Dmitry Glukhovsky: Metro 2033 / Metro 2034

Metro 2033 von Dmitry Glukhovsky
Metro 2033 von Dmitry Glukhovsky

Autor: Dmitry Glukhovsky
Titel: Metro 2033 / Metro 2034
Seiten: 654
ISBN: 3453315936
Verlag: Heyne

Handlung:
Die Zukunft: Nach einem verheerenden Krieg leigen weite Teile der Erde in schutt und Asche. Auch Moskau ist eine Geisterstadt. Die Überlebenden haben sich in die Tiefen des U-Bahn-Netzes zurückgezogen und dort eine Zivilisation errichtet, wie es sie noch nie zuvor gegegeben hat. Dies sind die Abenteuer des jungen Artjom, der von seiner Heimatstation aufbricht, um die Metro vor einer dunklen Bedrohung zu bewahren. (Klappentext)

Autor:
Dmitry Glukhovsky wurde 1979 in Moskau geboren und studierte in Jerusalem Internationale Beziehungen. er arbeitete als TV- und Radio-Journalist für Russia Today und die Deutsche Welle. Sein Debütroman „Metro 2033″ wurde auf Anhieb ein Bestseller.

Der Autor lebt und arbeitet in Moskau. In Deutschland sind außerdem noch seine Romane „Sumerki“ und Futu.re“ erschienen.

Ausgabe:

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Dieser Band ist eine Ausgabe innerhalb der fünfteiligen Reihe „50 Jahre Science-Fiction bei Heyne“. Fünf Geschichten aus fünf Jahrzehnten Verlagsgeschichte oder zumindest solcher, die der Verlag dafür hält.

Im Falle von Dmitry Glukhovsky hat man dessen zwei Romane „Metro 2033″ und „Metro 2034″ ungekürzt zusammengebracht, was zwar Kosten spart aber äußerst unhandlich zu lesen ist. Und aufgrund der Taschenbuch-Aufmachung hinterher nicht mehr schön aussieht. Trotzdem, zwei Bücher zum Preis von einem sind ein Argument für sich.

Rezension:
Mehrmals schon stand die Welt am Rande eines Dritten Weltkrieges, doch was ist, wenn tatsächlich sich zwei Mächte, Blöcke oder wer auch immer gegenüber stehen und einer die Nerven verliert? Wenn zur falschen Zeit irgendjemand den falschen Knopf drückt und sich die Menschheit mit einem Schlag dezimiert.

Genau nach dieser Zeit setzt Glukhovsky an und schickt uns auf eine faszinierend erschreckende Reise durch das Netz der Moskauer U-Bahn, in dem die letzten Überlebenden ausharren, Schutz suchend vor den Mutanten und anderen gefährlichen Geschöpfen, die durch den vergangenen Atomkrieg entstanden sind und die Erde jetzt beherrschen. Und sie machen weiter wie bisher.

Errichten Zwergenstaaten nach U-Bahn-Stationen, konstruieren Ideologien und bekämpfen sich gegenseitig. Im Kleinformat. Und mittendrin Artjom, ein junger Mann, der unversehens zum Überbringer einer Botschaft wird und dabei selbst in den chaotischen Strudel des Systems Metro gerät.

Metro 2033″ ist von der ersten bis zur letzten seite spannend, so dass man sich unweigerlich zu fragen beginnt, wie ein solches Leben tatsächlich aussehen könnte.

Immerhin haben die Menschen die Technologie sich unversehens selbst auszurotten und so abwegig ist der Gedanke nicht, dass sich die letzten Überlebenden in die Metro-Systeme gleichsam Bunker-Anlagen der Städte schutzsuchend verkriechen.

In sofern erschreckend einprägsam, so dass es einem eiskalt den Rücken herunterläuft. Der Schreibstil tut sein übriges und die Figuren, allen voran Artjom sind glaubwürdig und -größtenteils- sympathisch oder zumindest vielschichtig. Lesenswert bis zur letzten Seite.

Im Gegensatz zur Fortsetzung, die nicht mit dem Erstling mithalten kann. Neben einem fast vollständigen Austausch der Protagonisten, die übrig gebliebenen wurden charakterlich um 180° umgedreht, ist der Schreibstil mehr als ermüdendund verdirbt mit zunehmender Seitenzahl die Spannung und das Interesse an einem ansonsten interessanten Zukunftszenario.

Metro 2034″ verdirbt die Lust noch mehr aus der Welt des Metro-Universums zu erfahren. Andere Autoren, hoffentlich mit nicht ganz so großen Qualitätsverlust weben daran fleißig weiter. Damit werde ich mich nicht weiter befassen.

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