Ransom Riggs: Die Stadt der besonderen Kinder

978-3-426-65358-6-jpg-30763357Titel: Die Stadt der besonderen Kinder
Autor: Ransom Riggs
Seiten: 4179
ISBN: 978-3-426-65358-6
Verlag: Knaur

Inhalt:
Mit Müh und Not konnten Jacob und die besonderen Kinder aus der Zeitschleife, der Insel Cairnholm, fliehen. Nun sind sie im kriegsgebeutelten England gestrandet, immer noch verfolgt und ohne Beistand von Miss Peregrine, die sich nicht mehr in ihre Menschengestalt verwandeln kann.

Um Miss Peregrine zu retten, brauchen die Kinder eine andere Magierin. Gerüchteweise lebt eine in London, und so machen sie sie sich auf den gefährlichen Weg in die zerbombte Stadt, nicht ahnend, dass ihnen ausgerechnet dort die größte Gefahr droht. (Klappentext)

Autor:
Ransom Riggs wurde 1980 in Maryland geboren und wuchs in Florida auf. Nach der Schule studierte er Englische Literatur und Film. Nach dem Studium produzierte er einige Kurzfilme, bloggte und veröffentlichte ein Film-Buch.

Sein erster Fantasy-Roman „Die Insel der besonderen Kinder“stand promt auf den Bestsellerlisten der New York Times. Inspiriertwurde der Autor von alten kuriosen Fotografien.

Rezension:
Letzteres, siehe Klappentext, wissen sie schon, womit dieser Fetzen Information, der die Leser dazu bringen soll, das Buch zu kaufen, über das Ziel hinausschießt aber in diesem Falle ist es nicht einmal schlimm. Denn der Jugendroman, dessen richtige Einordnung in das Genre, ob der dort vorkommenden Gewalt, bezweifelt werden darf, hat es in sich.

Von Anfang an werden die Kinder und Jacob ins kalte Wasser geworfen. Von einem Abenteuer ins nächste. Und so bleibt der Leser zwangsläufig gefesselt und erlebt Seite für Seite die Abenteuer, die die Kinder in die Millionenmetropole an der Themse, in den Jahren des Zweiten Weltkrieges, führt.

Durchsetzt mit einer Anzahl alter und ein wenig bearbeiteter Fotos, sowie zahlreichen Cliffhangern, wird der Nachfolger von „Die Insel der besonderen Kinder“ optisch und lesetechnisch ein Leckerbissen, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Natürlich, nachdem man den Erstling gelesen hat. Unabhängig voneinander lassen sich diese Geschichten nicht schmökern, da elementare Grundlagen bereits gelegt und vorausgesetzt sind, wenn auch Jacob erst hier wirklich seine besondere Begabung zu begreifen, kontrollieren und zu nutzen beginnt.

Was die Geschichte noch einmal auf eine ganz andere Ebene hebt als sie Riggs mit Band 1 schon erreicht hat. Band 2 ist jedenfalls einer der seltenen Fälle, in der der Mittelband für mich zumindest einen besseren Eindruck hinterließ als sein Vorgänger. Um so mehr gespannt bin ich auf das Finale, Band 3, welcher noch erscheinen wird.

Einen Kritikpunkt gibt es dennoch. Der betrifft weder die geschaffene Fantasy-Welt des Autoren noch die Verknüpfungspunkte mit unserer realen. Tatsächlich finde ich Zeitschleifen, wie schon auch in Band 1, eine gute Idee. Und den Ansatz an Glaubwürdigkeit oder gebogener Logik benötige ich zumindest, um ein Fantasy-Jugendbuch genießen zu können.

Völlig abgekoppelt von unserer Welt bedeutet auch für mich, dass dem Lesevergnügen ein Riegel vorgeschoben wird. Hier ist dies aber nicht der Fall. Der Autor spannt hier meisterhaft den Bogen, nichtr zu viel. Wenn ich auch ein zwei abrupte Szenenwechsel und einen Logikfehler entdeckt habe, die mir der Autor nicht im Laufe der Geschichte klären konnte.

Ich hoffe jedoch, dass dies eine Ausnahme war oder die Auflösung sich im Final-Band findet. Jedenfalls hat’s ausgereicht, um die Reihe weiter zu verfolgen. Ich kann es kaum erwarten Jacob zu seinen nächsten Abenteuer zu begleiten.

Einen Punkt Abzug gibt es vielleicht, was aber an mir liegen mag, für einige Charaktere, die mir schlicht und einfach zu sehr auf die Nerven gegangen sind. Aber es sind nun mal eben besondere Kinder. Und dem Lesefluss hat es auch keinen Abbruch getan.

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