Suzanne Collins: Die Tribute von Panem – Flammender Zorn

9783789132209Autorin: Suzanne Collins
Titel: Die Tribute von Panem – Flammender Zorn
Seiten: 431
ISBN: 978-3-8415-0136-3
Verlag: Oetinger

Handlung:
Katniss lebt! Schwer verletzt wurde sie von den Rebellen befreit und in Distrikt 13 gebracht. Doch Peeta, der bei den „Hungerspielen“ sein Leben für sie gelassen hätte, ist dem Kapitol in die Hände gefallen.

Die Regierung hat ihn gefangen genommen, um ihn als Waffe gegen die Rebellen einzusetzen. Allmählich wird Katniss klar, dass sie alle nur Figuren in einem perfiden Spiel sind. Wird es ihr gelingen, die zu schützen, die sie liebt? (Klappentext)

Einordnung:
Dieser ist der dritte Band der Panem-Trilogie.

Autorin:
Suzanne Collins wurde 1962 in Hartford, Connecticut, geboren und ist eine US-amerikanische Autorin von Cartoons, sowie Kinder- und Jugendliteratur. Zunächst arbeitete sie als Autorin ab 1991 für dasamerikanische Kinderfernsehen Nickelodeon und schrieb später selbst Kinder- und Jugendliteratur.

Ihr erstes Buch erschien 1999, 2003 begann sie die Gregor-Reiehe zu verfassen und damit ihren ersten Bestseller zuschreiben. Der internationale Durchbruch gelang ihr mit der Panem-Trilogie, dessen erster Band in den USA 2008 erschien. Die Reihewurde inzwischen als Vierteiler verfilmt.

Rezension:
Das System der Spiele ist durch einen Trick der überlebenden Tribute der 75. Hungerspiele zusammengebrochen. Katniss wird befreit und nach Distrikt 13, der offiziell gar nicht existiert, gebracht.

Damit beginnt ein Kampf, der unterschwellig schon Jahrzehnte schwelte und nun durch den Spotttölpel eine neue Dimension bekommt. Ein Distrikt nach dem anderen probt den Aufstand oder wird von den Rebellen um Präsidentin Coin erobert und Snows Herrschaft zerbröselt.

Doch der Diktator Panems und seine Truppen setzen alles daran, die Menschen unter Kontrolle zu halten und Katniss zu brechen. Eine weisse Roße als Warnung genügt.

Und Katniss deutet das Zeichen richtig. So lange Snow lebt, ist sie, ist ihr Freund Peeta in Lebensgefahr. Aber auch von Seite ihrer Retter gibt es nicht nur wohlwollende Zeichen.

Mit den ersten beiden Bänden zeigte Suzanne Collins, dass sie schreiben kann und stellt dies auch mit dem dritten Band „Flammender Zorn“ mehr als genug unter Beweis.

Ein fulminander Abschluss, der trotz einiger Schwächen insgesamt als gelungen gelten kann, da er nicht nur den Irrsinn diktatorischer Systeme aufzeigt, sondern auch, wie schwer es ist, diese zu überwinden. Selbst, wenn sie rissig sind.

Der verletzte Hund schlägt an, beißt zu und ein System, dessen Tage gezählt sind, wird bis zum letzten Atemzug noch viele Opfer fordern.

Auch zeigt die Autorin, zweiter Punkt, den man nur positiv werten kann und so lange nach Bezugspunkten braucht man in unserer realen Welt auch gar nicht suchen, dass auch das nachfolgende System zwar anders aussehen kann, aber nicht unbedingt besser sein muss.

Der Schreibstil flüssig, die Kapitel mit genügend Cliffhangern ausgestattet, fehlt dennoch das Feeling der Hungerspiele, welches die letzten beiden Bände ausgemacht hat.

Beschrieben wird stattdessen eine ganze Welt im Kampf um Leben und Tod, zwei Systeme, Weltanschauungen und Wertevorstellungen. Übertragen zwar, kann dies auch als großer Arenenkampf gelten aber dennoch ist das Gefühl anders.

Härter, brutaler, unbarmherziger. Wenn keiner der Protagonisten überleben würde, ein Szenario, was man bei den Vorgängern vorausgesetzt hat, könnte man dies hier als realistisch akzeptieren.

Das Ende stellt aber dennoch zufrieden.

Zum Schluss schließlich schlägt die Autorin ruhige, nachdenkliche Töne an, die den Leser innehalten lassen sollten. Wenn das Suzanne Collins gelingt, ist schon einmal viel getan.

Übertragen auf die wirkliche Welt kann man nur beten, dass solch ein Szenario nie Wirklichkeit wird.

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