Christine Horgan: Für Sebastian

418zjzsp4wlAutorin: Christine Horgan
Titel: Für Sebastian
Seiten: 269
ISBN: 978-3-404-61673-2
Verlag: Bastei Lübbe
Übersetzung: Veronika Dünninger

Inhalt:
Ein Vermächtnis voller Liebe, Hoffnung und Weisheit.

Jordan Ferguson war 35, als er erfuhr, dass er nur noch wenige Monate leben würde. Seine größte Sorge galt seinem neunjährigen Sohn, Sebastian. er wollte ihm mehr vermachen als nur ein paar Habseligkeiten.

Am Anfang stand der Wunsch, seinem Sohn etwas zu hinterlassen, das ihm als Vater zumindest ein Stückchen weit ersetzen kann! Am Ende steht eine einzigartige Sammlung inspirierender, persönlicher Botschaften von Malern, Musikern, Politikern, Managern und Sportstars – für Sebastian. (Klappentext)

Autoren:
Jordan Ferguson arbeitete als Broker und Topmanager in einem international agierenden Unternehmen, bevor er mit 35 Jahren erführ, dass er nur noch wenige monate zu leben hätte.

Ein Psychologe riet ihm, einen Brief an seinem Sohn zu schreiben, mit einer Botschaft, die ihm immer an seinem Vater erinnern würde. Er beschloss diese Idee auszuweiten, doch starb er 2008, bevor er sie vollenden konnte.

Seine Mutter, Christine Horgan, setzte seine Idee um und vollendete sein Werk. Sie lebt mit Mann und Familie in Kinsale, Irland.

Rezension:
Was bleibt von uns, für unsere Angehörigen, wenn wir mal nicht mehr sind? Welche Hinterlassenschaften begleiten unsere Angehörigen in eine Zukunft ohne uns? Welche Erinnerungen an uns werden verblassen, welche auf ewig bleiben?

Jordan Ferguson machte sich diese Gedanken, als er von seiner tödlichen Erkrankung erfuhr, vor allem aus Sorge um seinen kleinen Sohn. Wie würde Sebastian den Tod des Vaters verkraften und verarbeiten?

Welche Erinnerungen würde er an den Menschen haben, der beruflich ständig unterwegs war und das Gefühl hatte, nie genug Zeit für seinen Sohn zu haben?

Angefangen mit einer Idee, entstand so eine einzigartige Briefsammlung mit Tipps für ein glückliches, erfülltes und vielleicht erfolgreiches Leben. Zwar persönlich an einem kleinen Jungen gerichtet, liegt ein einzigartiger Blick auch auf die irische Gesellschaft vor.

Politiker, Manager, Sportler, Künstler und Musiker aus Irland wurden von Jordan Ferguson und später, als er schon nicht mehr war, seiner Mutter, gebeten, doch einen persönlichen Brief an seinem Sohn zu richten, der daraus Trost und Lebenshilfe, Orientierung ziehen sollte.

Für die Zukunft, für sein Leben. Orientierung, die ihm sein Vater nicht mehr geben konnte, aufgrund seiner Krankheit.

Herausgekommen dabei ist eine erstaunliche Sammlung und Reflektion von spiritueller Orientierung und Erfahrungsberichten von gestandenen Männern und Frauen, die sich, in Gedanken an einem ihnen an sich unbekannten kleinen Jungen mal ausführlich, mal kurz und knapp, machen, welche Ratschläge man jemanden gibt, der bald eines der wichtigsten Dinge verlieren wird, die es gibt.

Es ist zwar eine berechtigte Frage, warum man solch eine Briefsammlung lesen sollte, die sich nicht an einem persönlich richtet, zumal außerhalb Irlands diese Menschen kaum jemand kennen wird, aber dennoch lohnt sich die Lektüre.

Erfahrungsberichte, Lebensgeschichten und jeweils ein kleiner Überblick über die Schreiber am Ende eines jeden Briefes, machen das Buch zu etwas Besonderen, welches Sebastian, der kleine Sohn, selbst mit einem Gedicht an seinem Vater abschließt.

Ein Vermächtnis, vielleicht wertvoller als alle materiellen Hinterlassenschaften, unterschiedlicher Ansichten und Weisheiten, an die sich jeder orientieren und aufrichten kann. Manches davon bleibt sehr oberflächlich, vieles ist jedoch tiefgründig und reflektierend.

Für Sebastian und andere Trauernde sicher eine kleine Hilfe über eine Zeit der Trauer. Eine Briefsammlung, begonnen aus Angst vor dem Tod, eine Hommage an das Leben.

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