Inhalt:
Callum kann es immer noch nicht fassen: Sein Freund Aaron ist tot! Für Trauer bleibt allerdings nicht viel Zeit. Denn die Anhänger des Feindes des Todes entführen ihn und fordern Unglaubliches: Er soll seinen Freund von den Toten zurückholen. Doch welchen Preis muss Call zahlen, wenn er einen Pakt mit dem Bösen schließt? (Klappentext)


Autoren:
Cassandra Clare schrieb zunächst Fanfictions und veröffentlichte Kurzgeschichten. Mit den „Chroniken der Unterwelt“ gelang ihr der Durchbruch.

Holly Black schrieb u.a. die „Spiderwick-Geheimnisse“.

Beide Autoren teilen ihre Begeisterung für Fantasy-Geschichten und schreiben zusammen an dieser, geplant fünfteiligen Reihe.

Einordnung:
Dies ist der vierte Band der „Magisterium“-Reihe. Unbedingtes Lesen der vorherigen Bandes ist erforderlich.

Rezension:
Seit „Harry Potter“ scheinen sie aus den Boden zu sprießen, die Internatsgeschichten, in deren Mittelpunkt ein Schüler mit besonderen Eigenschaften steht und der dazu verdammt ist, sich mit den Seiten von Gut und Böse auseinanderzusetzen, die richtige Entscheidung zu fällen und am Ende ein Kampf um Leben oder Tod zu führen.

Tatsächlich wirkte noch der erste Band der Reihe „Magisterium“ von Cassandra Clare und Holly Black wie eine billige Kopie der Geschichten um den britischen Zauberlehrling, längst jedoch hat sich der abgewandelte Fanfictioncharakter zu einer eigenen und dynamischen Story entwickelt. Düster geht es hier los, gleich mit den ersten Zeilen wird der Leser ins kalte Wasser geworfen. Natürlich, warum auch nicht?

Die Protagonisten sind längst eingeführt. Die Leser „stecken“ in die Geschichte drin. Mit großartigen Einführungen muss man sich da nicht aufhalten. Man sollte jedoch auch die vorherigen Bände gelesen haben. Ein Einstieg, einfach so, gelingt mit diesem nicht.

Wer aber die Geschichte um Callum verfolgt, der sich wieder einmal zwischen Gut und Böse entscheiden muss, dieses Mal jedoch scheinbar nicht wirklich die Wahl hat, der erlebt ein rasantes und hoch spannendes Abenteuer, welches den sympathischen Hauptprotagonisten vor mehreren schwierigeren Entscheidungen stellt.

Die Autorinnen arbeiteten hier indes Zeile für Zeile an einem fulminanten Finale, welches wir nach dieser Fortsetzung erwarten dürfen. Alles andere wäre auch enttäuschend. Die Ausarbeitung und Vertiefung der Charaktere funktioniert nur im Zusammenspiel aller Bände, im Einzelnen für sich genommen bleiben die Protagonisten ziemlich flach und farblos.

Gut und gerne würde auch die „Die silberne Maske“ ein paar hundert Seiten mehr vertragen, um zumindest das Level eines „Harry Potter“ auch nur annähernd zu erreichen. Hier merkt man den Hintergrund der Autorinnen dann doch sehr stark, die zuerst Fanfictions geschrieben hatten, bevor sie sich an große Fantasy- und Jugendromane abarbeiteten.

Nichtsdestotrotz reihen sich auch mit den vierten Band die „Magisterium“-Bücher würdig in die Serie großartiger Fantasy-Romane ein, besonders im Genre der noch rar gesäten Jungenromane.

Diese Zielgruppe überhaupt zum Lesen abseits der drei „???“ oder ähnlichen zu bewegen, kann ein verdienst sein, den die Autorinnen durchaus für sich sicher beanspruchen können, die aufwändige Gestaltung zielt jedoch auf alle Kinder und Jugendlichen ab. Und sie wirkt.

Alle Bände, so auch dieser, sind Schmuckstücke im Regal. tatsächlich müssen sich heutzutage Verlage etwas einfallen lassen, um ihre Werke unter den zahllosen Neuerscheinungen hervorstechen zu lassen.

Auch, wenn damit der Begriff „Schutzumschlag“ ad absurdum geführt wird, der ja eigentlich das Buch vor Verschmutzungen schützen und selbst verschmutzt werden sollte, muss man hier aufpassen.

Der rote metallic-Look und die Verzierungen, sowie abgedruckten Symbole lassen alleine schon den Umschlag als schützenswert gelten. Der ebenfalls rot metallic glänzende Buchscnitt, der leider zu Beginn an den Fingern abfärbt (ein wenig) tut sein übriges.

Hier erweißt sich wieder einmal die devise, das ganze Buch soll Spaß machen. nicht nur die Geschichte. Alleine diese ist aber auch so schon ausreichend. Wenn der nächste band auch nur halb so gelungen ist, wie „Die silberne Maske“, haben wir eine weitere wunderbare Fantasy-Reihe im regal stehen, die sich unbedingt lohnt.

Sei es wegen der geschichte selbst, den Protagonisten, den abenteuer ohne moralischen Zeigefinger oder einfach, um der Entwicklung des Schreib- und Erzählstils der Autorinnen zu folgen.

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