Federico Axat: Die Verwandlung des Schmetterlings

8403f245ffAutor: Federico Axat
Titel: Die Verwandlung des Schmetterlings
Seiten: 480
ISBN: 978-3-7844-3399-8
Verlag: LangenMüller
Übersetzer: Karolin Viseneber

Handlung:
Sam und Billy freune sich auf den langen Sommer: Der Bau ihres Baumhauses und ausgedehnte Fahrradtouren stehen auf den Plan. Doch plötzlich zieht ein neues Mädchen in die Nachbarschaft und mischt ihre Freundschaft gehörig auf – aus dem Duo wird ein Trio.

Gemeinsam wollen sie nicht nur die Ferien genießen, sondern auch Abenteuer erleben und ein großes Geheimnis aufdecken: Was geschah vor über zehn Jahren, als Sams Mutter nach einem Autounfall spurlos verschwand? Für Sam, Miranda und Billy ist es der Sommer ihres Lebens und das Ende ihrer Kindheit. (Klappentext)

Autor:
Federico Axat wurde 1975 in Buenos Aires geboren. Seine Bücher wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt. „Die Verwandlung des Schmetterlings“ ist sein erstes Werk, das in Deutschland erscheint.

Seine Romane spielen vor allem in den USA, die für einige Jahre seine Wahlheimat waren. Heute lebt er wieder in Argentinien.

Rezension:
Geschichten über die Sommer einer Kindheit funktionieren, da sie immer nachvollzieh- und greifbar sind. Jeder erinnert sich an bestimmte Zeiten gern oder zumindest klar und deutlich zurück, besonders wenn diese voller scheinbarer Abenteuer und interessanten Entdeckungen, spannenden Ereignissen verbunden sind.

Und gerade Sam ist es, der jedes Jahr in das Dorf zurückkehrt, in dem er aufgewachsen ist uind gedanklich diese Zeit durchlebt. Gedanklich geht der Leser mit dem zwölfjährigen Ich des Protagonisten auf diese Reise und erlebt dieses Spannende, Unerklärliche, Faszinierende und Gefährliche. Danach ist für Sam nichts mehr wie zuvor.

Federico Axat zeichnet eine zu Beginn sehr spannende Geschichte mit bekannten Elementen, die auch schon bei Filmen wie „Stand by me“ zum Erfolg führten. Alleine, es passiert nicht viel, muss es auch nicht. Der Stein der Handlung kommt trotzdem schnell ins Rollen.

Auch an die Zeitsprünge gewöhnt man sich nach einigen Hin und Her, vorausgesetzt natürlich einer gewissen Konzentration. Die benötigt der Leser auch.

Zu sprunghaft agieren die Protagonisten, die sich charakterlich klar in Schwarz und Weiss einteilen lassen, soweit man das von Kindern schon behaupten kann und damit auch klar als Sympathieträger wirken oder eben auch nicht.

Doch, der Leser stolpert immer wieder und kann sich nur schwer daran festhalten. Zu stark die Schnitte, die Wechsel zwischen den Abschnitten und Kapiteln, von Logikfehlern einmal ganz abgesehen.

Dennoch fällt dieses Buch keineswegs in die Abgründe der nicht lesenswerten Bücher, da es der Autor immer wieder schafft, spannungsgeladene Elemente aus der Sicht sams immer dann einzusetzen, wenn beim Leser die Stimmung zu kippen droht.

Besonders im letzten Drittel klappt das ganz gut, wobei man sich unwillkürlich fragt, wie sich der Roman wohl im Original lesen lässt? Wie viel Schuld trägt die Übersetzung an die Mittelmäßigkeit des Buches oder kaschiert sie vielleicht auch noch schlimmeres?

Fragen, die einem Sprachunkundigen bleiben werden.

Trotzdem hat die Geschichte es geschafft, mich bei Stange zu halten und Sams Abenteuer bis zum Ende zu verfolgen. Kein großer literarischer Wurf, wie schon geschrieben aber als Kindheitserinnerungsgverarbeitungsgeschichte (Was für ein Wort? Wie viele Punkte gibt das bei Scrabble?) taugt es allemal, was aber am Aufbau und der Thematik allgemein liegt. Wem das aber nicht ausreichend ist, wird wohl enttäuscht werden.

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