Javier Salinas: Die Kinder der Massai

16363260112Autor: Javier Salinas
Titel: Die Kinder der Massai
Seiten: 135
ISBN: 978-3-596-80612-6
Verlag: Fischer Taschenbuch

Handlung:
Juahn liebt seine Eltern. Als er erfährt, dass sie sich trennen wollen, bricht eine Welt für ihn zusammen. Was wird nun aus ihm werden? Wird er seinen Vater noch sehen? Am liebsten wäre er jetzt ein Kind der Massi, bei denen, so hat Juan gehört, kümmern sich alle um die Kinder und keiner bleibt allein.

Autor:
Javier Salinas wurde 1972 in Bilbao geboren und strudierte nach der Schule Philologie und Recht an der Universität von Madrid. Der Autor lebt in der spanischen Hauptstadt und in Köln. Salinas hat bisher mehrere Gedichtbände und zwei Romane publiziert, die teilweise ins Deutsche übersetzt wurden.

Rezension:
In der Nacht der zerbrochenen Vasen bricht für Juan seine Welt zusammen. Nach einer langen Zeit des Streits wird ihm entgültig klar, dass die Eltern sich trennen und der Junge beginnt sich zu fragen, was aus ihm wird? Wird er seinen Vater nach der Scheidung wieder sehen? Wie wird für ihn das Leben weitergehen?

Und ist es sein Schicksal nun zu den Gebrochenen zu gehören, die die Sportlehrerin allesamt in eine Volleyball-Mannschaft steckt, die ständig verliert? Weil Scheidungskinder eben auf der Verlierer-Seite stehen. Oder schafft er es, seinen Weg zu finden und mit der Entscheidung der Eltern zu leben?

So weit geht dieser kleine Roman noch nicht, er begleitet den kleinen jungen Protagonisten, der sich für dümmer hält als er ist auf dem Weg zur Selbstfindung. Juan sucht Halt und der Leser spürt, dass der sensible aufgeweckte Junge mit sich und der Welt hadert, wie es alle Scheidungskinder eben tun aber eben auch die Stärke aufbringt, mit Hilfe seiner Familie damit umzugehen zu lernen.

Den Charakter schließt man sofrt ins Herz, wenn er auch etwas altklug oder manches Mal zu erwachsen klingt. Was aber auch passt. Schließlich wachsen Kinder in außergewöhnlichen Situationen durchaus über sich hinaus. Und wenn die Scheidung der Eltern keine außergewöhnliche Situation ist, was dann?

Aus der Sicht des Ich-Erzählers eine kleine Geschichte, die Hoffnung macht, über die die Halt suchen und einem Jungen und die Frage nach Sinn, Zweck und der Suche nach Antworten. Javier Salinas gibt sie nicht aber das ist auch nicht nötig. Denn jeder muss sie selbst finden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.