Leipziger Buchmesse 2017: Bericht Teil 2 – Freitag auf der Messe

An einem der Abende, an denen die Forenmitglieder des Büchertreffs ihren Messetag ausklingen lassen, habe ich mich von Divina Michaelis dazu überreden lassen, einen ihrer Romane zu lesen. Zwar nicht mein Genre aber was nicht ist oder warum auch nicht, ich werde einen jedenfalls in naher Zukunft lesen und rezensieren.

Da bin ich selbst schon gespannt, was dabei herauskommt, genau so, wie ich auch überrascht war, dass meine erste Lesung, die ich am Freitag besucht habe, auch von einer Autorin war, die sonst nur erotisch angehauchte Romaen schreibt. Vom Titel her, hätte es auch ein komisches Buch sein können. So kann man sich irren.

Aber insgesamt war es nur mittelmäßig, Divina kann wesentlich besser vorlesen und in unserer Privat-Lesung im Pinguin war dies sehr schön und witzig. Und mit einer Geschichte im Hintergrund, nicht sinnfreien Geschreibsel. Man findet eben auch auf der Messe gutes und nicht ganz so gutes. Divina Michaelis gehört zu den Ersteren.

Die darauf folgende Lesung hatte ich verpasst. Meine Nerven haben da an sich schon kapitulieren wollen aber ich musste mich zusammenreißen. Schließlich stand dann ein Interview-Termin mit Fitzek an. Ja, genau der Sebastian Fitzek. Ich war furchtbar nervös, habe geschwitzt, gezittert und konnte kaum mehr klar denken.

Der Termin war schon lange vorher ausgemacht und ich hatte mich gut vorbereitet aber dies sollte mein erstes Live-Interview werden und dann gleich mit einem Autoren, der in zig Sprachen verlegt wird und Millionen Bücher verkauft. Da kann man doch nervös werden, oder?

Nachdem mir die nette Dame von DroemerKnaur ein Wasser angeboten hatte, habe ich meine Kamera aufgebaut und schon wurde für Fitzek und mich eine kleine Interview-Ecke hergerichtet.

Egal, was man von seinen Büchern halten mag, er selbst ist ein bodenständiger witziger und freundlicher Mensch, der einem jede Nervosität nimmt. So habe ich tatsächlich eine ganze halbe Stunde ausfüllen können und mich mit ihm unterhalten können.

Das Video gibt es dazu, wenn ich es gesichtet und bearbeitet habe. Es war eine tolle Erfahrung, die mir keiner nehmen kann und ich freue mich schon darauf, euch das Interview auch bald präsentieren zu können.

Nach dem für mich größten Highlight ging es für mich zu einer Lesung, wo Rafael Kühn sein neuestes Buch vorgestellt hat. Interessant dabei, er hat nicht gelesen, sondern der Verleger, der daneben saß.

Rafal Kühn "Die 24 Stunden von Berlin".
Rafal Kühn „Die 24 Stunden von Berlin“.

Er hat das wunderbar rübergebracht und so werden „Die 24 Stunden von Berlin“ bald gelesen werden. Hier entstand, wie bei so vielen Terminen gleich ein freundlicher und interessierter Blogger-Verlags-Kontakt. Die Rückmeldung ist schon erfolgt.

Überhaupt muss ich hier mal die meisten Verlage loben. Bis auf zwei waren in der gesamten Messe-Zeit alle interessiert und sehr freundlich und ich hoffe doch, dass aus den Großteil der Kontakte etwas mehr wird. Bringt ja beiden etwas.

Die Zeiten als Blogger noch in die Schmuddel-Ecke der Kritiker gesteckt wurden, sind zumindest für die Verlage vorbei. Eine gute Sache für beide.

Das hat sich auch im KiWi-Bloggertreffen gezeigt, welches danach stattfand. Ich wurde dazu vom Verlag (Kiepenheuter & Witsch) eingeladen. Susann Pasztor stellte zusammen mit ihrem Lektor ihren neuen Roman „Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“ vor.

Susann Pasztor und ihr Lektor Olaf Petersenn.
Susann Pasztor und ihr Lektor Olaf Petersenn.

Es wurde viel diskutiert und gelaacht, man erfuhr einiges über Pasztors ehrenamtliche Arbeit als Sterbebegleiterin und auch über die Entstehung eines Romans. Stichwort Titelfindung, Verlagseinflussnahme, Lektorarbeit. Hintergrundwissen aus erster Hand und direkter Quelle.

Susann Pasztor "Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster".
Susann Pasztor „Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“.

Mit diesem Wissen kann man so manches entspannter sehen und die Mitarbeiter von KiWi hatten so einmal den direkten Kontakt zu uns, die wir ihre Romane nur so zerreißen. Nein, Spaß. Wir sind schon ein ganz bunter Haufen.

Sympathisch waren sie alle. Auch dabei sind sicherlich einige Kontakte entstanden, die ich zukünftig nutzen werde. Ich freue mich schon jetzt darauf.

„Couchsurfing in Russland“ von Stephan Orth und die Lesung zu der Ausarbeitung „Briefe ohne Unterschrift“ habe ich verpasst. Am Abschluss des Tages stand nämlich das Blogger-Treffen am RandomHouse Verlagsstand an.

Ich sollte ja Bernhard Hennen interviewen, den ich hier schon als Wolfgang tituliert hatte. Alles halb so schlimm. Schließlich wurde er auch schon Hubertus genannt, wie er mir verraten hatte. Auch dazu wird es wahscheinlich ein Video geben. Eine Booktuberin hat das gefilmt.

Ich und Bernhard Hennen.
Ich und Bernhard Hennen.

Wenn sie es hochläd, schickt sie mir dieses und ich kann es euch dann zeigen. Leider ist dies nicht ganz so formschön gewesen, wie bei Fitzek. Ich habe den Herrn Hennen einfach noch nicht gelesen. Schlecht für’s Fragen stellen. Aber war trotzdem witzig.

Auch diesen Abend haben die Büchertreffler dann gemeinsam im Pinguin, diesmal 30 Personen, ausklingen lassen. Gemütlich laut. Ich bedauere die arme Kellnerinnen.

Kleidung und Cocktails zogen sich hier magisch an. Trotzdem verließen dann gegen Mitternacht alle glücklich und zufrieden, die Eisbar, die auch vorzügliche warme Speisen angeboten hat.

Fortsetzung folgt. Die Bearbeitung des Videos mit Sebastian Fitzek dauert noch etwas.

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