John Tiffany/Jack Thorne: Harry Potter and the Cursed Child 1 & 2

tccsb240Autoren: John Tiffany, Jack Thorne
Ideen: Joanne K. Rowling
Titel: Harry Potter and the Cursed Child
Seiten: 343
ISBN: 978-0-7515-6535-5
Verlag: Little Brown

Einordnung:

Das Theaterstück schließt inhaltlich am Epilog des siebten Bandes der Reihe um den Zauberlehrling Harry Potter an, ist aber nicht als Fortsetzung zu betrachten. Es handelt sich um ein eigenständiges Bühnenstück, welches zurzeit in London aufgeführt wird und derzeit bis Mitte 2017 ausverkauft ist.

Der Fokus liegt auf die neue Generation und die Beziehung zwischen Harry Potter und seinem Sohn Albus Severus Potter. Dies ist das englische Skript, welches im Herbst auf Deutsch als „Harry Potter und das verfluchte Kind“ erscheint. 2017 soll voraussichtlich noch eine überarbeitete Version des Skripts erscheinen.

Autorin:
Joanne K. Rowling ist die Autorin der Harry-Potter-Bücher um den berühmten Zauberlehrling, welche in 79 Sprachen übersetzt wurden. Über 450 Millionen Bücher der Reihe wurden bislang verkauft. Nach ihren Erfolgen im Jugendbuchbereich schrieb sie mehrere Zusatzbücher für wohltätige Zwecke, danach einen Gesellschaftsroman für Erwachsene.

Eine Krimi-Reihe schrieb sie unter dem Pseudonym Robert Galbraith. Zuletzt beteiligte sich die Autorin an der entstehung eines Theaterstücks, welches derzeit in London aufgeführt wird sowie als Drehbuchautorin und Produzentin des Filmes „Newt Scamander – Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“.

Inhalt:
Harry Potter ist inzwischen ein angesehener und überarbeiter Angestellter des Zaubereiministeriums, dessen drei Kinder ihm beinahe so viel Arbeit machen, wie sein Beruf selbst. Sein zweiter Sohn Albus kommt nach Hogwarts und hadert mit der Berühmtheit des Vaters, freundet sich mit dem Sohn von Draco Malfoy an.

Beide Außenseiter werden sie über die Jahre mit der Vergangenheit konfrontiert und Harry und Albus müssen erkennen, dass die Dunklen Mächte auch nach Jahren um sich greifen und das Böse oft aus Ecken kommt, von denen man es am wenigsten erwartet.

Rezension:

Sehnsüchtig habe ich das Skript zum Theaterstück erwartet, da es mir in absehbarer Zeit nicht möglich ist das selbige, geschweige denn London, zu besuchen. Und so waren die Erwatungen groß, als ich endlich das Buch in den Händen und loslesen konnte. Zunächst, der leser sollte zuerst beachten, dass es sich hier nicht um einen vollwertigen Roman handelt.

Wer mit dieser, auch mit der Vorstellung eines stimmigen achten Bandes, Denke herangeht, wird enttäuscht werden. Bei „Harry Potter and the Cursed Child“ handelt es sich um ein Skript, eine Art Drehbuch, zum gleichnamigen Londoner Theaterstück und nur als solches funktioniert es. Man muss es sich auf der Bühne vorstellen, das Stück dauert einige Stunden lang und genau so lange liest man den Text. Nicht mehr und nicht weniger.

Und beginnt dabei eine Zeitreise durch das Leben Harry Potters und besonders seines jüngsten Sohnes Albus, der am Anfang der Geschichte nach Hogwarts kommt. Den Frieden nicht trauend und unter der Last des Erbes seines Vaters und der Bürde seines Namens fällt es dem Jungen schwer, sich von seinem Vater zu lösen, was nicht ohne Konflikte zwischen den beiden vonstatten geht. Und stürzt dabei mit seinem Freund Scorpius die Zaubererwelt an den Rand des Abgrundes. Genial und schnell wird die Geschichte der beiden Schüler und der Elterngeneration (Draco, Harry und Ginny, Hermine und Ron) erzählt, die es in sich hat.

Für die Leser der Romane ist es gewöhnungsbedürftig, diese Geschichte zu lesen. Mit vielen Vorstellungen, die man sich aus den ganz wenigen Eindrücken des Epiloges machen konnte, muss man brechen.

Einige Gegebenheiten oder besser gesagt Gesetzmäßigkeiten der Zauberei im Potter-Universum werden verwendet. Und charakterlich geht vor allem Potters Sohn eine entwicklung durch, die man den kleinen ängstlichen Jungen aus dem Ende des siebten Bandes gar nicht zugetraut hätte. Tatsächlich war der Junge in meinen Vorstellungen immer ganz anders.

Dennoch passt es. Zumindest für dieses Theaterstück, welches ich um so mehr sehen möchte, nachdem ich jetzt das Skript gelesen habe. Dazu bin ich einfach zu sehr Fan der Reihe und zu lange mit den Büchern aufgewachsen. Die Sprunghaftigkeit, die jedoch auf der Bühne sicher gut wirkt, ist beim Lesen gewöhnungsbedürftig, weshalb zwar das Tempo schnell, das Lesen aber nicht ganz so flüssig von den Augen gehen wird.

Und das liegt nicht daran, dass das Buch erst einmal nur in englischer Sprache zu lesen ist. Die ist sehr sauber und auch mit mittelmäßigen Schulkenntnissen zu lesen und die Handlung zu verstehen. Für mich eine vollwertige Ergänzung und ein Wiederaufleben des Aufwachsens mit einer großartigen Geschichte.

Für Fans ein unbedingtes Muss. Allen anderen sei gesagt, dass gewisse Vorkenntnisse natürlich vorausgesetzt sind, um der Handlung im Verlauf folgen zu können.

Zur deutschen Übersetzung:

Kurz darauf habe ich die oben verlinkte übersetzte Version gelesen, um abgleichen zu können, wie viel ich von der englischen Ausgabe überhaupt verstanden habe. Mein Englisch ist mittelmäßig aber selbst dann ist es zu verstehen, was dort geschrieben steht. Es ist klar und verständlich, kann also auch von jemanden gelesen werden, der jetzt nicht täglich zum Original greift.

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