Ransom Riggs: Die Bibliothek der besonderen Kinder

978-3-426-52027-7_druck-jpg-35848300Titel: Die Bibliothek der besonderen Kinder
Autor: Ransom Riggs
Seiten: 541
ISBN: 978-3-426-52027-7
Verlag: Knaur

Inhalt:
Nur knapp sind Jacob und Emma in einer Londoner U-Bahn-Station dem Tod entkommen. Noch überwältigt von Jacobs neuer gabe, begeben sie sich auf eine gefährliche Suche, um ihre Freunde und Miss Peregrine aus den Fängen der Wights zu befreien.

Ihre abenteuerliche Reise führt sie in eine weitere Zeitschleife, genannt Devil’s Acre. In diesem viktorianischen Slum haust der Abschaum der „Besonderen“, der Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten.

Dort kommen Jacob und Emma dem Geheimnis um die sagenumwobene „Seelenbibliothek“ Abaton auf die Spur, das über das Schicksal aller besonderen Kinder entscheiden wird. (Klappentext)

Einordung:
Dies ist der dritte Band der Reihe um die „Besonderen Kinder“ von Ransom Riggs.

Autor:

Ransom Riggs wurde 1980 in Maryland geboren und wuchs in Florida auf. Nach der Schule studierte er Englische Literatur und Film. Nach dem Studium produzierte er einige Kurzfilme, bloggte und veröffentlichte ein Film-Buch.

Sein erster Fantasy-Roman „Die Insel der besonderen Kinder“stand promt auf den Bestsellerlisten der New York Times.Inspiriert wurde der Autor von alten kuriosen Fotografien. Sein Roman „Die Insel der besonderen Kinder“ wurde bereits verfilmt.

Rezension:
Ohne sich mit einer Einführung aufzuhalten beginnt Ransom Riggs Erzählung von der Welt der Besonderen, die nun kurz vor dem abgrund zu stehen scheint, ungemein rasant.

Fahrt aufzunehmen ist auch nicht mehr nötig, denn der erste und zweite Teil haben die Handlung aufgebaut, die nun der Autor fulminant enden lässt. Und dies, mit der einen oder anderen Überraschung.

Der Leser wird erfahren, wie der Krieg zwischen den Wights und den Besonderen entstanden ist, wie sich Jacobs eigene Familiengeschichte darin verwebt und wie, zu typisch für ein Jugendbuch um ausgelassen zu werden, die Beziehung von Emma und dem Jungen sich entwickelt.

Von allem nicht zu viel und überhaupt nicht zu wenig, wieder aufgelockert, durch zusammengetragene und teils bearbeitete Fotografien. Wieder ist es Riggs gelungen eine atemberaubende Geschichte darum herum zu schreiben.

Charaktere, die liebgewonnen wurden, werden sterben. Brutal ist die handlung, wir befinden uns in einem krieg, der über das Schicksal der Protagonisten entscheiden wird.

Fast zu viel für Jacob, der noch unsicher ist im Umgang mit seiner besonderen Gabe, dem aber gleichzeitig bewusst wird, wie wichtig sie ist, um sie alle zu retten. Diese innerliche Zerrissenheit wird hier gut beschrieben, überhaupt bleiben die Charaktere vielschichtig.

Besser sogar als im Vorgänger-Band, der schon einmal eine Schippe auf den Erstling „Die Insel der besonderen Kinder“ raufgelegt hat. Man sollte allerdings diesen und auch Band Zwei gelesen haben, um der Handlung folgen zu können.

Anders funktioniert es mehr schlecht als recht. Leser mit Vorkenntnissen beschert der amerikanische Autor jedoch ein phantastisches Erlebnis, in dieses Abenteuer einzutauchen und noch einmal Kinder mit außergewöhnlichen Fähigkeiten ihrem Kampf gegen das Böse beizustehen.

Der Schreibstil, womit hier die Übersetzung gemeint ist, vielleicht ist es im Original genau so, ist lockerer und flüssiger. Der Autor hat sich in seiner eigenen Geschichte längst eingefunden und es macht Spaß, dieses wunderschön gestaltete Buch in die Hand zu nehmen und die Handlung zu verfolgen.

Spannende Unterhaltung, die man zwar in den Läden im Jugendbuch-Bereich findet, getrost aber als All Age betrachten kann. Auch für Erwachsene gut lesbar. Und das Ende?

So, dass man mit der Geschichte zufrieden abschließen kann, was nicht heißt, dass für die protagonisten von nun an „Friede, Freude, Eierkuchen“ herrsccht. Besonders für Jacob nicht.

Tatsächlich spricht von Verlagsseite vom großen Finale, der Schreibstil ist aber so, dass zumindest die Optiobn bestehen könnte, dass die Welt der besonderen Kinder sich noch weiter dreht und die nächsten Zeitschleifen betreten werden können.

Vorausgesetzt, Ransom Riggs findet noch mehr kreative Fotos. Zu wünschen wäre es.

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