Ransom Riggs: Die Insel der besonderen Kinder

die_insel_der_besonderen_kinderTitel: Die Insel der besonderen Kinder
Autor: Ransom Riggs
Seiten: 416
ISBN: 978-3-426-51057-5
Verlag: Knaur

Inhalt:
Manche Großväter lesen ihren Enkeln Märchen vor – doch was Jacob von seinem hörte, war etwas ganz, ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der merkwürdige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben – und von den Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind.

Inzwischen ist Jacob fast erwachsen und glaubt nicht mehr an die wunderbaren Schauergeschichten. Bis zu jenem Tag, an dem sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt… (Klappentext).

Autor:
Ransom Riggs wurde 1980 in Maryland geboren und wuchs in Florida auf. Nach der Schule studierte er Englische Literatur und Film. Nach dem Studium produzierte er einige Kurzfilme, bloggte und veröffentlichte ein Film-Buch. Sein erster Fantasy-Roman „Die Insel der besonderen Kinder“stand promt auf den Bestsellerlisten der New York Times. Inspiriertwurde der Autor von alten kuriosen Fotografien.

Rezension:
Jacob ist der gelangweilte Sohn einer wohlhabenden Familie, der sich nichts öderes vorstellen kann als in das Unternehmen seines Großvaters einzusteigen, eine im Bundesstaat Florida expandierende Drogerie-Kette. Und so versucht er alles, aus seinem Nebenjob in einer der Filialen gefeuert zu werden, was ihm nicht gelingt.

Wie auch, wenn man der Enkel des Chefs ist? Der ist mit zunehmenden Alter immer mehr verwirrt. Vorbei die Zeiten als Abraham ihm wahrhaft phantastische Geschichten erzählte, die Jacob nun längst als Märchen abtut. Doch, als er sieht, wie eine der Kreaturen aus den vermeintlich erfundenen Geschichten seinen Großvater tötet, macht er sich auf, um die Wahrheit zu erfahren. Und die ist erschreckender als Jacob lieb ist.

Ransom Riggs legt dem Leser ein wahrhaft schönen schaurigen Fantasy-Roman vor, nicht nur vom Schreibstil, der einem gefangen nimmt und die Seiten nur so dahin fliegen lässt. Auch der Umschlag, im mystischen Dunkelgrün gehalten und die Vielzahl an Fotos, die den Figuren Gesichter geben und die Geschichte auflockern, tun ihr übriges.

Auch die eingearbeiteten Elemente von Zeitschleifen bis hin zu übermenschlichen sonderbaren Fähigkeiten bilden den Rahmen für eine abenteuerliche Reise, die den Protagonisten mehr als einmal zweifeln lässt aber immer wieder packen. Nicht anders ergeht es dem Leser, der gerne den einen oder anderen Logik-Fehler übersieht.

Die Geschichte interessant und spannend erzählt, war dennoch mir eine Spur zu phantastisch. Der kleine Roman ist hart an der Grenze dessen, was ich bereit bin als Urban-Fantasy zu akzeptieren. So richtig wollte der Funken nicht überspringen, auch wenn die Idee genial, der Protagonist sympathisch und der Erzählstil sehr flüssig ist.

Doch alleine die Fähigkeiten der Kinder waren meines Erahtens zu viel des Guten, zu durcheinander, so dass das Buch für mich an manchen Stellen kaum lesbar war. Kurze Momente der Zweifel, die Riggs aber immer wieder schnell schafft, auszuräumen.

Und so habe ich den Roman dennoch zu Ende gelesen und gut daran getan. Tatsächlich freue ich mich schon auf die Fortsetzung, die im Regakl darauf wartet, gelesen zu werden, zumal diese angeblich etwas realer sein soll. Ich bin gespannt.

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