Ray Kroc: Die wahre Geschichte von McDonald’s

9783959720571-jpg-400x0_q85Autor: Ray Kroc
Titel: Die wahre Geschichte von McDonald’s
Seiten: 291
ISBN: 978-3-95972-057-1
Verlag: Finanzbuchverlag
Übersetzerin: Almuth Braun

Inhalt:
Er ist der Mann hinter dem goldenen „M“ und einer „Vom Tellerwäscher zum Millionär“-Geschichte, die ihresgleichen sucht: Ray Kroc, der Gründer von McDonald’s. Nur wenige Unternehmer können wirklich von sich behaupten, dass sie unsere Art zu leben für immer verändert haben. Ray Kroc ist einer von ihnen. Doch noch viel inetressanter als Ray Kroc, die Businesslegende, ist Ray Kroc, der einfache Mann.

Ganz im Gegensatz zum typischen Start-up-Gründer oder Internetmillionär war er bereits 52 Jahre alt, als er auf die McDonald-Brüder traf und sein erstes Franchise eröffnete. Was folgte, ist legendär, doch kaum einer kennt die Anfänge. In seiner öffiziellen Autobiografie meldet sich der Mann hinter der Legende selbst zu Wort.

Ray Kroc ist ein begnadeter Geschichtenerzähler und unverwüstlicher Enthusiast – er wird Sie mit seiner McDonald’s-Story mitreisen und ispirieren. Sie werden ihn danach nie mehr vergessen. (Klappentext)

Autor:
Ray Kroc wurde 1902 in Oak Park, Illinois geboren und arbeitete nach der Schule als Pianospieler in Bars, Restaurants und Kaufhäusern, bevor er als Vertreter einer Firma für Milkshake-Maschinen auf Touren ging, um das Küchenzubehör zu verkaufen. Auch im Verkauf von Pappbechern war er tätig, bevor er auf die McDonald-Brüder traf.

Fasziniert von der Schnelligkeit der Systemgastronomie der Brüder, erwarb er eine Franchise-Lizenz und gründete sein erstes eigenes Restaurant in Des Plaines, Illinios.

1961 kaufte er das Unternehmen der McDonald-Brüder und eröffnete rund um die Welt McDonald’s-Restaurant, erweiterte das Systemgastronomie und Immobilien-Geschäft stetig. er wurde in der Liste des Times-Magazines der „100 einflussreichsten Personen des 20. Jahrhunderts“ aufgenommen und schrieb 1977 seine Autobiografie. Er starb 1984 an Herzversagen.

Rezension:
Anfangs ist er noch ratlos. Wie soll er das essen, was er in die Hände gedrückt bekommen hat? Er hat doch kein Besteck.

Doch bald ist er fasziniert von der Schnelligkeit, der Ordnung und dem System, welches er im Restaurant der McDonald-Brüder vorgefunden hat und beginnt zum Entsetzen seiner Frau seinen sicheren Job nach und nach aufzugeben und schließlich sein erstes eigenes Restaurant als Franchise zu eröffnen.

Bald stoßen Freunde dazu und der kometenhafte Aufstieg einer beispiellosen Unternehmensgeschichte beginnt.

Es ist die Geschichte des fleischgewordenen amerikanischen Traumes vom Tellerwäscher zum Millionär. Kein anderer verkörpert sie so sehr im Amerika der Nachkriegszeit wie Ray Kroc, der mit standardisierten Fertigungsverfahren das Essverhalten erst der Amerikaner, dann der ganzen Welt, revolutionierte.

Erzählt wird sie von ihm, der mehr als einmal beinahe in den unternehmerischen Ruin gerutscht wäre, und erst in seiner zweiten Lebenshälfte Erfolg hatte. Er erzählt auch von der Faszination des Ergreifens von Chancen, unternehmerischen Glück und der Religiosität von Hamburgern.

Faszinierend ist es in dieses Stück amerikanischer Esskulturgeschichte einzutauchen, mag man aus gesundheitlicher Sicht davon halten, was man will. Es sind die detailreichen Anekdoten, die diese Biografie so faszinierend machen, die Hintergründe der Schnellimbissküchen der Botschaften mit dem gelben „M“.

Natürlich ist es einseitig. Für die McDonald-Brüder, deren Nachfahren den Film „The founder“ als Rehabilitierung ihrer Großväter sehen, die ihrer Meinung nach mehr am Erfolg von Ray Kroc hätten beteiligt werden müssen, hat dieser nur ein Kopfschütteln übrig.

Auch sind die negativen Seiten der Ernährungsphilosophie des Unternehmens noch kein Gesprächsthema, wie in heutiger Zeit. Das Buch natürlich, wurde 1977 veröffentlicht. Die Probleme, denen sich McDonald’s heute stellen muss, waren zu Krocs Zeit noch nicht gegeben.

Wer aber abseits von Hamburger und Filet-o-Fish etwas mehr über eine amerikanische Erfolgsgeschichte lesen möchte, findet sie hier faszinierend erzählt. Große Erfolge werden thematisiert, ebenso warum der Hula-Burger es nie in Serie geschafft hat.

Heute gibt es einige Versuche, den Konzern, der ursprünglich nur Hamburger und Pommes anbot, wieder auf die Erfolgsspur zu bringen.

Mit einem heutigen Ray Kroc würde es dem Konzern sicher gelingen.

Kurzweilig erzählt, verteilt sich die Personengeschichte Ray Krocs auch in Buchform in mundgerechte Häppchen, die dennoch detailreich, mit einer Prise Optimismus und unternehmerischer Freude eine sättigende Mahlzeit ergibt. Sättigender als mache Fleischbeilage zwischen zwei Brötchenhälften und Ketchup.

Ray Kroc ist der Steve Jobs der Systemgastronomie, Feindbild und Vorbild zugleich. Kritik ist hier zugelassen, doch wird der Leser hier  vorwiegend ins Gelingen verliebt sein müssen. Kroc jedenfalls, gelang erstaunlich viel.

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