Maximilian Buddenbohm: Marmelade im Zonenrandgebiet

978-3-499-62803-0Titel: Marmelade im Zonenrandgebiet
Autor: Maximilian Buddenbohm
Seiten: 253
ISBN: 978-3-499-62803-0
Verlag: Rowohlt Taschenbuch

Inhalt:
Die Strandjugend liegt hinter him, und nun sieht sich Maximilian Buddenbohm nicht nur mit dem Leben einer trostlosen norddeutschen Vorstadtsiedlung, sondern auch mit dem Erwachsenwerden konfrontiert.

In seinem Kosmos zwischen antiquarischen Büchern, Büroarbeit, selbstgekochter Marmelade und Treppenputzdienst macht er plötzlich ganz neue Erfahrungen. Er begegnet skurrilen Mitmenschen, einer sehr schönen Frau und versucht, auch in den absurdesten Situationen seine Würde zu bewahren. Witzig, anrührend und unwiderstehlich. (Klappentext)

Autor:
Maximilian Buddenbohm wurde 1966 in Lübeck geboren und wuchs in Travemünde auf. In Hamburg studierte er Bibliothekswesen und arbeitete als Buchhändler, bevor er Controller bei einer Marktforschungsfirma wurde.

In der Hansestadt ist er zudem friberuflich als Autor und
Kolumnist tätigt, betreibt einen Blog, die „Herzdamegeschichten“, wo er über sein Familienleben, Allltagssituationen und Beobachtungen schreibt. Außerdem ist er Mitveranstalter einer Hamburger Lesereihe mit der Herbstlesung „Bonjour Tristesse, du alte Hackfresse“ und der Frühjahrslesung „Tirili“.

Rezension:
Das zweite Buch meines Lieblingsbloggers (Blog unten verlinkt) setzt die Buddenbohmsche Geschichte fort und führt uns in die Umgebung von Hamburg, wo zunächst einmal alles anders ist als im, für die Dorfjugend öden Travemünde.

Das Leben schnell, die Menschen hektisch, immer ein Ziel vor Augen, doch Maximilian Buddenbohm hat keines und lässt sich treiben. Er beobachtet die Menschen in seiner Umgebung, wie auch schon in seiner Kindheit und bekommt eher durch Zufall einen Nebenjob bei einem Marktforschungsunternehmen.

In dieser Branche arbeitet der Blogger, Autor und Controller noch heute. Er lernt Bibliothekswesen und jobt in einem Antiquariat, an dem die Leute eher vorbei gehen als dass Kunden herein „schneien“ würden. Und doch tut dies eines Tages eine junge Frau, an der der unerfahrene junge erwachsene Buddenbohm Gefallen findet und in eine für beide trostlose Beziehung endet.

Mit viel nordeutschen Humor, trocken und sarkastisch und einer phantastischen Beobachtungsgabe für’s Besondere ist Maximilian Buddenbohm die Fortsetzung seines autobiografischen Romans gelungen.

Hier zeigt sich der Schriftsteller, der seine Gabe heute vor allem für Zeitungskolumnen und seinen Blog, den Herzdamengeschichten, nutzt. Und dabei stets lesenswert bleibt, obwohl oder gerade weil es die Lebensgeschichte eines normalen Menschen ist, niemanden Besonderen.

Trotzdem oder gerade deswegen liest man die kurzweiligen Geschichten gerne, vergleicht mit eigenen Erfahrungen, entdeckt da Unterschiede und hier Gemeinsamkeiten.

Vielleicht eine Hommage, dass Leben und Ereignisse so zu nehmen, wie sie kommen, sich einfach treiben zu lassen, den Glück nicht hinterher zu rennen. Denn irgendwann hat man tatsächlich mal Glück, sowie man zu einem anderen Zeitpunkt Pech hat.

Manchmal ist ein wenig norddeutsche Gelassenheit ganz gut. Skurrile Geschichten wechseln hier mit interessanten Beobachtungen und beinahe philosphischen Betrachtungen. Kurzweiliges für einen ruhigen Nachmittag.

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